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REGION: Gemeinden greifen durch

Immer wieder kommt es an Halloween zu Vandalismus. Die Polizei reagiert mit einer verstärkten Präsenz. Die Gemeinden nehmen die Eltern in die Pflicht. Werden fehlbare Jugendliche erwischt, bringen die Gemeinden die Straftaten konsequent zur Anzeige.
Gianni Amstutz
Die Polizei patrouilliert an Halloween verstärkt in der ganzen Region. So soll Vandalismus verhindert werden. (Symbolbild: Reto Martin)

Die Polizei patrouilliert an Halloween verstärkt in der ganzen Region. So soll Vandalismus verhindert werden. (Symbolbild: Reto Martin)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Heute Abend ist Halloween. Der aus Irland stammende Brauch, der vor allem in den USA einen wichtigen Feiertag markiert, erfreut sich auch hierzulande immer grösserer Beliebtheit. Verkleidete Kinder ziehen dabei von Haus zu Haus, um ihre Körbe mit Süssigkeiten zu füllen. In den vergangenen Jahren sorgten Jugendliche an diesem Tag durch Sachbeschädigungen und Schmierereien immer wieder für Negativschlagzeilen. Entsprechend treffen Polizei und Gemeinden jeweils eine Reihe von Massnahmen, um solche Vorfälle zu verhindern.

Erhöhte Polizeipräsenz in der Halloween-Nacht

Wie in den Vorjahren werde die Kantonspolizei St. Gallen an Halloween mit mehreren zusätzlichen zivilen und uniformierten Patrouillen in allen Regionen präsent sein, sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei, Gian Andrea Rezzoli. Trotzdem könne die Polizei nicht überall unterwegs sein. Deshalb wendete sie sich in Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen im Vorfeld mit einem Brief an die Eltern. «Eltern von Oberstufenschülern wurden in einem Brief kontaktiert. Unseres Erachtens ist das ein effektiver Weg, um Sachbeschädigungen zu verhindern.» Die Eltern könnten ihren Kindern am besten die Konsequenzen und Kostenfolgen, die sich aus Sachbeschädigungen ergeben, aufzeigen, sagt Rezzoli. So hofft man die Zahl der Vandalismusakte an Halloween zu minimieren. Zusammen mit der erhöhten Polizeipräsenz hat diese Massnahme dafür gesorgt, dass die Zahl der Vorfälle an Halloween in Wil, Uzwil und Flawil in den vergangenen Jahren gesunken ist.

«Glücklicherweise sind uns auf dem Gebiet der Stadt Wil aus den vergangenen Jahren keine grösseren Vandalenakte bekannt», sagt Daniel Meili, Vorsteher des Departements Versorgung und Sicherheit der Stadt Wil. Auch in Flawil habe sich die Situation in den vergangenen Jahren stark verbessert, sagt Stefan Kramer, Geschäftsführer des Sicherheitsverbunds Region Gossau (SVRG). In beiden Gemeinden setzt man auf die Zusammenarbeit der Jugendarbeit, Kantons- und Stadtpolizei, die heute Abend durch die Quartiere patrouillieren werden.

In Uzwil will man sich nicht zum Sicherheitskonzept in der Halloween-Nacht äussern. In erster Linie sei es Aufgabe der Polizei, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, sagt der Uzwiler Ratsschreiber, Thomas Stricker. Ob und in welchem Ausmass diese vom Sicherheitsdienst der Gemeinde unterstützt wird, will er aus taktischen Gründen nicht verraten. Was man sagen könne, sei, dass sich die Lage auch in Uzwil verbessert habe. «Ob das den Sicherheitsvorkehrungen zu verdanken ist oder den Eltern, die ihre Kinder besser über mögliche Konsequenzen informieren, lässt sich nicht feststellen», sagt Stricker. Kommt es auf öffentlichem Grund zu Sachbeschädigungen, verfolgen alle drei Gemeinden eine Nulltoleranz. Sachbeschädigungen werden von den Gemeinden konsequent zur Anzeige gebracht. «Schliesslich handelt es sich nicht um harmlose Bubenstreiche. Sachbeschädigungen verursachen Kosten, die sich schnell auf über tausend Franken belaufen», sagt Stricker.

Personal von Grossverteilern sensibilisiert

Als weitere Massnahme hat die Kantonspolizei Geschäfte mit der Bitte kontaktiert, beim Verkauf von Eiern, Rasierschaum und ähnlichen Artikeln zurückhaltend zu sein. «Dieses Schreiben erhalten wir seit mehreren Jahren», sagt Andreas Bühler, Leiter Kommunikation bei Migros Ostschweiz. Das Verkaufspersonal sei sensibilisiert und suche das Gespräch mit Jugendlichen, die eine aussergewöhnlich grosse Menge der betroffenen Produkte kaufen wolle. «Ein Verbot für Jugendliche, bestimmte Produkte zu kaufen, gibt es aber nicht.» Letztlich liege es im Ermessen des Verkaufspersonals an Ort, zu entscheiden, was guten Gewissens verkauft werden könne.

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