Reise durch gezeichnete Welten

Vom 7. November bis 13. Dezember bringt die Galerie Fafou erstmals seit ihrem Bestehen den Besuchern die vielfältige und spannende Welt der Comics und Illustrationen näher.

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Sarah Gasser, Zéa Schaad, Daniel Bosshart, Samuel Jordi, Nadine Bösch, Gabriela Maier, Jan Zablonier (v.l.) (Bild: pd)

Sarah Gasser, Zéa Schaad, Daniel Bosshart, Samuel Jordi, Nadine Bösch, Gabriela Maier, Jan Zablonier (v.l.) (Bild: pd)

OBERUZWIL. In der Ausstellung «Gezeichnete Welten» treffen 13 Comic-Künstlerinnen und -künstler aufeinander und geben mit ihrem Schaffen Einblick in die «Neunte Kunst». Die Zeichnerinnen und Zeichner aus der Umgebung von St. Gallen und Winterthur zeigen auf, dass Comics längst nicht nur Geschichten von Asterix, Micky Maus und Superman erzählen. Es werden sogar Arbeiten gezeigt, die ihre Inspiration aus der Bildsprache des Comics entlehnen und daraus Objektkunst entstehen lassen, wie das bei den Arbeiten von Gabriela Maier der Fall ist. 2014 hat sich durch das Projekt «Winterthurer stattPlan» eine Gruppe von Winterthurer Comiczeichnerinnen und -zeichnern gefunden, die sich im Verein Comic Panel Winterthur organisierten. Das Projekt wird in der Ausstellung vorgestellt, und die daran beteiligten Zeichner Samuel Jordi, Nadine Bösch, Daniel Bosshart, Zéa Schaad, Sarah Gasser, Jan Zablonier und Gabriela Maier zeigen Facetten ihres Schaffens. Dabei sind auch Nina Mischler, Beni Merk, Jonathan Németh und Michael Bober. Felix Schaad, Karikaturist des «Tages Anzeiger», reiste im Auftrag der «Médecins sans Frontières» nach Sierra Leone. Er arbeitete dort im Ebola-Behandlungszentrum in Freetown und schuf einen Reportage-Comic. Rina Jost zeigt einen solchen mit Erlebnissen einer Reise entlang der transsibirischen und der transmongolischen Eisenbahnstrecke. Sarah Gasser arbeitet mit Papier und schafft Kreaturen aus der Pflanzenwelt. Mit Papier hat sie bereits diverse Animationsfilme realisiert.

An der Vernissage vom 7. November, 19 Uhr, überrascht eine szenische Comic-Lesung von und mit Beni Merk sowie weiteren Gästen. Diese Geschichte ist im Rahmen des 24h-Comic-Anlasses 2014 in Winterthur entstanden, wo es galt, einen 24seitigen Comic innerhalb von 24 Stunden zu zeichnen. (pd)