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Rennpiste weicht Parkplatz: Modellauto-Club Oberbüren steht vor ungewisser Zukunft

Für den Modell-Offroad-Club Oberbüren war der Verkauf der Rennpiste Haslenring
schwer zu verkraften. Wie es für den rund 30-jährigen Club nun weitergehen soll, weiss noch niemand.
Joelle Ehrle

Traurig mutet der sonst so farbenfrohe Internetauftritt des Modell Offroad Club Oberbüren, auch MORC genannt, an. Auf der Homepage des Clubs ist ein farbloses Bild des ehemaligen Haslenring-Geländes mit der Aufschrift «R.I.P», Ruhe in Frieden, platziert. Darüber teilt der Verein mit einem Banner in Dauerschleife mit: «Das Grundstück des Haslenring wurde verkauft. Leider müssen wir die Piste Räumen. Vielen Dank an alle, die den MORC in den letzten Jahren unterstützt haben.»

Viel Herzblut investiert

Dass die Umstände in der Tat so düster sind, wie die Website annehmen lässt, bestätigt Marcel Meyer, Präsident des Clubs. «Es sieht für den Verein sehr schlecht aus», sagt er. Meyer ist seit rund fünf Jahren Präsident des Vereins, der rund 40 Mitglieder zählt, darunter 20 aktive. Er sagt, man habe in den 30 Jahren Ausgaben und Aufwände im Bereich von 100000 Franken getätigt. «Und natürlich auch viel Herzblut und Zeit in die Piste investiert.» Die permanente Rennpiste Haslenring war eine der wenigen in der Schweiz.

Und nun wird dort, wo sich einst selbstzusammengebaute Modellautos spektakuläre Rennen über hügeliges Gelände lieferten, ein Parkplatz für Personenwagen gebaut. Einen neuen, nahe gelegenen Standort zu finden, sei schwierig, zumal auch das Finanzielle stimmen müsste. «Die Mietpreise sind praktisch unbezahlbar», sagt Meyer.

Momentan fehle es zudem an Sponsoren, da man keine Möglichkeit mehr habe, Plakate aufzuhängen. Auch bereite der Mangel an Nachwuchs und fehlende Helfer Sorgen. Priorität für die Mitglieder habe aber zunächst, das Hobby weiterhin ausüben zu können. In Sitterdorf und Gloten habe es dafür flache «On Road»-Rennpisten, die man ab und zu benütze.

Auf Hallenautos umsteigen

«Wir überlegen uns nun, kleinere Autos anzuschaffen, die hallentauglich sind», sagt Meyer. Es handle sich dabei um Autos, die mit Elektrogetriebe funktionieren. «Aber das ist vorerst nur eine Idee, wir müssten dafür einen geeigneten Standort finden.» Konkret sei der MORC auf der Suche nach einem 200 bis 300 Quadratmeter grossen Raum. «Damit wir das Hobby Modellbau weiter als Verein betreiben zu können», sagt Meyer und fügt hinzu: «Wir danken für jede Unterstützung.»

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