Regionalfussball
Nach langem Kampf: Der FFC Uzwil geht im Cup gegen die Frauen des FC Zürich mit 1:8 unter

Am Samstagabend kam es zum Cup-Highlight für den Frauenfussballklub Uzwil. Der Rekordmeister FC Zürich gastierte für das Sechzehntelfinale des Schweizer Cups auf der Rüti in Henau. Uzwil hielt lange beherzt dagegen, musste sich dann aber doch deutlich geschlagen geben.

Lukas Tanno
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Obwohl man hart gekämpft hat, muss Larissa Baumann (in Gelb) und der FFC Uzwil gegen die Frauen des FCZ eine Klatsche in Kauf nehmen.

Obwohl man hart gekämpft hat, muss Larissa Baumann (in Gelb) und der FFC Uzwil gegen die Frauen des FCZ eine Klatsche in Kauf nehmen.

Bild: Ralph Ribi

Für Uzwil-Trainer Andy Jurt war es wichtig, dass sein Team das Spiel gegen den FC Zürich aus der Women’s Super League geniessen konnte. Es ist nicht alltäglich, dass man als 2.-Liga-Team im Cup gegen den mehrfachen Schweizer Meister und Cupsieger spielt. Zusätzlich wollte Uzwil so lange wie möglich mit dem FCZ mithalten und sein Spiel durchziehen. Ein Resultat als Ziel wurde nicht gesteckt.

Dass man als Underdog ins Spiel ging, war klar. Die Zürcherinnen nahmen auch sofort das Spieldiktat in die Hand und spielten fast nur in der gegnerischen Hälfte. Rund zehn Minuten konnte sich Uzwil dagegenstemmen, doch dann fiel der erste Treffer für den FCZ. Rahel Moser traf nach einem Eckball per Kopf.

Starke erste Halbzeit des FFC Uzwil

Weitere zehn Minuten später musste Uzwil-Torhüterin Laura Egli erneut hinter sich greifen. Eine Flanke von der rechten Seite konnte FCZ-Captain Fabienne Humm zum 2:0 verwerten. Dann fasste sich der FFC Uzwil aber und musste in der ersten Halbzeit keine Tore mehr hinnehmen. Nur 0:2 im Rückstand nach 45 Minuten. Dazu sagt Trainer Andy Jurt:

«Mit der ersten Hälfte können wir sehr zufrieden sein. Wir haben Zürich spielerisch in Schach halten können und uns nur von hohen Bällen geschlagen geben müssen. Das ist aber auch nicht verwunderlich, die Zürcherinnen sind zwei Köpfe grösser als wir.»

Kurz nach der Pause kam es dann zum Highlight des Abends für die Uzwilerinnen. In der 46. Minute war es Stürmerin Clarissa Jung, welche eine Unkonzentriertheit in der Zürcher Verteidigung ausnutzen konnte. Mit ihrem Tor schoss sie den Anschlusstreffer zum 1:2. Uzwil schöpfte wieder ein wenig Hoffnung.

Nach 70 Minuten keine Ausdauer mehr gehabt

15 Minuten konnte man weiter gut verteidigen und das Team von Andy Jurt versuchte mit langen Bällen nach vorne zu kontern. In der 58. Minute musste man aber ein weiteres Tor nach einem Eckball hinnehmen. Laura Vetterlein liess Torhüterin Laura Egli keine Chance. Und nur zwei Minuten später erzielte Fabienne Humm ihr zweites Tor an dem Abend.

Jurt fand aber, dass sein Team die Aufgabe gut gemeistert hat: «Wir haben 60 bis 70 Minuten gut mitgehalten. Haben ihnen aus dem Spiel heraus keine Tore zugelassen und mussten uns fast nur bei Standards geschlagen geben. Nach 70 Minuten wurden wir dann müde. Wir sind ja fast nur dem Ball hinterhergelaufen. Die Zürcherinnen hätten wahrscheinlich nochmals 90 Minuten weiterspielen können.»

Ab der 80. Minute war die Uzwiler Gegenwehr dann gebrochen. In den letzten zehn Minuten erzielte Zürich nochmals vier Tore. Anna Caterina Regazzoni erzielte mit dem Schlusspfiff das 8:1 aus Sicht der Zürcherinnen. Jurt sagte nach der Partie:

«Ich denke, wir können stolz sein auf unsere Leistung. Es war klar, dass es schwierig wird, aber der Teamgeist war heute sehr positiv. Wir haben miteinander und füreinander gekämpft. Und wir haben versucht, so gut es geht, unser Spiel zu machen und von hinten heraus zu spielen.»

Der Trainer ergänzt: «Es ist cool, dass Zürich das Spiel ernst genommen hat und einige Stammkräfte eingesetzt hat. Es wäre schön gewesen, ein paar Tore weniger zu kassieren, aber wenn man die Spielanteile anschaut, geht das Resultat auch in der Höhe in Ordnung.» Bereits am Dienstag geht es für den FFC Uzwil in der Meisterschaft weiter. Dann gastiert man auswärts beim Tabellenvorletzten Rapperswil-Jona II.

FFC Uzwil – FC Zürich Frauen 1:8 (0:2)

Sportanlage Rüti Henau – 530 Zuschauer
Tore: 11. R. Moser 0:1. 20. Humm 0:2. 47. Jung 1:2. 58. Vetterlein 1:3. 60. Humm 1:4. 80. Fischer (Penalty) 1:5. 82. Piubel 1:6. 87. O’Neill 1:7. 90. Regazzoni 1:8.
FFC Uzwil: Egli; Curaba (70. Sieber), S. Moser, Weibel (46. Nägele); Baumann, Gämperle (46. Wirth), Vettiger, Egli (46. Regius), Widmer (46. Kleger); Zehnder, Jung.
FC Zürich Frauen: Benz; Mégroz, Stierli, Vetterlein (69. Flury); Riesen, R. Moser (46. Matsushita), Regazzoni, M. Moser (69. Fischer), Piubel; Humm (69. O’Neill), Terchoun (46. Heeb).

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