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"Regionalspitäler arbeiten
günstiger als Zentrumsspitäler"

Die Sozialdemokraten wenden sich gegen die Spitalschliessungen, die gegenwärtig wieder Thema sind. Deren Präsident, Max Lemmenmeier, tourte deshalb quer durch den Kanton. Am Freitag referierte er am Spitalstandort Flawil.
Richard Clavadetscher
SP-Kantonalpräsident Max Lemmenmeier referierte unter anderem in Flawil (Bild: PD)

SP-Kantonalpräsident Max Lemmenmeier referierte unter anderem in Flawil (Bild: PD)

Am Anfang stand Grabs. Dann ging es nach Uznach und Wattwil. Am Freitagabend fuhr Max Lemmenmeier nun in Flawil vor. Eine wichtige Station, zählt die Gemeinde doch – nebst Wattwil, Rorschach, Altstätten und Walenstadt – zu jenen Spitalstandorten, deren Zukunft gemäss einem Grobkonzept zur Diskussion steht. Diese Woche werden SP-Vertreter noch in Walenstadt, St. Gallen, Rorschach, Altstätten und Wil referieren: über die st.-gallische Spitalstrategie und Wege, die zu einer Stärkung der Regionalspitäler führen könnten.

Die SP des Kantons St. Gallen tourt mitten im Sommer durch den Kanton und wirbt für die geltende Spitalstrategie und gegen ein Grobkonzept, das Spitalschliessungen zur Diskussion stellt. Sind Sie in Panik?

Nein, wir sind nicht in Panik, ganz im Gegenteil. Wir sind sehr gut aufgestellt und wollen der Bevölkerung erklären, dass es bei der Spitalversorgung auch andere Wege gibt als jene, die dieses Grobkonzept aufzeigt.

Ist es denn schlecht, in der heutigen Zeit, in der man mobil ist, eine Spitalversorgung von dazumal zu verschlanken?

Es ist keine Spitalversorgung von anno dazumal, sondern eine gute und absolut patientennahe Grundversorgung. Diese Grundversorgung ist zudem im interkantonalen Vergleich sehr kostengünstig. Deshalb stehen wir zu der Spitalstrategie, wie sie heute besteht und weiterentwickelt werden kann.

Sie werfen dem Grobkonzept vor, lediglich eine ökonomische Sicht zu haben. Was ist denn daran falsch? Es geht doch am Ende ums Geld.

Das ist richtig, es geht ums Geld. Es geht aber vor allem um die Belastung des Kantons sowie um die Belastung des Prämienzahlers. Es zeigt sich, dass Regionalspitäler kostengünstiger arbeiten als Zentrumsspitäler. Deshalb würde mit Spitalschliessungen nicht etwa Geld gespart, sie würden vielmehr zu einer Erhöhung der Prämien führen und den Kanton finanziell zusätzlich belasten. Beides wollen wir verhindern.

Man könnte auch sagen: Logisch, dass die Sozialdemokraten für das Bisherige einstehen, denn schliesslich ist die Gesundheitsdirektorin des Kantons in ihrer Partei

Es ist richtig: Die Gesundheitsdirektorin, Regierungsrätin Heidi Hanselmann, ist in unserer Partei. Zur Spitalstrategie ist darüber hinaus jedoch zu sagen, dass sie mehrfach bestätigt worden ist. Und sie ist zudem durch das Volk legitimiert – letztmals 2014 in einer Volksabstimmung. Damals sprachen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons mit grossem Mehr dafür aus, dass 800 Millionen Franken in die Spitäler investiert werden.

Sie machten eben in Flawil halt. Welche Botschaft haben Sie denn für die Flawiler?

Für die Flawiler haben wir die Botschaft, dass wir hinter ihrem Spital stehen, dass wir dieses Spital als gute Versorgungsinstitution sehen. Es ist ein qualitativ hochstehendes Spital, das mit dem Zentrumsspital in St. Gallen sinnvoll verknüpft ist. Diese Botschaft deckt sich mit jener an die Wiler und Wattwiler? Richtig! Wir stehen auch hinter dem Spital Wil und jenem von Wattwil. Wir stehen hinter den bisherigen Spitalverbünden. Sie haben gute Voraussetzungen, um die qualitativ hochstehende Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Und das tun sie auch.

Wir haben nun das Grobkonzept, das in Varianten Spitalschliessungen vorschlägt. Und nun?


Nun wird dieses Grobkonzept durch einen Lenkungsausschuss der Regierung geprüft und bewertet. Ich nehme an, daraus wird dann eine Vorlage an den Kantonsrat entstehen. Am Schluss wird das Volk an der Urne darüber zu befinden haben. Wir jedenfalls würden dies sehr begrüssen.

Die SP des Kantons St. Gallen ist also zuversichtlich, eine solche Volksabstimmung gewinnen zu können?

Ja, wir sind diesbezüglich zuversichtlich. Mit Korrekturen der Rahmenbedingungen für die Spitäler ist es nicht nur möglich, sondern auch durchaus sinnvoll, die bisherigen Spitäler zu erhalten und die aktuelle Strategie weiterzuverfolgen.

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