Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Reservoir-Sanierung lohnt nicht

Die Dorfkorporation traf sich zur 110. Versammlung im Keller der Burg zu Lütisburg. Anlass zur Diskussion gab das Gutachten «Reservoir Steig». Der Verwaltungsrat beantragte einen Kredit von 90 000 Franken für ein Neubauprojekt.
Martina Signer
Walter Fässler ist seit 5, Walter Frick seit 15 und Viktor Hollenstein seit 20 Jahren im Verwaltungsrat.

Walter Fässler ist seit 5, Walter Frick seit 15 und Viktor Hollenstein seit 20 Jahren im Verwaltungsrat.

LÜTISBURG. Das Reservoir Steig ist ein wichtiger Teil der Wasserversorgung der Dorfkorporation Lütisburg. Doch der Bau ist in die Jahre gekommen. Deshalb trat der Verwaltungsrat an der 110. Korporationsversammlung mit dem Anliegen an die Mitglieder, einem Projektierungskredit von 90 000 Franken für einen Neubau zuzustimmen. «Das Reservoir ist verlottert», stellte Korporationspräsident Viktor Hollenstein fest. Investitionen in eine Sanierung seien nicht mehr verhältnismässig. Bis anhin konnten die Wasserbezüger immer auf Wasser des Zweckverbands Wasserversorgung Ki-Ba-Lü zurückgreifen, wenn der Bestand knapp wurde. Die DKL ist ein Teilmitglied dieses Zweckverbands, der Kirchberg, Bazenheid und Lütisburg mit Wasser versorgen kann.

Übergeordnete Ziele verfolgen

Den Mitgliedern der DKL stellt sich die Frage, ob eine Vollmitgliedschaft beim «Ki-Ba–Lü» von Vorteil wäre. Dann könnte man auf einen Neubau des Reservoirs Steig verzichten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der «Ki-Ba-Lü» – bei einer Vollmitgliedschaft – die Kosten für die Projektierung und Realisierung des Neubaus übernehmen würde. Der Verwaltungsrat verfolgt mit einem Neubau des Reservoirs Steig aber noch weitere Ziele. Gemeinsam mit dem Amt für Feuerschutz, dem «Ki-Ba-Lü» und der Wasserversorgung Schauenberg, die sich über vier Gemeinden erstreckt, wurden mögliche Szenarien besprochen. «Alle Beteiligten sind überzeugt, dass mit einem Neubau weitere Verbindungen für die Wasserversorgung in der Region gewonnen würden», sagte Viktor Hollenstein. Diverse Gebiete wie Tufertschwil, Grünhügel und auch einzelne landwirtschaftliche und private Liegenschaften könnten profitieren.

Projektierung bewilligt

Eine Studie mit mehreren Varianten für eine überregionale Vernetzung wurde von der «Ki-Ba-Lü» in Auftrag gegeben. Sollte beispielsweise ein Chemieunfall die Versorgungssicherheit der «Ki-Ba-Lü» in Gefahr bringen, könnte auf das Reservoir Steig zurückgegriffen werden. In der Projekterarbeitungsphase sollen nun die Erkenntnisse, die aus den Diskussionen mit allen Beteiligten geführt wurden, konkretisiert werden. Der dafür beantragte Projektierungskredit wurde bei zwei Enthaltungen verabschiedet. Sollte frühzeitig klar werden, dass ein Neubau keinen Sinn macht, würde man kein weiteres Geld in die Planung investieren, machte Viktor Hollenstein deutlich. Im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung steigt die Grundgebühr der Wasserversorgung pro Wohneinheit um 30 Franken.

Rechnung und Budget

Katrin Künzle, Sekretariat, konnte sowohl beim Kommunikationsnetz als auch bei der Wasserversorgung Ertragsüberschüsse vermelden. 42 000 Franken davon werden für Vorfinanzierungen verwendet. Die restlichen rund 400 Franken kommen ins Eigenkapital. Beim Budget wurden mehrheitlich die Vorjahreszahlen übernommen.

Verwaltungsräte geehrt

Im Traktandum der allgemeinen Umfrage wurden zwei Verwaltungsratsmitglieder geehrt. Walter Fässler für fünf Jahre und Walter Frick für 15 Jahre. Auch Verwaltungsratspräsident Viktor Hollenstein ist insgesamt 20 Jahre im Rat. Sein Ratskollege Thomas Felber hielt fest, dass der Präsident immer hinter seinen Mitgliedern stehe und sich auch unangenehmen Themen stelle.

Das Reservoir Steig befindet sich in einem äusserst schlechten Zustand. Eine Sanierung rechnet sich nicht mehr. (Bilder: Martina Signer)

Das Reservoir Steig befindet sich in einem äusserst schlechten Zustand. Eine Sanierung rechnet sich nicht mehr. (Bilder: Martina Signer)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.