Rickenbach
Coop Breite wird zum Megastore: Das Unternehmen investierte 36 Millionen Franken in den Umbau

Sanieren, renovieren, ausbauen und modernisieren, das tat Coop im Geschäftslokal in Rickenbach in den vergangenen eineinhalb Jahren. Seit gestern sind die Handwerker von der Baustelle weg und Coop wirbt mit einem neuen Einkaufserlebnis.

Zita Meienhofer
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«Das ist mein Lieblingsplatz», sagt Shenasi Haziri, Regionaler Verkaufsleiter Coop Ostschweiz-Ticino. Im Herzstück, bei den «Frische-Inseln», in denen die frisch hergestellten Lebensmittel erhältlich sind, präsentiert er sich mit Daniel Pfund, Geschäftsführer des Coop Rickenbach.

«Das ist mein Lieblingsplatz», sagt Shenasi Haziri, Regionaler Verkaufsleiter Coop Ostschweiz-Ticino. Im Herzstück, bei den «Frische-Inseln», in denen die frisch hergestellten Lebensmittel erhältlich sind, präsentiert er sich mit Daniel Pfund, Geschäftsführer des Coop Rickenbach.

Bild: Zita Meienhofer

«Ich brauche noch eine Glücksfee oder einen Glücksfähnrich», schallt eine Männerstimme vor dem Coop Breite in Rickenbach. Attraktion um Attraktion reiht sich vor der Eingangstüre, Ballone in den Farben des Grossverteilers schweben auf dem Dach und künden an, dass da etwas Besonderes stattfinden muss. Es sei wirklich ein besonderer Tag heute, sagt Shenasi Haziri, Regionaler Verkaufschef Coop Ostschweiz-Ticino. Er ist in Festlaune, denn kurz davor wurde der modernisierte Coop Breite in Rickenbach eröffnet.

18 Monate haben die Coop-Mitarbeitenden auf einer Baustelle gearbeitet

Shenasi Haziri, Regionaler Verkaufschef Coop Ostschweiz-Ticino.

Shenasi Haziri, Regionaler Verkaufschef Coop Ostschweiz-Ticino.

Bild: Zita Meienhofer

Während 18 Monaten war der Coop in Rickenbach eine Baustelle. Provisorien vor der Türe und im Inneren. In Etappen wurde der Umbau vorgenommen. Shenasi Haziri sagt:

«Das war auch gleich die grösste Herausforderung, dieses Etappieren.»

Saniert, renoviert, ausgebaut und modernisiert wurde das Gebäude innen und aussen. Sichtbar ist dies auf den ersten Blick an der Gebäudehülle aus Holz und dem Glaskubus beim Eingangsbereich. Im Innern erinnert nicht mehr viel an den ehemaligen Coop-Supermarkt.

Eine ebenfalls grosse, aber nicht direkt sichtbare Veränderung ist die Vergrösserung der Gesamtfläche, indem das Gebäude zum Parkplatz hin um zwölf Meter erweitert wurde. Somit beträgt diese rund 10 850 Quadratmeter – sieben Prozent mehr als vorher. Die Verkaufsfläche ist sogar um 16 Prozent grösser und beträgt neu 3700 Quadratmeter. Das Gebäude wurde aber nicht nur modernisiert und saniert, es wurde auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Coop investierte für den Umbau 36 Millionen Franken.

Viel Holz und eine grosszügige Ladengestaltung

Der Glaskubus beim Eingang.

Der Glaskubus beim Eingang.

Bild: Zita Meienhofer

Statt grelles Neonlicht und in nüchternem Weiss gehaltene Regale wird die Kundschaft vorerst von Tageslicht empfangen, in der neugestalteten Mall unter dem Glaskubus. Während sich vor dem Umbau links und rechts die eingemieteten Fachgeschäfte befanden, sind diese nun auf der linken Seite, rechts ist das neu gestaltete Restaurant, anschliessend geht es in den Coop-Verkaufsladen. Die Wände – meist in Holz aus der Schweiz oder dem Schwarzwald gehalten – strahlen Wärme aus. Die neue Beleuchtung und die in dunkler Farbe gehaltenen Regale geben ebenfalls ein angenehmes Erscheinungsbild.

Das begehbare Käse-Hüsli ist eine Attraktion.

Das begehbare Käse-Hüsli ist eine Attraktion.

Bild: Zita Meienhofer

Der Laden ist grosszügig eingeteilt und in Bereiche unterteilt. Im Eingang sind die Aktionsstrassen. In der Weinabteilung mit dem gläsernen «Cave du Vin» werden 1500 verschiedene Weine angeboten. Speziell ist das Käse-Hüsli. In einem begehbaren Holzhäuschen reifen rund 250 Sorten aus Ostschweizer Kleinkäsereien. Das Herzstück des neuen Ladens ist gemäss Shenasi Haziri der Marktplatz mit den «Frische-Inseln». Mitten in dieser Insel-Landschaft steht ein Produktionskorpus, an dem unter anderem Pizzas, belegte Brötli oder Crèmeschnitten hergestellt werden.

Mitten in den «Frische-Inseln» werden die Produkte direkt hergestellt.

Mitten in den «Frische-Inseln» werden die Produkte direkt hergestellt.

Bild: Zita Meienhofer

«Unser Laden ist eine Bühne», so Haziri, eine Bühne, auf der die Mitarbeitenden herstellen, was die Kunden kaufen können. Denn die Produktion der einzelnen Bereiche spielt sich neu teilweise vor der Kundschaft ab. So soll einkaufen zu einem Erlebnis werden, wie Coop in seiner Werbung verspricht. Das ist auch beim Gang durch die Bäckereiabteilung zu sehen, wo Coop-Mitarbeitende Teiglaibe in den Backofen schieben. Hier werde auch sein Lieblingsprodukt hergestellt, verrät Shenasi Haziri, die Zwiebel-Käse-Wähe.

84 Mitarbeitende sind im Coop Breite tätig

Daniel Pfund, Geschäftsführer von Coop Rickenbach.

Daniel Pfund, Geschäftsführer von Coop Rickenbach.

Bild: Zita Meienhofer

Im Coop Breite in Rickenbach waren in den vergangenen Jahren rund 80 Mitarbeitende tätig. Zurzeit sind es 84. In der Produktion habe minim aufgestockt werden können, erklärt Daniel Pfund, Geschäftsführer von Coop Rickenbach.

Während sich drinnen Kundinnen und Kunden im umgebauten Ladengeschäft umsehen, hat sich draussen vor der Glücksfee eine Menschentraube gebildet. Denn mit der Eröffnung eines Megastores soll auch die Kundschaft von verschiedenen Angeboten profitieren können.

Gestern wurde der umgebaute Coop Breite in Rickenbach eröffnet.

Gestern wurde der umgebaute Coop Breite in Rickenbach eröffnet.

Bild: Zita Meienhofer

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