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REGION: Kinder sind besonders gefährdet

Die Sozialhilfequote in Wil ist weiter gestiegen und fast doppelt so hoch wie jene des Kantons St. Gallen. Markant ist der Anstieg bei den Kindern und Jugendlichen. Knapp acht Prozent von ihnen beziehen Sozialhilfe.
Ruben Schönenberger / Josephine Opprecht

Ruben Schönenberger / Josephine Opprecht

redaktion@wilerzeitung.ch

Laut der Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen waren im Jahr 2016 – aktuellere Zahlen liegen nicht vor – 4,2 Prozent der Wiler auf Sozialhilfe angewiesen. Somit ist ein weiterer Anstieg festzustellen, denn 2015 betrug die Sozialhilfequote in Wil noch 3,8 Prozent. Die gesamtschweizerische Sozialhilfequote lag 2016 bei 3,3 Prozent. Der Schnitt des Kantons St. Gallen blieb hingegen weiterhin bei 2,2 Prozent, was knapp die Hälfte des Wiler Werts ist. Doch nicht nur Wil, sondern auch die Gemeinden Flawil (3,5 Prozent), Degersheim (3 Prozent) und Kirchberg (2,7 Prozent) übertrafen 2016 den Kanton. Allerdings ist zu erwähnen, dass der Wert in Degersheim und Flawil verglichen zum Vorjahr stabil geblieben ist.

Kirchberg verzeichnete einen Anstieg um 0,3 Prozent. Trotzdem hat Wil mit Abstand die höchste Sozialhilfequote in der Region. Die tiefste Quote verzeichnete 2016 die Gemeinde Zuzwil mit 0,3 Prozent. Während der letzten drei Jahre konnte Zuzwil die Zahl der Sozialhilfebezüger stetig senken – von 0,7 Prozent im 2014 auf 0,5 Prozent im 2015. Einen Rückgang der Sozialhilfebezüger konnte auch in den Gemeinden Lütisburg und Jonschwil festgestellt werden. In Lütisburg lag die Quote 2015 noch bei 1,3 Prozent, im Jahr 2016 dafür nur noch bei 0,6 Prozent. In Jonschwil sank der Wert von 2014 (0,9 Prozent) auf 2016 um 0,4 Prozent (aus dem Jahr 2015 sind keine Daten vorhanden). In allen anderen verglichenen Gemeinden ist ein Anstieg oder eine Stagnation zu beobachten. Der grösste Anstieg ist mit einem Plus von 0,4 wiederum in Wil zu beobachten, gefolgt von Kirchberg mit plus 0,3 und Uzwil mit plus 0,2.

Die Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen weist die Zahlen auch für verschiedene Altersgruppen aus. Dabei sind die Zahlen der Kinder und Jugendlichen von 0 bis 17 Jahren auffällig. Verglichen mit den Zahlen der Gesamtbevölkerung sind jene der Kinder und Jugendlichen um Einiges höher. Mit einer gesamtschweizerischen Sozialhilfequote von 5,3 Prozent war 2016 jeder dritte Sozialhilfebezüger in der Schweiz unter 18 Jahre alt. Obwohl der Kanton St. Gallen einen Rückgang verzeichnen konnte – 2015 waren es 3,5 Prozent, im 2016 noch 3,4 Prozent – sind dennoch 29 Prozent der Sozialhilfebezüger unter 18-Jährig. Auch im Kanton Thurgau stellen Kinder und Jugendliche unter 18 einen Viertel aller Bezüger. Die Sozialhilfequote der unter 18-Jährigen stieg im Thurgau auf 2,4 Prozent (2015 waren es 2,3 Prozent). In Wil und Uzwil stieg die Quote ebenfalls an. In Wil von 6,8 Prozent auf 7,6 Prozent und in Uzwil von 2,1 Prozent auf 2,4 Prozent. In den Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Degersheim und Oberbüren sanken die Werte. Wil hat die höchste Quote für Kinder und Jugendliche, Oberbüren hat mit 0,6 Prozent im 2016 die tiefste.

Im Kanton Thurgau stellte man zudem eine grosse Zunahme der Altersgruppe von 56- bis 64-Jährigen fest. In den letzten zehn Jahren stieg ihr Anteil von 7 auf 12 Prozent aller Bezüger.

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