Reise in die Romandie bringt zwei Punkte: Beim Tischtennisclub Wil wechseln sich Sieg und Niederlage weiter ab

Nach einem 5:2-Erfolg gegen Meyrin verlor der TTC Wil mit 4:5 bei Leader Lancy. Starke Leistungen zeigten Teamcaptain Elia Schmid und Pekka Pelz, der sein Début für die Wiler gab.

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Elia Schmid zeigte nach seiner ersten Saisonniederlage im Einzel die richtige Reaktion. Dennoch zogen die Wiler den Kürzeren gegen Lancy.

Elia Schmid zeigte nach seiner ersten Saisonniederlage im Einzel die richtige Reaktion. Dennoch zogen die Wiler den Kürzeren gegen Lancy.

Bild: Daniel Dorrer

(sbr/tm) Der Tischtennisclub Wil trat erstmals in Bestbesetzung an: Während Teamcaptain Elia Schmid und Christian Hotz ihre dritte und vierte NLA-Runde dieser Saison bestritten, gab Pekka Pelz sein lang ersehntes Début für den TTC Wil. Der Deutsche hatte den Saisonstart verpasst, weil er nach der Einreise in die Schweiz in Quarantäne musste. Die Spieler, die ihn ersetzten, kämpften zwar wacker, doch die Qualitäten von Pelz wurden schmerzlich vermisst.

Wie wichtig der 20-Jährige für die Wiler werden könnte, bewies er bei den beiden Auswärtsspielen in der Westschweiz mit vier Siegen in fünf Einzelpartien. Hinzu kommt: Da nach den verschärften Coronamassnahmen aufs Doppel in der NLA verzichtet wird, sind drei starke Einzelspieler zentral.

Souveräner Schmid führt Wil zum zweiten Saisonsieg

Ins erste Auswärtsspiel gegen Meyrin starteten die Wiler überzeugend: Nach der ersten Runde lagen sie dank Erfolgen von Pelz und Schmid mit 2:1 in Führung. In den nächsten drei Einzelpartien wiederholte sich das Spiel, womit die Gäste den Vorsprung auf 4:2 ausbauten.

Statt dem Doppel folgte nun bereits die dritte Einzelrunde. Da es neu nur noch neun statt zehn Spiele pro Begegnung gibt, braucht es für einen Erfolg fünf statt sechs einzelne Siege. Die Wiler mussten also noch eine der letzten drei Einzelpartien gewinnen. Schmid löste die Aufgabe mit Bravour: In vier Sätzen gegen den tiefer klassierten Chaitanya Vepa entschied er auch sein drittes Spiel souverän für sich und sicherte den Gästen damit den zweiten Saisonsieg und die zwei Punkte.

Aufholjagd gegen Lancy bleibt unbelohnt

Gegen Spitzenreiter Lancy starteten Pelz und Schmid mit je einem 3:1 erneut siegreich in die Partie. Nur Christian Hotz musste eine 1:3-Niederlage gegen den höher klassierten Michel Martinez einstecken. In der zweiten Runde lief es gar nicht mehr nach Plan: Alle Wiler verloren ihre Partie, was für Schmid und Pelz die erste Niederlage in der zweiten NLA-Doppelrunde bedeutete und für den TTC Wil den 2:4-Rückstand.

Für einen Sieg hätten nun alle drei Wiler ihr letztes Einzel gewinnen müssen. Schmid und Pelz erfüllten ihre Pflicht, so dass es zwischen Hotz und Yoan Rebetez zum Entscheidungsspiel kam. Doch er musste sich in drei Sätzen geschlagen geben. Im zweiten Durchgang konnte er zwei Satzbälle nicht verwerten. Damit hat der TTC Wil trotz einer guten Leistung mit 4:5 knapp den Kürzeren gezogen.

Spiele von Lugano verschoben, Luzern nimmt Forfaitniederlagen in Kauf

Mit zwei Punkten, einem Sieg und einer Niederlage in der zweiten NLA-Doppelrunde sind die Wiler vom vierten auf dritten Rang vorgestossen. Doch sie haben auch davon profitiert, dass Lugano am Wochenende wegen Coronaverdachtsfällen nicht spielen konnte und seine beiden Spiele gegen Muttenz und La Chaux-de-Fonds verschoben wurden.

Luzern verzichtete freiwillig auf seine beiden Partien gegen La Chaux-de-Fonds und Muttenz, was zwei Forfaitniederlagen zur Folge hatte. Dies hatten die Innerschweizer in Kauf genommen, wie sie auf ihrer Facebookseite mitteilten: «Wir teilen die Meinung von Swiss Table Tennis und der Nationalliga nicht, dass die NLA als einzige Tischtennisliga in diesen Zeiten spielen sollte. Es ist in der Schweiz mit Top-Infektionsraten gerade nicht die Zeit für unnötigen internationalen Austausch.»

3./4. NLA-Runde
Meyrin –Wil 2:5. Lancy – Wil 5:4. Lancy – Neuhausen 5:3. Meyrin – Neuhausen 0:5. Forfait: La Chaux-de-Fonds – Luzern 6:0. Muttenz – Luzern 6:0. Verschoben (Coronaverdachtsfälle bei Lugano): Muttenz – Lugano. La Chaux-de-Fonds – Lugano. – Tabelle: 1. Lancy 4/8 (22:12). 2. La Chaux-de-Fonds 3/5 (17:9). 3. Wil 4/4 (19:16). 4. Neuhausen 4/4 (18:15). 5. Muttenz 3/3 (14:11). 6. Lugano 2/2 (9:6). 7. Meyrin 4/1 (7:21). 8. Luzern 4/1 (7:23).