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REGION: Studenten empfehlen hohen Zinssatz

Drei junge Frauen der Region Wil sind für den Young Leader Award 2017 der Fachhochschule St. Gallen nominiert. Zudem hat sich eine Gruppe von Studenten in ihrer Diplomarbeit zum Ziel gesetzt, der Raiffeisenbank Regio Uzwil mehr junge Kunden zu bescheren.
Simon Dudle
Besprechen die Ergebnisse der Arbeit: Bankleiter Aldo Kopp und Projektleiterin Anina Angehrn. (Bild: Simon Dudle)

Besprechen die Ergebnisse der Arbeit: Bankleiter Aldo Kopp und Projektleiterin Anina Angehrn. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Manch eine Abschlussarbeit von Fachhochschülern wird zum Papiertiger und verschwindet bald in der Versenkung. Ganz anders jenes abschliessende Werk, welches fünf Studenten der Fachhochschule St. Gallen im Rahmen ihrer Praxis-Projektarbeit während knapp eines Jahres erarbeitet haben. Sie nahmen die Raiffeisenbank Regio Uzwil in Niederuzwil betreffend Attraktivität für Kunden im Alter zwischen 12 und 26 Jahren unter die Lupe. Dabei wurde auch der hohe Zinssatz analysiert. Immerhin noch 1,2 Prozent bekommen die jungen Erwachsenen für ihr bereits Erspartes, womit die Bank in diesem Segment laut Bankleiter Aldo Kopp führend ist.

Die Frage aber ist: Lohnt sich dieser hohe Zinssatz für die Bank? Um dies beantworten zu können, haben die fünf Studenten Experten zum Thema Jugend und Jugendverhalten befragt. Auch bestehende und potenzielle Kunden kamen zu Wort. «Die Ergebnisse haben uns überrascht. Viele schweizweite Studien hatten zuvor ergeben, dass der Zinssatz heute keine Rolle mehr spielt. Wir stellten aber fest, dass jener der Raiffeisen Regio Uzwil sehr wohl wahrgenommen wird und sich die Jungen bewusst sind, dass hier ein hoher Zinssatz bezahlt wird», sagt Anina Angehrn, Projektleiterin dieser Praxis-Projektarbeit.

Verzinsungslimite halbiert

Auch die Verzinsungslimite für Junge wurde kritisch betrachtet. In der Vergangenheit war es so, dass dieser Zins von 1,2 Prozent bis zu einem Betrag von 50000 Franken gewährt wurde. «Wir empfahlen der Bank, diese Limite auf noch 20000 Franken zu senken. Ab einem gewissen Betrag lohnt es sich, in Anlagen zu investieren», sagt Angehrn. Und siehe da: Die Bank leistete dieser Empfehlung Folge und senkte die Limite per Jahresbeginn 2017 auf 20000 Franken. «Wir haben festgestellt, dass nur wenige unserer jungen Kunden diese Grenze von 20000 Franken überschreiten», sagt Kopp.

In einem weiteren Punkt wurde auf die aktive Bearbeitung des Jugendsegments fokussiert. «Jugendliche sollen verstärkt mit einbezogen werden, wenn es um die Kreation neuer Anlässe geht», sagt Angehrn. Auch dies setzt die Bank um. Neben bestehenden Anlässen wie dem Skitag oder dem Ausflug in den Europapark Rust soll künftig pro Jahr ein zusätzlicher Anlass ins Leben gerufen werden. Was gemacht wird, entscheiden die jungen Kunden. Demnächst erhalten sie von der Bank ein Mail mit der Aufforderung, ihre Ideen zu präsentieren. Über die meistgenannten Vorschläge wird dann abgestimmt.

Die Schlussarbeit, welche die Note 5,7 einbrachte, ist weit mehr als ein Staubfänger. «Die Autoren haben gute Arbeit geleistet und nationale Koryphäen befragt. Zudem wurde die Theorie sehr gut aufgearbeitet», sagt Kopp.

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