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REGION: «Schliessung ist nachvollziehbar»

Anfang April wird die Polizeistation in Brunnadern geschlossen. In Zukunft werden Polizisten von Bazenheid und Oberbüren aus für Recht und Ordnung im Neckertal sorgen.
Urs M. Hemm
Die Polizisten der Polizeistation Brunnadern (vorne von links): Polizist Yves Holenstein, Wachtmeister Jürg Hollenstein, Postenchef sowie Wachtmeister Markus Engler. Hinten: Oberstleutnant Siegward Rüegg, Leiter Regionalpolizei der Kantonspolizei St. Gallen. (Bild: Urs M. Hemm)

Die Polizisten der Polizeistation Brunnadern (vorne von links): Polizist Yves Holenstein, Wachtmeister Jürg Hollenstein, Postenchef sowie Wachtmeister Markus Engler. Hinten: Oberstleutnant Siegward Rüegg, Leiter Regionalpolizei der Kantonspolizei St. Gallen. (Bild: Urs M. Hemm)

Urs M. Hemm

urs.hemm@toggenburgemdeien.ch

Im Neckertal sei die Welt im Vergleich zu Städten oder deren Agglomerationen noch in Ordnung, sagt Yves Holenstein, der seit zwei Jahren seinen Dienst in Brunnadern versieht. «Wir haben es hier eher mit kleineren Dingen, wie Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Ladendiebstahl zu tun», sagt er. Weil es hier im ländlichen Raum noch familiärer zu gehe, würden sich die Leute auch eher bei der Polizei melden, wenn ihnen etwas auffalle. Dies im Gegenteil zur Stadt, wo alles viel anonymer sei. Markus Engler ist seit 2002 im Neckertal und kann sich an eine Brandserie erinnern, welche vor einigen Jahren das Tal in Aufruhe versetzte. «Vor allem ältere Holzhäuser brannten damals in Brunnadern, Necker und Nassen.» Die Brände hätten zwar damals nicht einer einzelnen Person zugeordnet werden können. Die Serie stoppte aber so schnell, wie sie angefangen habe.

Zwei Polizisten nach Bazenheid

«Zeitweise war der Posten in Brunn­adern nur von einer Person oder gar nicht besetzt», erläutert Siegward Rüegg, Leiter der Regionalpolizei. So hätte diese Station keine verlässliche Hilfe bieten können (siehe Interview). Daher sei der Entscheid gefällt worden, die Polizeistation zu schliessen. Die Polizeistation der St. Galler Kantonspolizei in Brunnadern befindet sich seit der Fusion der Gemeinden Brunnadern, St. Peterzell und Mogelsberg im Jahr 2009 im ehemaligen Gemeindehaus von Brunn­adern. Auf den 1. April soll sie aufgehoben werden und zwei der drei Polizisten ins Kader der Polizeistation Bazenheid wechseln. Diese wird, zusammen mit der Station Oberbüren, künftig die Neckertaler Gemeinden betreuen. Markus Engler und Yves Holenstein werden nach der Schliessung in Bazenheid arbeiten. «Ich freue mich auf ein grösseres Team und ein anderes Spektrum von Einsätzen», sagt Yves Holenstein. Markus Engler, der am längsten Dienst in Brunnadern leistet, ist vor allem gespannt darauf, andere Menschen und ein erweitertes Einsatzgebiet kennenzulernen. Im Gegensatz dazu zieht es den dritten im Bunde, Jürg Hollenstein, zurück an den Bürotisch. «Ich werde nach St. Gallen wechseln, und dort als Projektleiter arbeiten.»

Den Entscheid, den Polizeiposten Brunnadern zu schliessen, können alle drei Polizeibeamte nachvollziehen. «Dadurch, dass von Bazenheid aus mehr Beamte operieren können, wird die Präsenz von Polizeipatrouillen im Neckertal nicht geschmälert, sondern eher sogar noch höher sein», sagt Markus Engler.

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