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RICKENBACH: Ein Heimspiel für die Apfelhoheit

Gestern bekamen die Kinder der Primarschule und des Kindergartens Rickenbach Besuch von der Apfelkönigin Marion Weibel. Nach vier Monaten im Amt zieht sie ein erstes Fazit.
Marco Cappellari
Der Besuch der Apfelkönigin war für die Kinder der krönende Abschluss der alljährlichen Apfelwoche. (Bild: Marco Cappellari)

Der Besuch der Apfelkönigin war für die Kinder der krönende Abschluss der alljährlichen Apfelwoche. (Bild: Marco Cappellari)

Die Apfelkönigin besuchte in der traditionellen Thurgauer Tracht die Kinder im Schulhaus Thurlinden und verteilte Äpfel. Es gab für jede Klasse ein Gruppenfoto mit der Apfelhoheit. Danach nahm sie sich Zeit, interessierten Kindern Autogramme zu geben.

Dabei war das Interesse so gross, dass gegen Ende die Autogrammkarten ausgingen. Die Kinder, die keine erhalten hatten, gingen jedoch nicht leer aus. Denn die Apfelkönigin versprach, die Autogrammkarten, natürlich persönlich signiert, nachschicken zu lassen. Danach ging es in den Kindergarten, wo die Kindergärtler der Apfelkönigin ein Lied vorsangen und ihr Geschenke überreichten.

Marion Weibel, was hast du erlebt als Apfelkönigin?

Ich hatte bis jetzt etwa ein halbes Dutzend Auftritte an Anlässen, die alle sehr verschieden waren. Heute ist es ja ein ganz junges Publikum. An der Obstfachtagung waren es eher etwas ältere Leute und an Gewerbeausstellungen viele Familien, aber auch Einzelpersonen. Diese Vielfalt finde ich spannend, da ich so die unterschiedlichsten Menschen erreichen kann. Im Januar war ich auf der Ferienmesse in Stuttgart. Das fand ich wirklich toll, da ich so auch im nahen Ausland Werbung für den Thurgau machen konnte. Der Auftritt in Stuttgart kam gut an. Die Leute haben mir gesagt, dass die Schweiz trotz der Nähe manchmal «vergessen» wird. Sie fanden es sehr interessant, Besuch aus dem Thurgau zu erhalten.

Du erhältst viel positive Rückmeldungen. Stossen deine Auftritte manchmal auch auf Unverständnis?

Nicht wirklich. Die Leute sind sehr interessiert. Vor allem in Stuttgart, wo mich die Leute nicht so kannten, gab es viele Fragen. «Wieso macht man das?», «Wie kommt man dazu?», «Was ist der Sinn dahinter?» Negative Reaktionen gibt es an Anlässen aber auch immer wieder. Aber die meisten sind positiv.

Was für negative Reaktionen erhältst du denn?

Es gibt zum Beispiel Leute, die sich über einen lustig machen. Oder solche, die sagen «So was braucht es doch nicht.» Aber das gehört dazu. Egal, was man im Leben tut, es gibt immer Leute, die etwas daran auszusetzen haben. Darüber muss und kann ich stehen.

Du bist unlängst umgezogen. Wo ist deine Heimat?

Ich wohne seit letztem Mai in Rickenbach. Aufgewachsen bin ich gleich nebenan in Balterswil und in Sirnach arbeite ich.

Macht es für dich einen Unterschied, ob du wie heute hier in deiner Heimat auftrittst oder eben zum Beispiel im nahen Ausland?

Ja, sicher. Auftritte in der Heimat sind immer schön und machen Spass. Ich hatte zum Beispiel einen Auftritt in Sirnach, wo ich praktisch jeden kannte. Einen Auftritt wie den in Stuttgart hingegen, wo man mich kaum kennt, sehe ich als Herausforderung, bei welcher ich aus meiner Wohlfühlzone rauskommen muss, um so gut wie möglich Werbung für den Thurgau zu machen.

Du wirst demnächst beim «Samschtig Jass» auftreten. Wie gut kannst du Jassen?

Ich bin am lernen. Als Kind habe ich oft gejasst. Allerdings nur die Varianten «Coiffeur» und «Schieber». Aber ich habe in der Familie und im Bekanntenkreis viele gute Jasser. Mit denen übe ich jetzt jedes Wochenende den «Differenzler», damit ich beim «Samschtig Jass» gut vorbereitet bin. Für mich wird die Sendung sicher eine schöne Erfahrung. Ein wenig nervös bin ich schon, denn man weiss nie, was man für Karten erhält oder gegen wen man jasst. Natürlich wäre es toll, zu gewinnen. Aber ich bin bereits zufrieden, wenn ich das Gelernte umsetzen kann.

Marco Cappellari

marco.cappellari@wilerzeitung.ch

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