Regionale Zivilschutzorganisation an mehreren Standorten in Wil im Einsatz

Zivilschutzleistende unterstützen Pflegefachkräfte und betreuen die Hotline der Nachbarschaftshilfe. Ab Freitag werden sie auch bei der Triage beim Spital in Wil im Einsatz sein.

Katja Brütsch
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24 Zivilschützer des Sicherheitsverbundes Region Wil sind bereits in verschiedenen Bereichen auf Grund des Coronavirus im Einsatz. Jeweils acht unterstützen die Fachkräfte in der Psychiatrie St. Gallen Nord und in der Thurvita an verschiedenen Standorten. Weitere acht betreuen die Hotline der Nachbarschaftshilfe.

Zivilschutzleistende betreuen die Hotline der Nachbarschaftshilfe.

Zivilschutzleistende betreuen die Hotline der Nachbarschaftshilfe.

Bild: PD

Am Freitag werden sieben neue Zivilschutzleistende aufgeboten, um die Fachkräfte im Spital in Wil bei der Triage zu unterstützen. Marc Schwendener, Stabschef des Führungsorgan Region Wil, erklärt:

«Die Zivilschutzleistenden unterstützen die Fachkräfte in bestimmten Arbeiten.»

Je nach dem welchem Korps sie angehören, richte sich die Ausbildung auf ein bestimmtes Arbeitsfeld. So seien zum Beispiel die «Betreuer» auf Betreuungsaufträge spezialisiert und kommen jetzt in der Psychiatrie St. Gallen Nord und Thurvita zum Einsatz.

Schulung am Tag vor dem effektiven Einsatz

Pflegefachkräfte seien sie keine, erklärt Schwendener, auf ihre Aufgabe seien sie dennoch gut vorbereitet. Bevor der effektive Einsatz beginnt, werden in einer eintägigen Schulung die wichtigsten Punkte wiederholt und spezifisch auf das Coronavirus fokussiert. So werden zum Beispiel die Verhaltensregeln und verschärften Hygienemassnahmen thematisiert.

«Es gibt selbstverständlich auch Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen unter den Zivilschutzangehörigen. Diese können jetzt jedoch nicht eingezogen werden, da sie in ihren Institutionen, wo sie arbeiten, dringender gebraucht werden», erklärt Schwendener.

Gesamtschweizerischer Zivilschutz Einsatz

Wie viele Einsatzkräfte insgesamt zu Verfügung stehen würden, kann Schwendener momentan nicht abschliessend sagen:

«Im Moment geht es hauptsächlich darum, die Durchhaltefähigkeit zu bestärken und sicher zu stellen, dass ein langer Einsatz über mehrere Wochen gewährleistet werden kann.»

Einen so grossen und gesamtschweizerischen Einsatz von Zivilschützern gab es noch nie. Speziell an der Coronavirus-Situation ist, dass alle Kantone und Landesteile betroffen sind und nun die Hilfe des Zivilschutzes anfordern. «Der Zivilschutz ist ein regionales Mittel, welches auch bei kleineren Einsätzen in der Region eingesetzt werden kann», schliesst Schwendener.