REGION: Neue Betten für beide Spitäler

Die Spitalregion Fürstenland Toggenburg hat die Betten in Wil und Wattwil ersetzt. Die modernen Betten ermöglichen ein schonenderes Aufrichten des Patienten und erleichtern die Arbeit des Pflegepersonals.

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Die neuen Betten in den Spitälern Wil und Wattwil bieten dem Patienten mehr Komfort und erleichtern dem Pflegepersonal die Arbeit. (Bild: PD)

Die neuen Betten in den Spitälern Wil und Wattwil bieten dem Patienten mehr Komfort und erleichtern dem Pflegepersonal die Arbeit. (Bild: PD)

In den Spitälern Wil und Wattwil liegen die Patientinnen und Patienten seit Kurzem in neuen, zeitgemässen Betten. Die Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) hat deren 125 ausgewechselt. Die Vorteile gegenüber den bisherigen Modellen seien gross, heisst es in einer Medienmitteilung der SRFT. Die neuen Betten würden das schonende Aufsitzen des Patienten im Bett ermöglichen und durch eine flexible Höhenverstellbarkeit das gesunde Aufrichten an der Bettkante erleichtern, die so genannte kinästhetische Mobilisierung. Dank dieser neuen technischen Möglichkeiten entfalle der Trapezgriff über dem Bett, mithilfe dessen sich Patienten früher in die Sitzposition hochgezogen haben. Die Seitengitter, welche bislang von den Pflegefachpersonen haben montiert werden müssen, sind in den neuen Betten integriert und bei Bedarf einsetzbar. Sie entsprechen den aktuellen Normen des Patientenschutzes.

Alltagstauglichkeit zwei Wochen getestet

Auf ihre Alltagstauglichkeit wurden die neuen Betten während zwei Wochen auf einer Station getestet. Sie mussten dabei nicht nur den Ansprüchen der Pflege und Patienten gerecht werden, sondern auch jenen der Wartung und der Reinigung. Speziell deren Vorteile für die Pflege seien dank einer Vielzahl neuer Funktionen gross, heisst es in der Mitteilung. Sie würden unter anderem das rückenschonende Arbeiten und dank eines fünften Rades eine 360-Grad-Drehung am Ort sowie ein gutes Handling bei der Verschiebung ermöglichen.

Die bisher in beiden Spitälern verwendeten Patientenbetten waren teilweise über 20 Jahre alt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die Spitalpflege sowie zu Gunsten einer modernen Infrastruktur entschied sich die SRFT, die alten Betten auszumustern. Dabei konnten Synergien genutzt werden, da auch das Kantonsspital St. Gallen mehrere Hundert Betten ersetzen wollte. Dank attraktiver Konditionen und weil die Bettenanzahl aufgrund der kürzeren Spitalaufenthaltsdauer gesamthaft reduziert worden sei, hätten sämtliche Betten ersetzt werden können, informiert die SRFT. 125 Betten wurden bereits in Betrieb genommen, wobei allein 95 innert drei Tagen bei grösstmöglicher Rücksicht auf die Patienten an beiden Standorten ersetzt worden sind. Weitere 40 werden am Standort Wil laufend eingeführt.

Ausgemusterte Betten für sozialen Zweck

Die alten Betten wurden im Rahmen des «social reUSe»-Projektes an eine humanitäre Institution verschenkt. Das interne Projekt hat zum Ziel, proaktiv Hilfsorganisationen mit jenen Geräten zu unterstützen, welche in der Schweiz ihr Lebensende erreicht haben, in anderen Ländern aber weiterverwendet werden können. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Malteser Orden, welcher sich für humanitäre und medizinische Hilfe für Menschen in Not stark macht, habe ein reibungsloser Transport der alten Betten in ein Spital in der Slowakei organisiert werden können, schreibt die SRFT. (pd)

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