RiWi mit Mühe in die Saison

RiWi trug seine beiden ersten Saisonspiele in Wängi aus. Gegen Jona setzte es eine Niederlage ab. Gegen die Reserven von Elgg-Ettenhausen konnte das Team den ersten Sieg realisieren.

Herbert Brägger
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Jonas Hess macht hinten dicht und sorgt für einen gelungenen Aufbau. (Bild: Urs Nobel)

Jonas Hess macht hinten dicht und sorgt für einen gelungenen Aufbau. (Bild: Urs Nobel)

FAUSTBALL. Nach dem Wiederaufstieg in die NLA auf dem Feld wollte das Team der Faustballgemeinschaft Rickenbach-Wilen den Schwung mitnehmen und sich mit einer guten Hallensaison in der NLB optimal auf den zukünftigen Feldeinsatz in der obersten Spielklasse vorbereiten. Dieses Vorhaben wurde am Sonntagmorgen in Wängi mit viel Zuversicht gestartet.

Startpartie verschlafen

Die erste Partie musste gegen die stark eingeschätzten Reserven aus Jona gespielt werden. Der Gegner begann mit zwei Eigenfehlern, auf die aber RiWi nicht aufbauen konnte. Das Team war noch nicht präsent, agierte nervös, ja sogar fast ängstlich. Es produzierte Eigenfehler über Eigenfehler und überliess das Diktat total dem Gegner. Ein enttäuschendes 4:11 war das Ergebnis. Im zweiten Spielabschnitt erwachten dann aber die Hinterthurgauer und überraschten den Gegner mit einer 6:3-Führung. Bis zum 8:7 konnte der Vorsprung gehalten werden, ehe Jona dank einer beeindruckenden Schlussoffensive den Spielstand auf 2:0 erhöhen konnte. Das Selbstvertrauen im RiWi-Team liess wieder bedenklich nach und Jona demonstrierte in der Folge mit 11:5 zum 3:0, wer der Chef auf dem Platz war.

Team hat sich aufgefangen

Elgg-Ettenhausen 2, das Team, das in der ersten Partie Jona geschlagen hatte, wartete als nächsten Gegner auf RiWi. Aufgrund der vorangegangenen Leistung ihres Teams waren die RiWi-Fans äusserst skeptisch und wenig zuversichtlich, am heutigen Tag doch noch einen Erfolg ihres Teams feiern zu können. Dieses überraschte aber, fand nach einem schnellen 0:4 plötzlich ins Spiel und erarbeitete sich mit starken Aktionen Vorteile. Die gute Leistung wurde dank einem knappen 11:9 mit dem ersten Satzgewinn belohnt. Elgg-Ettenhausen konnte sich aber in der Folge noch leicht steigern und glich nach Sätzen aus. Danach legte RiWi wieder zu und zog auf 2:1 vorbei, ehe im vierten Abschnitt die Partie bereits entschieden schien. RiWi führte nämlich mit 9:4, als der Gegner zulegen und noch zum 10:10 ausgleichen konnte. Mit zwei unglücklichen Bällen ins Aus verpassten die Thurgauer den Matchgewinn, und der fünfte Satz musste entscheiden. Beeindruckend in jener Phase, wie RiWi diesen Lapsus wegstecken konnte. Sofort gelang es grossen Druck aufzubauen. Aus einer starken Abwehr heraus wurde mit viel Zug im Zuspiel die Grundlage für Tempo und Druck im Angriff geschaffen. Der Gegner wurde so mit 11:2 buchstäblich an die Wand gespielt und die Partie mit 3:2 gewonnen.

Zuversicht für nächste Spiele

Die Erleichterung über das gewonnene Spiel war den Spielern und Trainer Benjamin Meile anzumerken. Der Coach meinte: «Wir haben heute gegen zwei starke Teams gespielt. In der ersten Partie haben wir fast alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Doch dann haben wir zu unserer Normalform gefunden, was mich zuversichtlich stimmt für den weiteren Meisterschaftsverlauf» Meile hat nun zwei Wochen Zeit, mit seinem Team an den aufgezeigten Fehlern zu arbeiten, ehe die zweite Runde in Jona gespielt wird. RiWi wird dort auf Rüti, das Reserveteam aus Diepoldsau und Lokalrivale Affeltrangen treffen.

RiWi: Philipp Jung, Daniel Baumgartner, Cyrill Mettler, Silvan Jung, Jonas Hess, Christian Stäbler, Jonas Holenstein, Benno Hess. RiWi – Jona 2 0:3 (4:11/, 8:11/, 5:11). RiWi – Rüti 3:2 (11:9/, 5:11/, 11:8/, 11:13/, 11:2)