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Rickenbach verzeichnet kleinen Gewinn: Doch nur wenige Bürger interessieren sich für die Gemeindeversammlung

Die Erfolgsrechnung der Gemeinde schliesst mit einem leichten Gewinn und somit besser als erwartet. Ausfälle bei den Steuern verhinderten einen besseren Abschluss.
Gianni Amstutz
Gemeindepräsident Ivan Knobel (stehend) konnte an der Gemeindeversammlung positive Zahlen präsentieren. (Bild: Gianni Amstutz)

Gemeindepräsident Ivan Knobel (stehend) konnte an der Gemeindeversammlung positive Zahlen präsentieren. (Bild: Gianni Amstutz)

Zwei Voten aus der Bürgerschaft, ebenso viele Gegenstimmen bei allen gestellten Anträgen zusammen und eine Stimmbeteiligung von mageren 4,8 Prozent. Die Gemeindeversammlung in Rickenbach zeigte eindrücklich auf, wie Basisdemokratie heutzutage aussieht. Das geringe Interesse am politischen Geschehen in der Gemeinde ist aber wahrlich kein Problem, das nur Rickenbach beschäftigt.

Vielleicht lag die tiefe Stimmbeteiligung an der Bürgerversammlung am Montagabend aber auch daran, dass wenig bis keine umstrittenen Geschäfte traktandiert waren. Die Rechnung schloss bei einem Gewinn von 40000 Franken 250000 Franken besser als budgetiert. Dies sei hauptsächlich auf ausserordentlich hohe Rückerstattungen im Sozialhilfebereich zurückzuführen, sagte Gemeindepräsident Ivan Knobel.

Weiter hätten anhaltende Sparanstrengungen zum positiven Ergebnis beigetragen. «Der erfreuliche Gesamteindruck wird einzig von tieferen Steuereinnahmen getrübt.» Ein Umstand, der sich laut Knobel nicht wiederholen sollte, da dies auf eine neue Praxis im Steuerbereich zurückzuführen sei, die sich hauptsächlich im vergangenen Jahr ausgewirkt habe.

Bereits für das laufende Jahr rechnet der Gemeindepräsident wieder mit höheren Steuereinnahmen. Da gleichzeitig aber nicht wieder von derart hohen Rückzahlungen im Sozialhilfebereich ausgegangen werden kann, sieht das Budget ein Minus von 266000 Franken vor. Angesichts des Eigenkapitals von knapp zwei Millionen Franken per Ende 2018 kann die Gemeinde diesen Verlust jedoch verkraften.

Investitionskredite mussten keine bewilligt werden, weil die im laufenden Jahr umzusetzenden Projekte bereits im Budget 2018 genehmigt wurden. Investiert wird in die Lärmschutzwand an der Kirchstrasse, die Ringleitung Stelz sowie eine Reservoirleitung. Der neue Zonenplan und das Baureglement wurden ebenso diskussionslos genehmigt wie das Budget. Schliesslich wurde Gemeinderat Norbert Rüthemann verabschiedet. Nach drei Legislaturen trat er im Februar nicht mehr zur Wiederwahl an und bestritt somit seine letzte Versammlung als Gemeinderat.

Die Rechnung der Primarschule, die ihre Versammlung ebenfalls am Montag abhielt, schliesst mit einem Verlust von 97000 Franken und somit 10000 Franken schlechter als budgetiert. Wie bei der Gemeinde ist dies auf tiefere Steuereinnahmen von 176000 Franken zurückzuführen. Für das Jahr 2019 rechnet der Schulrat unter der Leitung von Präsident Leo Haag mit einem Aufwandüberschuss von rund 48000 Franken.

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