REGION: Früher Ansturm reicht nicht für Rekorde

Die Badesaison ist zu Ende. Der drittwärmste Sommer seit Messbeginn lockte in der Region 260000 Besucherinnen und Besucher in die diversen Freibäder. Nach verheissungsvollen Monaten Mai und Juni verhinderte wechselhaftes Wetter im Spätsommer Bestwerte.

Yves Weibel
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Die Freibäder waren den Sommer über gut besucht. Nun ist die Badesaison vorbei, und in den Schwimmbecken kehrt wieder Ruhe ein. (Bild: Urs Bucher)

Die Freibäder waren den Sommer über gut besucht. Nun ist die Badesaison vorbei, und in den Schwimmbecken kehrt wieder Ruhe ein. (Bild: Urs Bucher)

Yves Weibel

yves.weibel@wilerzeitung.ch

Die Tage werden kürzer. In den Freibädern der Region, wo vor kurzem noch gespielt, gelacht und geplanscht wurde, herrscht Ruhe. Die Liegewiesen sind verwaist. Das Wasser hat den Aggregatszustand gewechselt – von flüssig zu fest. In den Eishallen sind die Felder präpariert und einige Berge sind bereits mit einer sanften Schneeschicht überzogen. Der Sommer ist vorbei.

62000 Besucher in der Badi Uzwil

Am Ende einer jeden Saison ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. So tun dies auch die Badeanstalten. Der drittwärmste Sommer seit Messbeginn ist für diese im Überblick gut verlaufen. Alle konnten einen leichten Anstieg an Besuchern verzeichnen. «Es darf von einem Durchschnittsjahr gesprochen werden», sagt Marcel Huber, Bereichsleiter Betrieb und Unterhalt der Gemeinde Uzwil. Insgesamt verzeichneten die Freibäder der Region rund 260000 Eintritte. Das meistbesuchte ist Uzwil mit 62000 Besucherinnen und Besuchern. «Im langjährigen Vergleich gab es allerdings keine Rekorde zu verzeichnen», sagt Marcel Huber.

Guter Start in die Saison

Über die Saison gesehen gab es in keinem Freibad Besucherrekorde. Allerdings verlief der Start in den Sommer für die meisten Badeanstalten verheissungsvoll. Das schöne, warme Wetter zog viele Besucher in den Monaten Mai und Juni auf die Liegewiesen. Ernst Bosshard, Präsident der Genossenschaft Parkbad an der Murg in Münchwilen sagt: «Im Mai hatten wir nur im Jahr 2011 mehr Eintritte verzeichnet, und der Juni dürfte sogar der beste seit über zehn Jahren gewesen sein.» Das Wetter war im Juni günstig für die Freibäder. Es war der zweitheisseste seit Messbeginn. Dies bestätigt sich auch in Wil, wie Marcel Schneller, Geschäftsführer der Wiler Sportanlagen AG, sagt: «Die beiden Monate Mai und Juni waren im Bergholz und in der Weierwise deutlich über dem Durschnitt der letzten Jahre.»

Im Juli folgte dann ein kleiner Einbruch. Der Monat war vorherrschend wechselhaft und nicht mehr so warm wie der Juni. Ebenfalls gab es häufig ungewöhnlich kräftige Schauer und Gewitter. Dies bestätigt auch Marcel Schneller: «Die Zahlen von Juli und August wurden stark vom eher Badi-unfreundlichen Wetter beeinflusst.»

Einzig das Freibad Degersheim verzeichnete im August grössere Besucherzahlen. «Es ist eher atypisch, dass der August mit hohen Zahlen heraussticht. Allerdings muss angemerkt werden, dass der August mit dem Wetter nochmals viele Gäste in die Badi lockte», sagt Jasmin Egli, Assistentin der Abteilung, Sicherheit und Werke in Degersheim.

Nach der Saison ist vor der Saison

Trotz des leichten Anstiegs an Besucherinnen und Besuchern und des gut besuchten Saisonstarts, blieben alle Freibäder von grösseren Zwischenfällen und Verletzungen verschont. Nebst den üblichen Hilfestellungen wie bei Wespenstichen, Schürfungen und anderen kleineren Verletzungen hatten die Bademeister der Region nichts zu melden. Damit die Badesaisons reibungslos ablaufen können, rüsten viele Freibäder während der Wintermonate auf beziehungsweise nach. So werden in der Weierwise in Wil und im Parkbad an der Murg in Münchwilen die Beckenfolien erneuert. Auch in anderen Freibädern sind diverse Sanierungsarbeiten geplant. In Flawil sollen Massnahmen für den Einbruchschutz bei Kasse, Kiosk und der restlichen Gastronomie realisiert werden. Allerdings müssen in Flawil ebenso wie in Uzwil die geplanten Investitionen mit dem Budget noch von der Bürgerversammlung genehmigt werden.