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REGION WIL: SVP wechselt den Kandidaten

Die SVP, die mit dem Wiler Rechtsanwalt George Weber das beste Resultat bei den Wahlen ins Kreisgericht Wil mit Sitz in Flawil erreicht hat, setzt im zweiten Wahlgang auf Roland Schraner.
Philipp Stutz
Brigitte Gübeli-Forrer aus Wil kandidiert für die CVP. (Bild: Kurt Zuberbuehler)

Brigitte Gübeli-Forrer aus Wil kandidiert für die CVP. (Bild: Kurt Zuberbuehler)

REGION WIL. Die Kandidatur von George Weber, in Wil als Rechtsanwalt tätig, war von Anfang an umstritten gewesen. Dürfen doch nebenamtliche Mitglieder der Kreisgerichte in ihrem Gerichtskreis nicht als Anwalt oder Rechtsagent tätig sein. Dies kommt im Artikel 41 des Gerichtsgesetzes explizit zum Ausdruck.

Der 54jährige Jurist Weber aber hat wiederholt betont, keine Interessenkonflikte zu erkennen. «Ich habe mich vom Prozessieren zurückgezogen und aufs Erbrecht spezialisiert.» Ausserdem habe er sich beruflich neu orientiert und sich ein zweites Standbein geschaffen.

SVP macht einen Rückzieher

Doch nun macht der Vorstand der SVP-Kreispartei überraschend einen Rückzieher, obwohl Weber im ersten Wahlgang das mit Abstand beste Ergebnis erreicht hat. «George Webers berufliche Tätigkeit ist mit dem Amt eines Laienrichters nur schwer vereinbar», gesteht Bruno Dudli, Präsident der SVP-Kreispartei. Diese Unvereinbarkeit sei im Vorfeld der Wahlen zu wenig abgeklärt worden, räumt er ein, und ein Rückzug des Wahlvorschlags sei nicht mehr möglich gewesen. Dudli weist darauf hin, dass bei den ordentlichen Wahlen vor zwei Jahren ebenfalls Juristen kandidiert hätten, ohne dass damals Bedenken angemeldet worden seien. «Die SVP hat gemäss den Wähleranteilen bei den Kantonsratswahlen Anspruch auf diesen Sitz», betont Dudli. Und die Chancen, das Mandat zu erobern, seien weiterhin intakt. Für den zweiten Wahlgang schickt die Partei Roland Schraner ins Rennen. Er ist Vizepräsident der SVP Zuzwil und als Kriminaltechniker bei der Kantonspolizei St. Gallen tätig.

Täglich mit Rechtsfragen beschäftigt

Der 55-Jährige arbeitet seit 30 Jahren bei der Kantonspolizei und hat nach eigener Angabe täglich mit Rechtsfragen zu tun.

«Mein Ziel besteht darin, den vorsitzenden Richter mit meiner Fachkompetenz in seiner Arbeit und Urteilsfindung zu unterstützen», begründet Schraner seine Kandidatur. Die SVP entspreche am ehesten seiner politischen Einstellung, obwohl er innerhalb der Partei offen seine eigene Meinung vertrete.

Wäre er in einem Strafrechtsfall als Spurensicherer tätig, würde er im Gericht selbstverständlich in den Ausstand treten.

Die Präsidenten der Kreisparteien sind diese Woche zusammengekommen und haben das weitere Vorgehen besprochen. Sie konnten sich aber nicht einigen. Stille Wahlen kamen daher nicht zustande.

CVP will ihren Sitz verteidigen

Die CVP tritt wieder mit Brigitte Gübeli-Forrer an. Die 40-Jährige ist Marketing-Fachfrau. Sie bringt laut eigener Aussage breites Wissen im Umgang mit Menschen, ihren Kulturen und Werten mit. «Nicht ganz alltägliche Aufgaben fesseln mich», sagt Gübeli. Zu ihrer Grundhaltung gehöre ein respektvolles Zusammenleben in Solidarität und Sicherheit. «Von jeher interessieren mich Menschen und ihre Geschichten.»

Auch die BDP hat sich entschieden, ihren Kandidaten Norbert Feldmann aus Uzwil nochmals ins Rennen zu schicken. Er ist Eigentümer einer Sanitärfirma. «Und ich weiss deshalb, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen», sagt Feldmann, der überdies als Comic-, Trickfilm- und Kinderbuchzeichner tätig ist.

Martin Aurich (GLP) und Sebastian Koller von den Grünen treten zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. Dieser findet am 27. November statt.

Roland Schraner, Zuzwil, kandidiert für die SVP. (Bild: Schraner, Roland)

Roland Schraner, Zuzwil, kandidiert für die SVP. (Bild: Schraner, Roland)

Norbert Feldmann, Uzwil, ist Kandidat der BDP. (Bilder: PD)

Norbert Feldmann, Uzwil, ist Kandidat der BDP. (Bilder: PD)

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