Rekord zum Jubiläum mit 86 Teams

Die traditionelle Hulftegg-Stafette bleibt in der heutigen Form mit fünf verschiedenen Disziplinen eine Erfolgsgeschichte. Auch der Wechsel vom Sonntagmorgen auf den Samstag hat sich bewährt und könnte wieder einmal zur Anwendung gelangen.

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Immer spektakulär und attraktiv: Der Massenstart der Inliner. (Bilder: Urs Huwyler)

Immer spektakulär und attraktiv: Der Massenstart der Inliner. (Bilder: Urs Huwyler)

POLYSPORT. Die Hulftegg-Stafette in Mühlrüti ist sportlich und organisatorisch perfekt verlaufen «Wir dürfen rundum zufrieden sein. Ich hoffe, die Teilnehmer sind es auch», fasste OK-Präsidentin Nicole Widmer den Jubiläumsanlass kurz und bündig zusammen.

Wechsel erwies sich als richtig

Bei der 50. Austragung des Breitensportanlasses wurde mit 86 Teams (2014: 80) der erhoffte neue Rekord erzielt. Der wegen des Jubiläums vorgenommene (einmalige?) Wechsel vom Sonntagmorgen auf den Samstagabend erwies sich als richtig. Die Teilnehmer-Gesamtzahl nähert sich der 10 000er-Grenze. 2016 oder spätestens 2017 müsste im kleinen Dorf mit dem grossen Sportanlass ein nächster Meilenstein erreicht sein.

Speaker Donath Widmer wies bei seinem Rückblick vor der Siegerehrung auf einige Statistiken und Kuriositäten der letzten 50 Jahre hin. Unvergessen bleibt jener Afrikaner, der sich obwohl unterwegs verlaufen, trotzdem die Bestzeit erzielt hatte.

Für immer und ewig in den Annalen aufscheinen werden auch die vier mehr als rüstigen Hultegg-Gentlemens Maximilian Brand, Eduard Brand, Kurt Riechener und Franz Gisler, die schon beim ersten Mal (neun Mannschaften) mitrannten, fuhren und alle Streckenänderungen sowie Disziplinenwechsel überlebten. Einst hetzte das Quartett durch die hügelige Gegend, diesmal durften sie sich als Genusssportler feiern lassen.

Vorne ging jedoch die Post ab. In der Hauptklasse feierte der SC Reichenburg einen Start-Ziel-Sieg, verpasste aber den Rekord aus dem Jahre 2008. Aber der Vorsprung von über drei Minuten überraschte. Auch die Positionen zwei (SC Rigi), drei (LR Mosnang/Maurin Franck, Stefan Richle, Rolf Mischler, Michael Alborn, Christoph Walder) und vier (Hulftegg Selection/Silvano Veraguth, Kim Greuter, Noah Blöchlinger, Martin Egg, René Böhler) gingen an Mitfavoriten. Es ist durchaus denkbar, dass in 50 Jahren die vier Vereine weiterhin vorne mitmischen. Vielleicht nicht mehr in der gleichen Besetzung, aber mit den Jubiläumssiegern von 2015 als Pläuschler.

Traumberuf «Profisportler»

Ins Goldene Buch der polysportiven Stafette schaffte es diesmal auch die nachgemeldete Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Spirig. Die aus Südafrika zurückgekehrte Weltklasse-Athletin deklassierte die Konkurrenz nach dem morgendlichen Intervall-Schwimm- und Lauftraining. Nur vier Männer waren schneller. Auch der von Natur aus nicht langsame Armin Grob (2-Rad Gabathuler) blieb knapp hinter Nicola Spirig, die ganz Profi, die gesamte Strecke zuerst ablief. Ihre Micarna-Teamkollegin Jolanda Neff hätte mit dem Bike und Strassenvelo eine Pause einschalten können und wäre bei den Frauen trotzdem Bestzeit gefahren. Es dürfte einige Zeit dauern, bis ihre Bestmarken geknackt werden. Die Nummer eins der Welt hatte zu jenem Zeitpunkt bereits drei Stunden mit Ralph Näf im Gegenwind trainiert. Er bestritt als Vorbereitung auf das Rennen am Sonntag in Gossau das Strassen-Teilstück mit dem Bike und fuhr mit Jolanda Neff wieder nach Hause. Nicht alle Hobbysportler wollten bei diesem Programm vom Traumberuf «Profisportler» sprechen. (tt)

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