Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Reparieren ist auch Umweltschutz

Zum zweitenmal hat die Freizeitwerkstatt Uzwil am Samstag den Reparaturtag durchgeführt. Das Team hat keine Herausforderung gescheut und mit Kreativität und Fachwissen vieles instand stellen können.
Kathrin Meier-Gross
Julian mit seinem Audi-Cabrio, das er mit neugierigem Forscherdrang untersucht hat und das nun ein Fall für den Elektriker ist. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Julian mit seinem Audi-Cabrio, das er mit neugierigem Forscherdrang untersucht hat und das nun ein Fall für den Elektriker ist. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

UZWIL. «Hmm – was ist an dieser kleinen Photovoltaikanlage defekt?» Urs Thomi und Ruedi Müller begutachten das Teil, runzeln die Stirn und schrauben vorerst einmal die Pumpe auseinander. Die Anlage, welche den Strom für die Teichpumpe liefern soll, funktioniert nicht mehr. Dass Strom produziert wird, zeigt das Messgerät. Soll nun der Umrichter geöffnet werden? Die beiden Elektriker vertiefen sich in die Arbeit, hirnen über dem defekten Teil, beraten sich.

Zum Wegwerfen produziert

«Viele Geräte sind willentlich so konzipiert, dass sie nicht geflickt werden sollen», stellt Laurenz Wirt, Leiter der Werkstattkommission, fest. «Sie sind mit Spezialschrauben festgezurrt, die nicht mit handelsüblichen Schraubenziehern gelöst werden können. Was ganz im Sinne der Produzenten ist. Die wollen neue Waren verkaufen. Zum Teil werden uns auch Sachen von so schlechter Qualität gebracht, dass sich eine Reparatur kaum lohnt.» Glücklicherweise gibt es aber Männer und Frauen, die sich nicht davor scheuen, mit unkonventionellen Ideen Lösungen zu finden und die bei Bedarf zu Hause Ersatzteile holen. Wirth hat für den diesjährigen Reparaturtag ein gut zehnköpfiges Team zusammengestellt. Holz- und Metallfachleute, Elektriker, Textilfachfrauen und zwei Handyfreaks, die auch bei Computerproblemen helfen können.

Abfall verhindern

Flavio und Sascha, die sich hobbymässig mit Handy- und PC-Reparaturen befassen, haben an diesem Samstag einigen Besuchern aus der Klemme geholfen. Dank ihrer Erfahrung haben sie auf Softwarefehler hinweisen, Installationen vornehmen und Smartphones flicken können. «Wir lernen auch selber immer wieder dazu», sagt Sascha.

Lydia Blank hat eine Tischlampe gebracht. Die Seniorin ist gestürzt und hat den Leuchtkörper mitgerissen. Sepp Herrsche hat die Dame freundlich empfangen und an die entsprechenden Fachleute verwiesen. Diese haben die Lampe umgehend zusammengeleimt, so dass die glückliche Besitzerin das gute Stück wieder in Betrieb nehmen kann.

Keine Kleider zum Flicken

Mangels Aufträgen stricken und nähen Trix Bonetti und Elisabeth Andreoli für den eigenen Bedarf. «Ich habe meine Schülerinnen und Schüler wahrscheinlich zu gut nähen gelernt, darum bringt niemand Kleider zum Flicken», mutmasst Bonetti lachend. Interessiert beobachten Cédric und Romain Abächerli, wie Ruedi Müller den Stecker ihrer Lampe flickt. Bereits getestet haben sie ihr Rollbrett mit Velolenker, bei dem ein Rad angeschraubt werden musste.

Kabel beschädigt

Besonderes Aufsehen erregt eine Familie, die auf einem Transportgerät ein Kinderauto in die Freizeitwerkstatt schiebt. «Julian hat Autoelektriker gespielt und nun sind die Kabel beschädigt», schmunzelt der Vater in der Hoffnung auf fachkundige Unterstützung. Urs Thomi beginnt mit der Arbeit, während die Eltern entspannt Kaffee und Kuchen geniessen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.