REGIONALFUSSBALL
Wie die Vereine aus dem Toggenburg und der Region Wil das Training auf dem Rasen aufgenommen haben

Nach der Öffnung der Sportanlagen zum Monatsbeginn dürfen die lokalen Fussballteams wieder trainieren – die meisten davon aber vorerst nur in Gruppen. Diese Zeitung hat bei den Trainern von Uzwil, Bazenheid, Wil U20 (alle 2. Liga interregional) und Wattwil Bunt (2. Liga regional) nachgefragt, wie sie das umsetzen.

Tim Frei, Beat Lanzendorfer
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Endlich wieder auf dem Rasen nach einer Pause von vier Monaten: Silvan Düring (am Ball) empfängt im Training des FC Uzwil einen Pass von Michel Lanker (links), im Hintergrund Zoltan Farkas.

Endlich wieder auf dem Rasen nach einer Pause von vier Monaten: Silvan Düring (am Ball) empfängt im Training des FC Uzwil einen Pass von Michel Lanker (links), im Hintergrund Zoltan Farkas.

Bild: Tim Frei (Henau, 3. März 2021)

Die Fussballer dürfen seit Anfang März wieder auf dem Rasen trainieren, jedoch unter Auflagen: in Gruppen von maximal 15 Personen, ohne Körperkontakt und stets mit einem Abstand von 1,5 Metern. Kann dieser nicht eingehalten werden, herrscht Maskenpflicht. Trotzdem zeigen sich die Trainer glücklich darüber, dass sie überhaupt wieder auf den Platz dürfen.

FC Uzwil: Trainings in zwei Zehnergruppen

Armando Müller, Trainer FC Uzwil.

Armando Müller, Trainer FC Uzwil.

Bild: PD

Auf diesen Moment hat der FC Uzwil wie manch anderer Amateurverein sehnsüchtig gewartet: Am vergangenen Mittwochabend ging es für die erste Mannschaft nach einer Pause von vier Monaten endlich wieder los mit Einheiten auf dem Sportplatz Rüti. Trainiert wird seither in zwei Zehnergruppen auf unterschiedlichen Plätzen. In der einen wird Kondition gebüffelt, in der anderen wird mit dem Ball an der Technik gearbeitet. Anschliessend wird gewechselt. Um eine Durchmischung zwischen den stets gleichbleibenden Gruppen zu verhindern, beginnt die eine 15 Minuten früher als die andere. Trainiert wird drei Mal wöchentlich.

Viele lachende Gesichter auf dem Platz: Es ist unschwer zu erkennen, dass die Freude der Spieler gross ist, sich wieder zu sehen und auf dem Platz zu stehen. Gleich sieht es Trainer und Sportchef Armando Müller, doch er sagt auch: «Wir hoffen auf weitere Lockerungen ab 22. März, damit wir bald wieder als Mannschaft trainieren können und auch Spiele wieder möglich sind.»

FC Bazenheid: Fussballtrainings auf dem Wiler Kunstrasen

Raffael Spescha, Trainer FC Bazenheid.

Raffael Spescha, Trainer FC Bazenheid.

Bild: Beat Lanzendorfer

«Es macht Spass endlich wieder einmal Fussballluft einatmen zu dürfen», zeigt sich Bazenheid-Trainer Raffael Spescha überglücklich. Ihm ist allerdings auch bewusst, dass die Trainings in einem anderen Rahmen als üblich durchgeführt werden können. Die technischen Komponenten mit Ball, aber ohne Körperkontakt, dürften im Vordergrund stehen.

Weil der heimische Ifang noch nicht die Betriebstemperatur erreicht hat, was übrigens jedes Jahr um diese Zeit der Fall ist, weicht das Team aus der 2. Liga interregional auf den Wiler Kunstrasen aus. «Wir können die Infrastruktur am Mittwoch- und Freitagabend nutzen», erklärt Spescha weiter. Am Montagabend werde dann jeweils unter Anleitung eines Physiotherapeuten an der Kraft, der Stabilität und der Ausdauer gearbeitet.

FC Wil U20: Mannschaftstrainings sind altersbedingt bereits möglich

Fabinho, Trainer FC Wil U20.

Fabinho, Trainer FC Wil U20.

Bild: PD

Für die zweite Mannschaft des FC Wil ist die Ausgangslage etwas anders: Seit vergangenem Montag kann die Wiler U20 Mannschaftstrainings durchführen. Dies, weil seit März für Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren Einheiten im Freien und in Innenräumen ohne Einschränkungen möglich sind. Trainiert wird vier Mal pro Woche, wobei Coach Fabinho den Fokus auf Technik und Taktik legt:

«Die Kondition kommt automatisch durch die Trainings.»

Dem 45-Jährigen ist es wichtig, mit seinen Spielern vorsichtig zu starten, um das Verletzungsrisiko so klein wie möglich zu halten: «Wir hatten so lange kein Mannschaftstraining, zudem wissen wir noch nicht, wann die Meisterschaft wieder aufgenommen wird. Es geht nun darum, die Freude am Fussball wieder zu entdecken – aufgrund des Trainings- und Wettkampfverbots ging sie etwas verloren.»

Wattwil Bunt: Läuft alles nach Plan, erfolgt der Restart am 24. April gegen Frauenfeld

Jan Rüeger, Trainer FC Wattwil Bunt.

Jan Rüeger, Trainer FC Wattwil Bunt.

Bild: Beat Lanzendorfer

Die Spieler des Toggenburger 2.-Liga-Teams trafen sich am Dienstag erstmals wieder auf der Schomatten zu einem gemeinsamen Training auf dem Platz. «Wir haben einige Spieler im Kader, die vom Jahrgang ein Vollprogramm, also mit Körperkontakt, absolvieren könnten», erklärt Trainer Jan Rüeger. Sie werde er sicher etwas mehr beschäftigen. Bei den anderen stehen Ball- und Passübungen sowie die taktische Schulung im Vordergrund. Trotzdem hütet sich Rüeger davor, die verordneten Massnahmen zu kritisieren.

«Nachdem wir uns in den vergangenen zwei Monaten mit Laufeinheiten in Fünfergruppen beschäftigten, ist es doch schön, dass wir wieder Gras schnuppern dürfen.»

Trainiert werde in der Vorbereitung dreimal wöchentlich. Sollte der anvisierte Fahrplan eingehalten werden können, beginnen die Wattwiler die Frühjahrsrunde am 24. April mit dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Frauenfeld. Die verbleibenden 13 Runden in der 2. Liga regional, in der auch der SC Bronschofen, der FC Sirnach und Uzwil II spielen, würden innert zweier Monate durchgezogen, was nur möglich ist, weil der Verband drei Wochentagsrunden angesetzt hat.

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