Region Wil
Gilt in Eishallen und Hallenbädern 2G oder 2G-plus? Zum Teil kommt es am Eingang zu Diskussionen

In Hallenbädern ist 2G-plus Pflicht, in Eishallen kann 2G oder 2G-plus gelten. Eine Übersicht, wie die Umsetzung in den Hallenbädern gelingt und welche Regeln in den Eishallen der Region Wil gelten.

Lia Allenspach
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Über die Festtage ist die Uzehalle jeweils gut besucht.

Über die Festtage ist die Uzehalle jeweils gut besucht.

Bild: PD
(30.12.2016)

2G oder 2G-plus? Diese Frage stellen sich viele, die in den Wintermonaten gerne «schlittschüelen» oder im Hallenbad Längen schwimmen. Die Verwirrung wurde unter anderem ausgelöst, weil in einigen Eishallen 2G-plus und in anderen 2G herrscht. Diese Zeitung klärt auf, wo was gilt in der Region Wil.

Die Eishallen können selbst entscheiden, ob sie die 2G- oder die 2G-plus-Regelung befolgen wollen. Die Konsequenz für die weniger strenge 2G-Massnahme ist die Maskenpflicht ab 16 Jahren. Die Einführung der 2G-plus-Regelung führt dafür oft zu Unverständnis und Diskussionen am Eingang. In der Eishalle Lerchenfeld in St.Gallen, in der 2G-plus herrscht, ging das so weit, dass ein Securitas eingestellt werden musste, der nun am Eingang Zertifikate kontrolliert. In den Eishallen in Wil und in Uzwil war das bisher nicht nötig.

Beide Eishallen in der Region Wil machen 2G

In der Eishalle im Sportpark Bergholz in Wil gilt 2G. «Wir sind der Meinung, dass es gut möglich ist, mit einer Maske Schlittschuh zu laufen», sagt Geschäftsführerin Sabin Rickenbach. Über die Festtage habe die Eishalle sehr viele Besucherinnen und Besucher verzeichnen können. Das liege daran, dass auch schon bei der 3G-Regelung die meisten geimpft oder genesen waren.

Auch in der Uzehalle in Uzwil gilt 2G. Die Verantwortlichen dort haben sich für die mildere Massnahme entschieden, damit auch während der Pandemie möglichst vielen Menschen ermöglicht wird, Eissport zu betreiben. Die Reaktion der Kundschaft auf diese Massnahme sei grundsätzlich positiv gewesen. Dieses Fazit zieht Thomas Stricker, Leiter der Uzwiler Gemeindeverwaltung, aus den hohen Besucherzahlen. «Eine Reaktion mit den Füssen, wenn Sie so wollen.» Am Spitzentag der Festtage habe die Uzehalle 160 Paar Schlittschuhe vermietet, teilt Thomas Stricker mit.

Natürlich gebe es auch negative Reaktionen auf die 2G-Regelung, aber so sei es halt in dieser Pandemie, sagt Stricker. Grundsätzlich schätzt das Betriebspersonal die Kundenzahlen als höher als erwartet ein.

Im Hallenbad ist das Tragen einer Maske nicht möglich.

Im Hallenbad ist das Tragen einer Maske nicht möglich.

Bild: Christof Sonderegger

Diskussionen und Wegschicken am Eingang von Hallenbädern

In den Hallenbädern gilt die vom Bund vorgeschriebene 2G-plus-Regel. Das bedeutet, dass die Besucherinnen und Besucher, zusätzlich zum Genesen- oder Geimpft-Zertifikat, auch noch getestet sein müssen. Ein zusätzlicher Test ist nur notwendig, wenn die Genesung oder der Piks mehr als vier Monate zurückliegt. Diese strenge Regelung gilt, weil es unmöglich wäre, im Schwimmbad eine Maske zu tragen, so der Bundesrat.

Im Hallenbad des Sportparks Bergholz in Wil gilt deshalb 2G-plus. Das führe beim Eingang manchmal zu Unverständnis, weil die Personen zu wenig informiert waren, sagt Sabin Rickenbach. Verbale Ausfälligkeiten würden vorkommen, zu prekären Situationen sei es aber bisher nicht gekommen. Menschen ohne 2G-plus-Zertifikat müssten leider weggeschickt werden. «Seit der Verschärfung der Regel auf 2G-plus hat es eindeutig weniger Leute», sagt die Geschäftsführerin. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass das Hallenbad weiter geöffnet bleiben darf. Sabin Rickenbach sagt:

«Eine erneute Schliessung wäre fatal für uns.»

Auch im Hallenbad in Oberuzwil herrscht 2G-plus. Claudia Lenz, Bereichsleiterin Bäder/Schulanlagen in Oberuzwil, sagt: «Abgesehen von einzelnen Diskussionen haben wir keine Probleme bei der Dursetzung von 2G-plus.» Die meisten Gäste hätten Verständnis. An der Tür müsse das Personal kaum Besuchende wegweisen, da die meisten vorher anrufen würden, um abzuklären, welche Regel gelte. Trotz 2G-plus seien die Besuchszahlen nicht gesunken.

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