Reise zu Kunst und Kultur

Der Johanneschor Niederhelfenschwil erlebte eine aussergewöhnliche Vereinsreise Die Vereinsreise 2012 führte den Johanneschor Niederhelfenschwil ins Land der Hohenzollern.

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Der Johanneschor Niederhelfenschwil erlebte eine aussergewöhnliche Vereinsreise

Die Vereinsreise 2012 führte den Johanneschor Niederhelfenschwil ins Land der Hohenzollern. Früh am Morgen starteten die Sängerinnen und Sänger bei bedecktem Himmel Richtung Westen und genossen den ersten Kaffeehalt in Felsenau. Kurzes Auftanken am Rheinufer und weiter führte Chauffeur Max die Gesellschaft an die Talstation des Schweizer «Belchen».

Neblige Aussicht

Hinein in die Gondelbahn, aber oje – auf dem Berg erwartete die Reisenden keine traumhafte Aussicht, sondern stockdicker Nebel und heftige Windböen. Nur wenige nutzten die Zeit für eine kleine Wanderung, wo sich der Nebel für einen kurzen Blick in die Tiefe öffnete. Dafür gab es im historischen Belchenhaus Kaffee und feinen Kuchen. Die drei «Belchen» in Frankreich, Deutschland und der Schweiz dienten den Kelten als Fixpunkte für den Jahreskreis. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichte die Gesellschaft das historische Landgasthaus Linde in Münstertal. Ein schmackhaftes Mittagessen und aufgestelltes Personal verwöhnten die Schar. Nach gut zwei Stunden gelangte man bei der Dorotheen-Glashütte in Wolfach an. Nicht nur die Frauen, auch die Männer bestaunten die Glasbläserei und die exklusiven, mundgeblasenen Schmuck- und Gebrauchsgegenstände, fast jedes ein Unikat. Einige wagten sich sogar an das Blasen einer eigenen Vase.

Ehrenmitgliedschaft verliehen

Die letzte Strecke führte in die grosse Kreisstadt Balingen am Rande der Schwäbischen Alb. Der 40 000 Einwohner zählende Ort gilt als grösste Waage-Stadt Europas. Sie bietet sehr interessante Bauten und Museen, als markante Wahrzeichen das Zollernschloss und die Stadtkirche. Bei gemütlichem Zusammensein genossen alle den Abend, in dessen Verlauf der nimmermüden Kassierin Monika Weber die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde. Am Sonntagmorgen klangen die Melodien der Turmbläser in die Gassen der Stadt. Das Ziel des Chores war die Zisterzienserabtei Bebenhausen bei Tübingen.

Beeindruckende Burg

Unter dem Schutz der hoch oben thronenden, majestätischen Burg Hohenzollern erreichte man nach kurzer Fahrt die eindrücklichen Anlagen. Ein teilweise dreifacher Mauergürtel umgibt die Gebäude, die immer noch den Geist der zisterziensischen Raumaufteilung widerspiegeln. Dies gilt besonders für den Bereich um den spätgotischen Kreuzgang mit Kirche, Dorment (Schlafraum), Refektorium (Speisesaal), Kapitelsaal, Parlatorium und Bruderhalle. Die Weihe der spätromanischen Klosterkirche, von der nur noch der östliche Teil steht, datiert ins Jahr 1228. Spontan sangen die Sängerinnen und Sänger «Dona nobis pacem», das wunderschön durch den akustisch ausgezeichneten Raum klang.

Einkauf und Rückreise

Schon ging es langsam wieder heimwärts. Ein Fixpunkt am Sonntag war der Töpfermarkt in Überlingen, wo vor allem die Frauen den speziellen Angeboten nicht widerstehen konnten. Vor dem Dessert-Halt besichtigte der Chor die imposante Wallfahrtskirche Birnau. Der weit herum sichtbare Barock- und Rokoko-Bau steht am nördlichen Bodenseeufer mitten in den Weinbergen und ist der Gottesmutter Maria geweiht. Beladen mit vielen Eindrücken und erfüllt von zwei fröhlichen unbeschwerten Tagen, kehrten die Sänger heim nach Zuckenriet und Niederhelfenschwil. Vroni Krucker