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REGULIERUNG: Cannabis-Pilotprojekt wird zum Thema in Wil

Wird die Stadt zur Pionierin in Sachen Drogenpolitik? Genau das fordert die Juso und erhält dafür Zuspruch von der Mutterpartei. Die Antworten darauf, was die Teilnahme an einer Cannabisstudie bedeuten würde.
Gianni Amstutz
Im Rahmen einer Studie könnte Cannabis vielleicht bald legal erworben werden. (Bild: Susann Basler)

Im Rahmen einer Studie könnte Cannabis vielleicht bald legal erworben werden. (Bild: Susann Basler)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Die SP Wil prüft auf Antrag der Juso eine Teilnahme an einem Cannabis-Pilotprojekt. Vorbild ist eine wissenschaftliche Studie der Universität Bern. Die Parteimitglieder haben sich in der vergangenen Woche fast einstimmig dafür ausgesprochen. Gut möglich also, dass die Fraktion demnächst einen parlamentarischen Vorstoss zum Thema einreichen wird. Doch um was geht es beim Berner Cannabis-Projekt? Und ist eine Beteiligung der Stadt Wil an der Berner Studie überhaupt möglich, selbst wenn die Entscheidung des Stadtparlaments über eine allfällige Teilnahme erst nach Studienbeginn fallen würde? Die «Wiler Zeitung» beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was will die Berner Studie untersuchen und mit welchem Ziel?

Die Studie will herausfinden, wie sich ein regulierter Cannabisverkauf auf die Gesellschaft, also beispielsweise das Konsumverhalten und den Schwarzmarkt auswirkt. Die Ergebnisse sollen den politischen Entscheidungsträgern als Grundlage für eine Debatte über die gesetzliche Regulierung von Cannabis dienen.

Hat das Berner Forschungsprojekt bereits gestartet?

Nein, das Bundesamt für Gesundheit erteilte der Studie aufgrund der fehlenden Rechtsgrundlage keine Bewilligung. Der Ständerat hiess in der Frühlingssession aber eine Motion gut, welche Cannabisstudien ermöglichen würde. Nun geht das Geschäft an den Nationalrat.

Würde bei einer Teilnahme an der Studie Cannabis in Wil legal und wäre es für jeden erhältlich?

Nein, denn eine Legalisierung bezeichnet die Aufhebung eines Verbots. Dies kann nur mittels einer Gesetzesänderung beschlossen werden. Bei der Studie geht es hingegen um eine regulierte Abgabe zu wissenschaftlichen Zwecken. Nur erwachsene Personen, die sich registrieren lassen, könnten an der Studie teilnehmen. Zudem müssten diese bereits Cannabis konsumieren, mindestens einmal pro Monat für mindestens sechs Monate vor Studienbeginn. Dies würde vorgängig mittels einer Haarprobe analysiert.

Erhielten die Studienteilnehmer das Cannabis gratis?

Nein, sie müssten dafür bezahlen. Die Studienleitung orientiert sich dabei am Schwarzmarktpreis. Damit soll verhindert werden, dass der Studienhanf weiterverkauft wird, wenn er zu günstig ist oder Personen aufgrund eines zu hohen Preises von der Teilnahme absehen.

Wäre es für die Stadt Wil möglich, sich der Berner Studie anzuschliessen?

Das ist denkbar. Städte wie Zürich, Basel und Luzern haben bereits Interesse an einer Teilnahme signalisiert. Sven Trelle, Co-Direktor des Klinischen Studienzentrums der Universität Bern, welche das Projekt durchführt, bestätigt, dass sich die Ausdehnung auf weitere Städte prüfen liesse. Dies hänge auch von der Formulierung des Experimentierartikels ab, über den der Nationalrat noch befinden muss. Grundsätzlich sei der Einstieg nach Studienbeginn noch möglich. Die ursprüngliche Planung des Projekts habe tatsächlich vorgesehen, in Bern zu starten und dann nach drei bis sechs Monaten in anderen Städten weitere Pilotversuche zu beginnen.

Wäre es auch denkbar, dass die Stadt Wil ein eigenes Projekt mit derselben Fragestellung lanciert?

Ja, wie Sven Trelle bestätigt, wäre ein solches Szenario ebenfalls möglich. Einziges Kriterium hierbei wäre, dass die Daten bei Studienabschluss zusammen analysiert werden könnten. Dann sei eine solche Beteiligung mit einem eigenen Projekt sinnvoll, da durch die grössere Anzahl Teilnehmer ein aussagekräftigeres Ergebnis zu erwarten wäre.

Hinweis

Quelle: www.script-studie.ch

<strong><span style="font-style: italic;">Pro und Contra: Die Redaktion der &quot;Wiler Zeitung&quot; diskutiert über die Cannabislegalisierung.</span></strong>

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