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REGION: Immobilienpreise sind wieder gestiegen

Wer in Wil oder Zuzwil ein Einfamilienhaus erwerben will, muss mit einem durchschnittlichen Preis von mehr als 1,25 Millionen Franken rechnen. 700000 Franken und mehr sind es für eine Eigentumswohnung.
Schöner wohnen ist noch teurer geworden. Die höchsten Durchschnittspreise wurden in den vergangenen Monaten in Wil und Zuzwil bezahlt. Im Bild eine begehrte Wohnlage in Zuzwil. (Bild: Hans Suter)

Schöner wohnen ist noch teurer geworden. Die höchsten Durchschnittspreise wurden in den vergangenen Monaten in Wil und Zuzwil bezahlt. Im Bild eine begehrte Wohnlage in Zuzwil. (Bild: Hans Suter)

«Nachdem die Eigenheimpreise in der Region Wil zu Beginn dieses Jahres noch mancherorts gesunken waren, stabilisierten sie sich im Herbst wieder. Kleine bis mittelgrosse Einfamilienhäuser verzeichneten sogar spürbare Wertzunahmen.» So lautet das aktuelle Fazit im Immobilienbericht der Experten von Wüest Partner AG für die Region Wil. Der Bericht umfasst die ersten drei Quartale von 2017 und wurde im Auftrag der St. Galler Kantonalbank erarbeitet und basiert auf Transaktionspreisen, also effektiv bezahlten Preisen.

Angesichts der regionalen Wirtschaftsperspektiven wird in dieser Region weiterhin eine robuste Wohnungsnachfrage erwartet. Die Zahl der Einwohner steigt aber nicht mehr so stark an wie in den Vorjahren. «Zugleich sind hier einige Neubauprojekte in Planung. Vor allem im Segment der Eigentumswohnungen ist mit einer wachsenden Konkurrenz zwischen den Anbietern zu rechnen», stellen die Experten fest.

Angebot wird im Jahr 2018 nochmals zunehmen

Die rege Neubautätigkeit habe in der Region Wil die Auswahl an Eigentumswohnungen etwas vergrössert. Trotzdem liege hier die Angebotsquote, gemessen am Wohnungsbestand, mit 3,5 Prozent noch klar unter dem nationalen Vergleichswert von knapp 5 Prozent. «Tendenziell dürfte das Kaufangebot aber im Jahr 2018 nochmals ansteigen, denn in den Wiler Gemeinden wird noch Einiges in das Segment des Stockwerkeigentums investiert», prognostizieren die Immobilienexperten. So sei die Projektpipeline mit rund 380 baubewilligten Eigentumswohnungen im Herbst 2017 wieder gut gefüllt gewesen. Unter den geplanten Projekten befindet sich nach wie vor die Wohnsiedlung «Neualtwil» mit rund 100 neuen Eigentumswohnungen, die noch in der Diskussion steht. Ausserdem solle das Angebot in Uzwil ausgebaut werden. In dieser Gemeinde bestehe bereits seit einiger Zeit ein hoher Nachfragedruck; entsprechend gut seien hier die Vermarktungschancen.

Auch Einfamilienhäuser erfreuen sich in der Region Wil einer lebhaften Nachgefrage: Die Zahl der Suchabos ist im Vorjahresvergleich um 20 Prozent gestiegen. «Im Durchschnitt dauert es hier weniger als 60 Tage, bis ein Objekt verkauft ist – ein guter Wert im schweizweiten Vergleich», heisst es im Marktbericht. Auch die Verkaufspreise bewegten sich jüngst wieder nach oben. Allein im Sommersemester 2017 habe ein mittleres Einfamilienhaus eine Wertsteigerung von fast drei Prozent verzeichnet.

Das Kaufinteresse konzentriert sich laut Wüest Partner AG vor allem auf die Stadt Wil und die gut erschlossenen Gemeinden Uzwil und Zuzwil. Einfamilienhäuser, die den käuferseitigen Erwartungen entsprächen, würden sich dort auch weiterhin gut verkaufen lassen. «Denn erstens sorgt die Nähe zu grösseren Arbeitsmärkten für einen steten Zuzug von Beschäftigten und damit auch potenziellen Hauskäufern. Zweitens werden Einfamilienhäuser aufgrund von raumplanerischen Beschränkungen zunehmend rar», wird begründet.

Andere Marktsituation in der Region Toggenburg

Der Toggenburger Markt für Wohneigentum präsentiert sich zweigeteilt: Während die Preise von Stockwerkeigentum aufgrund der geringen Nachfragedynamik in den vergangenen zwölf Monaten um vier Prozent nachgaben, erfreut sich das Einfamilienhaus wachsender Beliebtheit, was deren Preise in derselben Zeitspanne um durchschnittlich drei Prozent steigen liess. «Angesichts der jüngsten raumplanerischen Entscheide ist davon auszugehen, dass Einfamilienhäuser hier auch in Zukunft ihren Wert behalten werden», heisst es im Bericht. Denn mit Ausnahme von Bütschwil-Ganterschwil müssten sämtliche Toggenburger Gemeinden durch Auszonungen ihre Baulandreserven reduzieren. «Somit wird auch in dieser Region das Angebot knapper werden.»

Die Preise für Eigentumswohnungen stünden im Toggenburg aber nach wie vor unter Druck. Selbst im regionalen Zentrum Wattwil, wo in der Regel rund ein Drittel der Transaktionen stattfinden, sind die Handänderungspreise in den letzten zwölf Monaten um knapp fünf Prozent gesunken. Die wachsende Auswahl an Objekten dürfte ihren Beitrag dazu geleistet haben. Aber auch die meisten anderen Gemeinden verzeichneten mehr oder weniger deutliche Preisnachlässe. Die Zusatznachfrage nach Stockwerkeigentum entwickle sich in dieser Region nur schwach. «Einerseits lag das hiesige Bevölkerungswachstum mit einem Plus von 0,3 Prozent im Jahr 2016 wieder klar unter dem Schnitt der anderen Regionen. Anderseits wird im ländlich geprägten Toggenburg oft das Einfamilienhaus bevorzugt», sagen die Experten. «Sollten die zurzeit noch ausstehenden Bauprojekte tatsächlich realisiert werden, dürfte der Druck auf die Preise anhalten.»

Die Entwicklung bei den Einfamilienhäusern zeige sich dagegen robust. Eine solide Nachfrage, nicht zuletzt dank erschwinglicher Preise, habe in den vergangenen Monaten wieder für Wertzuwächse geführt. «Vor allem in den Gemeinden Lichtensteig, Neckertal und Mosnang sind die Preise gestiegen. Auch im touristischen Wildhaus-Alt St. Johann legten die Hauspreise nochmals zu und bewegen sich nun auf dem verhältnismässig hohen Niveau von durchschnittlich rund 1,1 Millionen Franken für ein gängiges Objekt», stellen die Experten fest. Das Kaufangebot habe sich innert Jahresfrist um gut 30 Prozent verkleinert, sodass in der gesamten Region nur noch rund 100 Objekte zur Auswahl stünden. Allerdings dürfte die Neubautätigkeit im Jahr 2018 etwas anziehen: Knapp 60 Einfamilienhäuser waren im dritten Quartal zum Bau bewilligt. Zudem ist in der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil ein Projekt mit neun weiteren Einfamilienhäusern geplant. (hs/pd)

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