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REGION: Nur wenige Tage geöffnet: eine schlechte Saison für die Skigebiete der Region

Die Skigebiete der Region Wil und Umgebung haben keinen guten Winter hinter sich. Am besten lief es in der Woche vor und um Weihnachten. Es zeichnet sich ein Trend ab.
Marco A. Cappellari
An diesen Anblick wird man sich wohl gewöhnen müssen: Der Skilift Oberwangen hat wie alle Skigebiete in der Region mit der tiefen Lage zu kämpfen. (Bild: Ralph Ribi)

An diesen Anblick wird man sich wohl gewöhnen müssen: Der Skilift Oberwangen hat wie alle Skigebiete in der Region mit der tiefen Lage zu kämpfen. (Bild: Ralph Ribi)

Die Skigebiete der Region – Degersheim, Gähwil und Oberwangen – liegen allesamt unter 800 Meter. Zusammen mit dem Klimawandel führt das dazu, dass es zunehmend schwieriger wird, die Skilifte in Betrieb halten zu können. In diesem Winter beschränkte sich der Grossteil der geöffneten Tage auf die Zeit von Mitte bis Ende Dezember.

Keine idealen Bedingungen

«Unsere Saison begann am 17. Dezember», sagt Urs Stutz, Verwaltungsratspräsident der Skilift Degersheim AG, «und endete am 30. Dezember. Dass wir nicht an mehr Tagen Betrieb hatten, lag weniger an den Temperaturen, sondern eher am fehlenden Niederschlag. Insgesamt hatten wir an acht Tagen geöffnet.» Da der Jahresabschluss erst im Juni erstellt wird, könne er noch nichts konkretes über das Finanzergebnis sagen. Stutz gehe aber angesichts der durchwachsenen Saison von einem Verlust aus.

Ein Zauberteppich für Gähwil

Auch Theo Mesmer, technischer Leiter des Skilifts Hamberg in Gähwil, weiss noch nicht, ob die Zahlen rot oder schwarz sind. Gähwil verbucht eine eher kurze Saison. «Etwa eine Woche vor Weihnachten. Wir liegen halt zu wenig hoch», sagt auch Theo Mesmer. Wenn die Finanzierung gelingt, will der Skilift im Hinblick auf die nächste Wintersaison einen «Zauberteppich» anschaffen, damit wieder vermehrt Familien mit Kindern kommen. In Oberwangen waren es insgesamt sogar nur drei Tage, an denen der Skilift betrieben werden konnte. «Der 29. Dezember war mit 340 Besuchern unser bester Tag. Ich hatte auch extra die Piste in der Nacht davor beschneien lassen, obwohl ich wusste, dass es am nächsten Tag wieder wärmer werden würde. Aber ich dachte mir, die Besucher haben es verdient, wenigstens einmal richtig fahren zu können», sagt Paul Koller, Pistenchef beim Skilift Oberwangen. Er sinniert: «Wenn das mit dem Klima so weitergeht, stellt sich irgendwann die Frage, wie lange der Skilift überhaupt noch existieren kann.» Das endgültige Aus liegt jedoch noch in unbestimmter Ferne.

Die aktuelle Saison ist nun aber endgültig vorbei. «Am vergangenen Samstag wurden die Bügel abgehängt. Dabei wurden wir von 30 bis 40 Freiwilligen unterstützt.» Nur dank der Bandenwerbung und den Freiwilligen gebe es den Skilift überhaupt noch, sagt Paul Koller.

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