Rickenbach in Blau statt Gelb

Homepage-Check (7): Der Auftritt von Rickenbach im Netz ist unspektakulär. Über die Eckdaten der Gemeinde sind Informationen zu finden, um lange darauf zu verweilen, gibt es aber kaum Anlass. Eine ganz normale Homepage halt.

Simon Dudle
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RICKENBACH. Als erstes ist nach dem Weg zu fragen, um die Homepage von Rickenbach zu finden. Denn in der Schweiz gibt es sechs verschiedene Rickenbach. Jenes im Kanton Zürich liegt nahe Winterthur und hat wie das Thurgauer Rickenbach etwa 2500 Einwohner. Die Domain www.rickenbach.ch hat sich Rickenbach im Kanton Luzern geschnappt. Diese Gemeinde ist unwesentlich kleiner als die Wiler Nachbarortschaft und liegt zwischen Hallwiler- und Sempachersee. Die weiteren Rickenbach sind kleiner und liegen in den Kantonen Solothurn westlich von Olten, in Basel-Landschaft und Schwyz. Das Thurgauer Rickenbach hat die Domain www.ricken bach-tg.ch.

Über die Gemeinde: Es ist eine ansprechende Anzahl an Informationen zu finden. Dabei wird Rickenbach als Dorf mit städtischem Charakter beschrieben. Dazu passt, dass das Willkommens-Wort auch auf Englisch und Französisch gelesen werden kann. Unter der Rubrik «Zahlen und Fakten» ist die Auflistung allerdings schwach. Die einzigen dort aufgeführten Zahlen sind jene der Anzahl Restaurants und Fitness-Center. Besser ist die Auflistung der Zahlen unter der Rubrik «Geschichte». Dort ist aufgeführt, dass die Gemeinde seit dem Zweiten Weltkrieg stark gewachsen ist. Zudem wird erwähnt, dass es während des Zweiten Weltkriegs 13 Wirtschaften hatte und das Beizensterben auch vor Rickenbach nicht halt gemacht hat. Gleiches zählt auch für die Bauernhöfe. Von 29 zu Kriegszeiten sind noch deren vier übrig.

Zum Gemeindeammann: Der Weg zu Ivan Knobel ist kurz, und es wird nur ein Klick benötigt. Allerdings ist auf der entsprechenden Seite nur die Mail-Adresse von Knobel zu finden. Eine Telefonnummer – ob privat oder geschäftlich – sucht man vergebens. Gleiches zählt auch für die vier weiteren Gemeinderäte.

Agenda und Mitteilungsblatt: Bereits auf der Startseite – und somit gut sichtbar – wird man über die Anlässe informiert, die in den nächsten Tagen und Wochen in Rickenbach stattfinden. Zudem gibt es die Möglichkeit, selber Termine zu verfassen. Zudem sind die «Veranstaltungen» auch als PDF-Dokument abrufbar. Das Mitteilungsblatt ist umfangreich und liefert auch Informationen von den Schulen und den Vereinen. Allerdings ist die Aufmachung doch etwas gar einfach gehalten. Im Mitteilungsblatt für den November hat es zum Beispiel lediglich drei Porträtbilder drin. Positiv: Gemeindeammann Knobel fasst in einer Art Editorial die wichtigsten Infos zusammen. Schade ist, dass nur die letzten drei Ausgaben im Internet abgelegt sind. Ein Archiv könnte nicht schaden.

Aktualität: Bei den Zahlen und Fakten ist erwähnt, dass es sieben Restaurants in Rickenbach gibt. Unter Gastronomie sind dann aber nur deren fünf aufgeführt. Neuigkeiten werden jeweils auf der Startseite aufgelistet. Dort sind die aktuellen Infos aus der Gemeinde teilweise noch vor dem Erscheinen des Mitteilungsblatts drauf. Im grossen und ganzen ist die Aktualität gewährleistet. Auf der Startseite sind neben der Navigation nur aktuelle Element plaziert.

Übersichtlichkeit: Diese ist gut. Die Seite wirkt nicht überladen. Es sind auf der Startseite zwei Bilder zu finden, welche dem Netz-Auftritt eine gewisse Form und Auflockerung geben. Die Navigationsleisten sind übersichtlich, und man findet in nützlicher Frist, wonach man sucht.

Illustrationen: Es gibt nicht viele. Die Porträtfotos des Gemeinderats sind teilweise von magerer Qualität und nicht vor einheitlichem Hintergrund gemacht.

Extras: Es sind kaum Extras zu finden, mit einer Ausnahme: Wer E-Cards von Rickenbach verschicken will, der ist auf der Homepage richtig. Es sind neun Sujets aufgeführt, von Sommer bis Winter, von früher und heute.

Gesamteindruck: Die Homepage erfüllt ihren Zweck. Sie hebt sich kaum irgendwo speziell ab, es sind aber auch keine gravierenden Mängel feststellbar. Kurz: Es ist eine ganz normale, durchschnittliche Homepage. Es ist einzig die Frage zu stellen, wieso diese in den Farben Blau und Weiss gehalten ist, wo das Dorfwappen doch eine schwarze Brücke auf gelbem Grund ist.

Facebook: Rickenbach ist nicht im Facebook vertreten, zumindest nicht die politische Gemeinde. Ganz im Gegensatz zur Frauenabteilung des FC Rickenbach, welche 27 Mitglieder in der Facebook-Gruppe hat. Das ist aber kein Vergleich zur Gruppe Katerball, die fast 200 Mitglieder zählt.

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