Regional ist nachher Schluss

Das regionale Fussballgeschehen ist schon vielerorts eingestellt worden. Nach dem nächsten Wochenende ist auch für die regionale 2. Liga Schluss. Die Inter-Klasse spielt jedoch noch weiter.

Urs Nobel
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Um je mehr es geht, desto grösser der Einsatz: Das Bild zeigt ein gewagtes Manöver von Flawils Torhüter Nick Trachsel. (Bild: Michel Canonica)

Um je mehr es geht, desto grösser der Einsatz: Das Bild zeigt ein gewagtes Manöver von Flawils Torhüter Nick Trachsel. (Bild: Michel Canonica)

FUSSBALL. Es gibt am Wochenende kein Lokalrivalenderby. Das heisst aber nicht, dass es auf den Plätzen, auf denen noch gespielt wird, langweilig zu und her gehen wird. Während es in der Inter-Klasse zu sogenannt normalen Begegnungen kommt, geht es regional teilweise ganz heiss zu und her. FC Flawil gegen FC Wängi beispielsweise. Oder FC Bazenheid gegen den FC Arbon 04. Aber auch FC Tägerwilen gegen den FC Tobel-Affeltrangen wird zu einer besonderen Partie. Zu einer nämlich, in der beide Mannschaften zweimal hintereinander gewonnen haben.

FC Flawil – FC Wängi

Wenn morgen Samstag um 17 Uhr der FC Flawil auf den FC Wängi trifft, so kommt es zur Begegnung der beiden Besitzlosen. Der Zweitletzte gegen den Letzten. Es darf hinsichtlich dieses Spiels prognostiziert werden, dass – wenn es denn einen Sieger gibt – der Verlierer sich bereits mit dem Abstieg befassen darf. Beide Mannschaften verzeichneten im bisherigen Verlauf der Saison etliche gute Spiele mit zu vielen Aussetzern, die zu Toren und zu Niederlagen führten. Morgen Samstag müssen somit beide Teams nicht etwa schön spielen, sondern effizient und fehlerlos. Und sie müssen mit der Nervosität zurechtkommen, welche Besitzlose in der Regel mit auf den Platz bringen. Bei beiden Teams könnten die erbrachten Leistungen und allenfalls der Erfolg oder Misserfolg Auswirkungen darauf haben, wer im Frühjahr Trainer sein wird oder nicht.

FC Bazenheid – FC Arbon 04

Bei diesen beiden Teams handelt es sich nicht um Besitzlose, sondern um Gebeutelte. Sowohl der FC Bazenheid als auch der FC Arbon 04 bezeichneten sich vor der Saison als aufstiegswillig und setzten sich entsprechend in eine Favoritenrolle. Beide wurden dieser aber noch nicht gerecht und haben bei Halbzeit der Meisterschaft wenig Chancen, ihr Ziel zu erreichen. Gelingt es Arbon, morgen Samstag im Auswärtsspiel auf dem Ifang um 17 Uhr, dem FC Bazenheid die vierte Niederlage beizufügen, können die Alttoggenburger die Saison abhaken und die nächste planen. Wenn aber Bazenheid siegt, bleibt die Mannschaft von Trainer Heris Stefanachi weiterhin im Rennen, muss jedoch auf eine sensationelle Rückrunde hoffen und auch darauf, dass der FC Winkeln noch ein paarmal strauchelt.

FC Tägerwilen – FC Tobel

Wie gewohnt wird diese Partie in Tägerwilen erst am Sonntag um 11 Uhr angepfiffen. Dem FC Tobel-Affeltrangen darf das recht sein, so darf er noch einen Tag länger in Erinnerungen schwelgen. In Erinnerung an den Sieg gegen Bazenheid, in Erinnerung aber auch an eine grandiose Leistung in der ersten Halbzeit und an das Glück im zweiten Umgang. Auch wenn der FC Tägerwilen nicht so prominent ist wie vor Wochenfrist der FC Bazenheid, so müssen die Tobler mit demselben Erfolgsrezept ins Spiel steigen. Der FC Tägerwilen hat sich nämlich in den vergangenen Spielen nicht nur massiv gesteigert, sondern auch die nötigen Erfolgserlebnisse eingefahren.

FC Uzwil – FC Rüti

Es dürfen wieder einmal viele Tore prognostiziert werden auf der Rüti in Henau. Wo der FC Rüti im Verlauf der bisherigen Saison antrat, hat es Tore gegeben. Den grössten Teil haben die Zürcher Oberländer selbst geschossen, doch viele haben sie auch selber einkassiert. Uzwils Trainer René Benz ist somit wieder einmal gefordert, sein Team mit der richtigen Aufgabenstellung aufs Feld zu schicken. Das Spiel wird morgen Samstag um 17 Uhr angepfiffen.

FC Wil U20 – FC Freienbach

Zum selben Zeitpunkt spielt auch der FC Wil U20 auf dem Hauptplatz im Bergholz. Als Gegner stellt sich den Äbtestädtern der FC Freienbach, der im bisherigen Verlauf der Saison intern für ein Wechselbad der Gefühle sorgte. Einmal haben die Schwyzer hoch gewonnen, um direkt nachher hoch zu verlieren. Die Niederlage kennen aber auch die Wiler, die unterdessen sechsmal in der Folge verloren haben und kaum mit jenem Selbstvertrauen ins Spiel steigen, das nötig wäre, um diese Niederlagenserie zu beenden.

FC Sirnach – FC Kreuzlingen

Mit grossem Selbstvertrauen hätte der FC Sirnach ins Spiel gegen den FC Kreuzlingen steigen können, wenn er vor Wochenfrist den 4:1-Vorsprung über die Runden gebracht hätte. Jetzt ist die Ausgangslage aber so, dass die Kreuzlinger in der Partie vom Sonntag um 14 Uhr haushohe Favoriten sind und vom FC Sirnach wenig erwartet wird. Ausser dem neuen Trainer Andy Alder ist es im Verlauf der Woche gelungen, mittels Gesprächen und interessantem Training trotzdem eine gute Ausgangslage für sein Team zu schaffen.