REGIONALFUSSBALL
Beide Trainer lehnen die Favoritenrolle ab: Der SC Bronschhofen empfängt Uzwil II zum Lokalderby

Setzt sich die Historie dieses Derbys fort, sollte sich das Heimteam Bronschhofen am Samstagabend gegen die zweite Mannschaft des FC Uzwil durchsetzen. Die Zuschauer auf dem Ebnet erwartet jedenfalls eine spannende Partie, sind doch beide Mannschaften siegreich in die 2.-Liga-Saison gestartet.

Tim Frei
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Uzwils Irves Kucani (in Blau) und Bronschhofen-Spieler Simon Pabst streben am Samstag im Derby den nächsten Sieg an.

Uzwils Irves Kucani (in Blau) und Bronschhofen-Spieler Simon Pabst streben am Samstag im Derby den nächsten Sieg an.

Bild: Tim Frei (Henau, 29. August 2020)

Gleich in der zweiten Meisterschaftsrunde der 2. Liga regional kommt es zum ersten Lokalderby. Mit der Begegnung zwischen dem SC Bronschhofen und der zweiten Mannschaft des FC Uzwil stehen sich am Samstagabend auf dem Ebnet Bronschhofen zwei Teams gegenüber, die mit einem Vollerfolg in die neue Saison gestartet sind. Uzwil setzte sich daheim souverän mit 4:1 gegen Wattwil Bunt durch, Bronschhofen kam im Heimspiel zu einem 1:0-Minisieg gegen Linth II.

Beide Coaches sind dementsprechend zufrieden mit dem Meisterschaftsauftakt. «Wir sind kompakt aufgetreten und haben flache Pässe gespielt, genauso wie wir uns dies vorgenommen haben», sagt Uzwils Spielertrainer Dejan Misic. Besonders gefallen hat ihm der Teamgeist seiner Mannschaft und dass sie ihr Spiel durchgezogen habe.

Uzwil hat viele Abwesende zu beklagen

Bronschhofens Spielertrainer Alessandro Maier, der wie im Startspiel auch künftig mehrheitlich von der Seitenlinie als Cheftrainer amten wird, sah trotz des erfolgreichen Saisonstarts Verbesserungspotenzial: «Gegen Linth hätten wir mehr Tore erzielen müssen. Wollen wir Uzwil II bezwingen, müssen wir effizienter spielen.»

Beide Trainer, die sich auf dieses Derby wie auf jedes andere Pflichtspiel vorbereiten, wollen nichts von der Favoritenrolle wissen. Maier sagt etwa, dass Uzwil zu jenen Teams gehöre, die ganz oben mitspielen würden. Und Misic: «Wir haben viele Abwesende aufgrund von Verletzungen oder Krankheit zu beklagen. Hoffentlich können wir noch den einen oder anderen Spieler der dritten Mannschaft einsetzen.»

Seit 2016 setzte sich stets das Heimteam durch

Und dennoch: Beide Lager sind optimistisch, den nächsten Sieg zu holen. «Die nächsten drei Punkte sind ganz klar unser Ziel», so der Tenor der zwei Coaches. Überraschend kommt das nicht, ist Dejan Misic doch ein ambitionierter Spielertrainer, der einen Platz unter den besten drei Teams erreichen möchte. Und auch Bronschhofens Alessandro Maier sagt:

«Wir spielen zu Hause und wollen unser Publikum mit dem nächsten Sieg belohnen.»

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass der Heimvorteil eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Seitdem beide Teams im Jahr 2016 in die 2. Liga aufgestiegen sind, lautet die Bilanz zwar 5:3 zu Gunsten von Uzwil II. Doch es war stets das Heimteam, das sich durchsetzen konnte. Aufgrund der Coronapandemie kam es in den vergangenen zwei Spielzeiten nur zu zwei Direktbegegnungen in Uzwil. Gut möglich also, dass die Bilanz bei regulärem Betrieb 5:5 wäre.

Zur Heimstärke sagt Maier: «Wir sind daheim traditionell noch etwas stärker als auswärts. Das liegt sicher auch an der Unterstützung unserer Anhänger. Wir treten auf der Ebnet eine Spur engagierter und mit breiterer Brust als auf fremdem Terrain auf.»

Treffen Kucani und Flammer wieder?

In den bisher acht Direktbegegnungen seit 2016 haben diese zwei Spieler am meisten Tore erzielt: Philipp Flammer (Bronschhofen/fünf Treffer) und Irves Kucani (Uzwil II/vier Treffer). Es würde nicht überraschen, wenn mindestens einer der beiden Akteure auch am Samstag reüssieren würde. Zumal Dejan Misic über Kucani sagt:

«Er hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert. Ist er mental auf der Höhe, ist er einer der besten Spieler der Liga.»

Bronschhofen-Captain Flammer ist nach wie vor sehr torgefährlich. Doch er, der früher am Flügel spielte, hat als Leader einer jungen Mannschaft, die ein wenig im Umbruch steht, eine andere Rolle übernommen. Vergangene Saison lief er im zentralen Mittelfeld auf, diese Spielzeit wird er vermehrt als Innenverteidiger agieren. Und so sagt Maier: «Philipps primäre Aufgabe ist nicht mehr das Toreschiessen.»

«Konsequenter werden»: FC Uzwil strebt daheim gegen Thalwil eine Reaktion an

Nach der 0:4-Auftaktniederlage bei Eschen/Mauren möchte der 1.-Liga-Aufsteiger FC Uzwil am Samstag im Heimspiel gegen Thalwil eine Reaktion zeigen. «Ob im Abschluss, dem Zweikampf-, Defensiv- oder Offensivverhalten – wir müssen in sämtlichen Bereichen konsequenter agieren», sagt Trainer Armando Müller. Die erste Niederlage hat ihn keineswegs beunruhigt, denn: «Wir wurden nicht an die Wand gespielt und hatten auch unsere gute Phasen.»
Mit dem Zuzug des Mittelfeldspielers Ensar Hajrovic hat der FC Uzwil diese Woche einen weiteren Transfer verkündet. Der 21-Jährige, der in Flawil aufgewachsen ist und zuletzt in Polen für Legonovia spielte, ist ab sofort spielberechtigt.  

Die Spiele vom Wochenende

– 1. Liga, Gruppe 3: Samstag, 17.00 Uzwil – Thalwil. – Frauen, Gruppe 2: Samstag, 19.00 Bühler – Wil Breitensport.
– 2. Liga interregional, Gruppe 6: 16.00 Red Star ZH – Wil U20. Blue Stars ZH – Bazenheid.
– 2. Liga regional, Gruppe 2: Samstag, 16.30 Sirnach – Bischofszell. 17.00 Bronschhofen – Uzwil II. 19.15 Henau – Arbon.
– 3. Liga, Gruppe 3: Samstag, 18.00 Bütschwil – Neckertal-Degersheim. Sonntag, 11.00 Rorschach-Goldach II – Flawil. 13.00 Gossau II – Zuzwil. 
– Gruppe 4: Samstag, 17.00 Dussnang – Wängi. 18.00 Frauenfeld II – Wil Breitensport. Sonntag, 14.00 Kreuzlingen II – Münchwilen. 16.00 Tobel-Affeltrangen – Münsterlingen. 

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