Revanche ist gelungen

HANDBALL. Das 2.-Liga-Lokalrivalen-Derby zwischen dem KTV Wil und dem HC Flawil entschieden die Wiler mit 29:22 (11:10) eindrücklich zu ihren Gunsten.

Urs Nobel
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Je länger die Partie dauerte, umso mehr bissen sich die Flawiler (blau) in der gegnerischen Defensive fest. (Bild: Urs Nobel)

Je länger die Partie dauerte, umso mehr bissen sich die Flawiler (blau) in der gegnerischen Defensive fest. (Bild: Urs Nobel)

Der HC Flawil stieg mit derselben Taktik in die Partie wie in der Hinrunde. Mit einer offensiven Verteidigung hielten sie die gegnerischen Rückraumspieler auf Distanz, und im Angriff schlossen sie schnell und wirkungsvoll ab. Nur wenige Minuten waren gespielt, und alles deutete darauf hin, dass die Untertoggenburger wiederum einem einfachen Sieg entgegensteuern würden. Nach dem 0:3 war der erste Elan der Flawiler aber bereits gebremst, und die Wiler fanden je länger, je mehr einen Weg durch die Abwehr. Weil Marco Casanova im Wiler Tor regelmässig hundertprozentige Möglichkeiten der Gäste mit wachen Reflexen verhindern konnte, kam das Heimteam wieder heran und konnte kurz vor der Pause erstmals in Führung gehen.

Kontinuierlicher Ausbau

Obwohl sich auch Teamcoach Sebastian Raschle noch keineswegs sicher war, ob es seinem Team gelingen würde, sich durchzusetzen, verlangte er von seinem Team, genauso weiterzuspielen wie im ersten Umgang. Die Forderung wurde erfüllt, sein Team setzte sich kontinuierlich vom Gegner ab. Mit diversen Kraftwürfen aus Eigeninitiative (Haag, Leppla) oder schönen Treffern von Jörg Nüssli, der sich im Vergleich zur ersten Halbzeit stark zu steigern vermochte. Flawil machte es dem Gegner immer leichter, indem es nicht mehr so konzentriert verteidigte und im Angriff je länger, je mehr phantasielos versuchte, den drohenden Schaden in Grenzen zu halten. Kamen die Gäste doch zu erfolgversprechenden Abschlüssen, stand ihnen öfters Torhüter Casanova im Weg, der dank seinen gelungenen Interventionen als Matchwinner bezeichnet werden darf. Abschlussversuche höher als ein Meter wurden regelmässig eine Beute des Wiler Keepers. Dies musste auch Flawils Coach Armin Fitze, der den in einem Kurs weilenden Chef Pius Burtscher vertrat, mit ansehen.

Einige Bewegungskorrekturen

Wils Spielertrainer, der sich nicht auf die Spielerliste gesetzt hatte, freute sich darüber, dass seine Mannschaft mit der 4:2-Deckung des Gegners relativ wenig Probleme bekundete. «Sie haben sich auch ohne Ball gut bewegt und so Löcher gefunden, um erfolgreich abzuschliessen.» Er forderte zur Pause zwar einige Korrekturen in den Bewegungsabläufen, mehr aber nicht. «Die Fehlerquote hat sich im Angriff im Vergleich zur ersten Halbzeit deutlich verringert, und in der Verteidigung standen wir kompakt. Das hat heute genügt.»