Reif für die Liparischen Inseln

Vor zwanzig Jahren war Margrit Städler erstmals auf den Liparischen Inseln. Die Ruhe, die intensiven Farben, die Natur – kurzum, die sieben Inseln haben die Oberstetterin begeistert. Und diese Begeisterung hat sie nicht mehr losgelassen.

Zita Meienhofer
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Bei Margrit Städler zu Hause in Oberstetten ist ein Hauch Lipari zu finden – dank Blumengefässen sowie Tellern und Tassen. (Bild: zi.)

Bei Margrit Städler zu Hause in Oberstetten ist ein Hauch Lipari zu finden – dank Blumengefässen sowie Tellern und Tassen. (Bild: zi.)

OBERSTETTEN. «Italien ohne Sizilien macht kein Bild in der Seele; hier ist der Schlüssel zu allem.» Diesem Satz von Johann Wolfgang von Goethe fügte Margrit Städler hinzu: «…und das Herz von Sizilien ist nur mit den Liparischen Inseln vollkommen». Dieses Herz hat Margrit Städler vor rund zwanzig Jahren entdeckt. Damals nahm sich die Bäuerin und Mutter von fünf Kindern eine Auszeit und verbrachte eine Woche alleine auf den Inseln nahe Siziliens. Sie kehrte verzaubert zurück, und dieser Zauber hat bis heute nicht losgelassen. «Ich habe mich damals in diese Inseln verliebt», sagt sie heute. Sie habe sich sehr wohl gefühlt und konnte sich ausserordentlich gut erholen. Immer wieder kehrte Margrit Städler – auch mit ihrem Mann und ihrer Familie – auf die Liparischen Inseln zurück. Jedes Mal war sie erneut fasziniert von den Farben, dem Geruch und dem Licht dieser Inseln, aber auch von den Menschen. Sie kennt den Taxichauffeur Alessandro von Lipari ebenso gut wie etliche hervorragende Köchinnen.

Nun ist Margrit Städler 60 Jahre geworden, die Kinder haben ihre eigenen Familien, der Hof ging an den Sohn. Die Liebe zu den Liparischen Inseln ist geblieben. Eine Liebe, die sie an Frauen weitergeben möchte. Deshalb kam ihr die Idee, Ferien für Frauen auf den Liparischen Inseln zu organisieren. Während acht oder zehn Tagen besteht die Möglichkeit, sich mit Wanderungen, dem Baden im Meer oder im Vulkanschlamm zu entspannen und zu erholen. In den vergangenen fünf Jahren hat die Oberstetterin bereits einige Frauengruppen nach Italien geführt. Die Besonderheit am Angebot von Margrit Städler ist der Kontakt zu den Einheimischen sowie ihre hervorragenden Kenntnisse. So wird nicht nur jeden Tag am Tisch einer einheimischen Bäuerin gegessen, sie weiss auch, wo wann welche Frucht oder welche Blume blüht.

Ferien für Frauen

Dass sie nun zur Reiseleiterin geworden ist, das ist kein langgehegter Traum von Margrit Städler. Sie habe immer Kinder haben und Mutter werden wollen. Auf dem Buechhof in Oberstetten fühlte sich die gebürtige Kaltbrunnerin sehr wohl – und das tut sie auch heute noch. Die Veränderungen in der Familie schafften ihr jedoch Freiräume, die sie auf die Idee brachten, Ferien für Frauen auf den Liparischen Inseln anzubieten. So hat sie ein Internetportal geschaffen, schön gestaltete Prospekte liegen bereit, und der Umgang mit dem Computer musste auch vorerst erlernt werden.

Nächste Reise ist geplant

In etwas mehr als einem Monat, am 26. April, ist es wieder so weit. Mit maximal neun Frauen – mindestens fünf – fliegt sie nach Catania, nimmt den Bus nach Milazzo und anschliessend geht's mit dem Tragflügelboot nach Lipari. Dort wandern die Frauen durch Oliven- Orangen-, Feigen oder Affenbrotbäumen zu antiken Siedlungen, geniessen die Schönheiten der Natur, beobachten die Delphine oder besuchen eine der anderen Inseln. Unterkunft bietet den Frauen die Grotta del Saraceno, wunderschön gelegen samt Pool. Die Rückreise führt über Neapel (mit dem Schiff) zurück in die Schweiz. Noch hat Margrit Städler einige Plätze frei und würde gerne die Frauen gerne an den Ort entführen, «wo sie sich erholen und frei sein können».

www.reiffuerdieinsel.ch Margrit Städler, Oberstetten 071 923 57 18

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