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Richtige Wahl trotz falschen Zeitpunkts

Urs Meier ist gewählt – glanzlos zwar, aber ohne Wenn und Aber. Am 1. Juli wird er Hans Sutter als Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Degersheim ablösen. Bis dahin dürften sich die Emotionen gelegt haben, der Sachlichkeit, vielleicht gar einem Hauch von Dankbarkeit gewichen sein.
Andrea Häusler

Urs Meier ist gewählt – glanzlos zwar, aber ohne Wenn und Aber. Am 1. Juli wird er Hans Sutter als Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Degersheim ablösen. Bis dahin dürften sich die Emotionen gelegt haben, der Sachlichkeit, vielleicht gar einem Hauch von Dankbarkeit gewichen sein.

Denn Urs Meier ist für die Kirchgemeinde ein Glücksfall. Nicht allein aufgrund seiner unbestrittenen beruflichen Qualifikation und seiner religiösen Überzeugung. Vor allem wegen seiner Bereitschaft, sich in den Dienst der Gemeinde zu stellen, das Ruder entschlossen in die Hand zu nehmen; wissend, dass den Kirchgemeinden im Allgemeinen und der Degersheimer Kirche im Konkreten stürmische Zeiten bevorstehen.

Dass seine Kandidatur erst an der Kirchbürgerversammlung bekanntgegeben wurde, hat die Stimmberechtigten vor den Kopf gestossen. Das ist nachvollziehbar. Genauso verständlich ist das Bedauern über die fehlende Möglichkeit, sich mit Meiers Person auseinanderzusetzen. Fakt ist aber auch, dass es zunehmend schwieriger wird, überhaupt Mandatsträger für Vorstandsfunktionen zu gewinnen. Erst recht geeignete. Seit einem Jahr ist die Demission des amtierenden Kirchenpräsidenten per 30. Juni bekannt. Ein Nachfolger konnte – bis eben zum Donnerstag – nicht gefunden werden. Vor diesem Hintergrund befremdet das knappe Wahlergebnis. Zwei Stimmen haben verhindert, dass ein Glücksfall zum Problem wurde.

Das fehlende Vertrauen der Bürgerschaft macht den Start für Urs Meier nicht einfach, vielleicht aber unbelastet. Denn ein Amtsantritt ohne Vorschusslorbeeren kann befreiend wirken und jene Kreativität wecken, die nötig ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

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