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REGION: Ein direkter Bergler

Er ist neu und er ist jung. So jedenfalls präsentierte Pfarrer Josef Manser den künftigen Jugendseelsorger der Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg. 55 Jahre sei ja auch kein Alter.
Beatrice Bollhalder
Spricht die Sprache der Musik: Rolf Dittli, der neue Jugendseelsorger, ist in Altdorf aufgewachsen und arbeitete die letzten 16 Jahre in Buttikon im Kanton Schwyz. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Spricht die Sprache der Musik: Rolf Dittli, der neue Jugendseelsorger, ist in Altdorf aufgewachsen und arbeitete die letzten 16 Jahre in Buttikon im Kanton Schwyz. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Gekommen waren die vielen Gottesdienstbesucher unlängst am Sonntag, um die in neuem Glanz erstrahlende Grotte zu bewundern und gemeinsam das Grottenfest zu feiern. Im Mittelpunkt stand einer, der nur am Rande angekündigt worden war – der neue Jugendseelsorger Rolf Dittli. Ein Bergler kommt zu den Berglern – das passt schon einmal. Und der gebürtige Urner zeigte bei seinem dritten Einsatz an seiner neuen Arbeitsstelle keinerlei Berührungsängste. Bereits vor Beginn der Prozession zur Grotte hat er da und dort ein paar Worte gewechselt und sich für das Leben im kleinen Dorf in­teressiert. Dem Pfarrer Josef Manser steht es bei der Gottesdienst-Begrüssung ins Gesicht geschrieben, dass er froh ist, nun jemanden im Team zu wissen, der sich explizit mit den Anliegen der Jugendlichen befassen wird. Denn gerade in der vergangenen Woche wurde bekannt gege­ben, dass Kaplan Marjan Marku ­Richtung Walensee weiterziehen wird. Josef Manser hofft, dass diese Lücke schon bald mit einer zum Team passenden Person gefüllt werden kann.

In der Sprache der Musik

«Jung sein, heisst mehr Freude an der Zukunft als an der Vergangenheit haben», schmunzelte Pfarrer Josef Manser. Und so gesehen ist Rolf Dittli jung, denn er will die vielen Erwartungen, die man hier an ihn hat, auch erfüllen. Er möchte für die Jugendlichen eine Ansprechperson sein und möglichst viele von ihnen zur Quelle führen, erklärte der neue Jugendseelsorger. Als erfahrener Jugendseelsorger und Vater von drei Kindern «um die zwanzig» kenne er deren Ängste und Probleme. Zum sonntäglichen Gottesdienst hat er seine Gitarre mitgebracht und mit dieser ein Lied begleitet. Rolf Dittli wird sich nicht nur mit Worten, sondern auch musikalisch den Jüngeren zuwenden. Und in der Sprache der Musik kann einiges erreicht werden.

Rolf Dittli ist in Silenen im Kanton Uri aufgewachsen, sein Dialekt erinnert noch an seine Herkunft. In Altdorf hat er die Matura absolviert und später ein Theologiestudium in Luzern und Rom abgeschlossen. Anschliessend hat er in der Pfarrei in ­Muotathal, aber auch als Jugendseelsorger im Kanton Obwal­den gearbeitet. Die vergangenen 16 Jahre galt seine Schaffenskraft der Pfarrei Buttikon.

Eines Morgens habe er ein ­Inserat gesehen, am gleichen Abend habe er seine Bewerbung abgeschickt. Diese Aufgabe in der Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg habe ihn gereizt. Er hat nun eine Stelle angetreten, die ihm die Firmverantwortung zusammen mit Alex Schmid überträgt. Zudem ist Dittli verantwortlich für den Religionsunterricht in der Seelsorgeeinheit und wird selber solchen in Bütschwil und Mosnang erteilen. Er steht als Verbindungsperson zu Jugendverbänden wie Jungwacht und Blauring, aber auch den Ministranten zur Verfügung. Sein Büro hat er im katholischen Pfarrhaus in Bütschwil bezogen. Rolf Dittli ist sich bewusst, dass er alleine nicht viel bewirken kann. Er hofft deshalb, dass er von vielen Seiten beim Aufbau der Jugendseelsorge unterstützt wird.

«Ich habe es am liebsten direkt»

Ihm ist klar, dass der Beziehungsaufbau Monate oder sogar Jahre dauern kann. «Ich bin offen für Anregungen oder Kritik. Am liebsten habe ich es direkt. Es kommt aber auch so zurück», ­erklärte er seine Art, auf Menschen zuzugehen. «Einen Bergler wirft nichts so schnell aus der Bahn.» Er sagte weiter von sich, dass er über grosse Begeisterung am Glauben verfüge. So entdecke man gemeinsam, wie man ein wenig Himmel auf Erden erleben könne. Grosse Freude an Musik und Lust an Bewegung sowie die Kreativität und die schier ­unerschöpflich gute Laune werden ihm helfen, den Faden speziell zu Jugendlichen und Junggebliebenen zu knüpfen. Die ungeteilte Aufmerksamkeit der Anwesenden war ihm am Sonntag sicher.

Nachdem die Mühlrütner, dort nahm Rolf Dittli am Waldgottesdienst im Egghof teil, die Mosnanger und die Libinger Kirchbürger den neuen Jugendseelsorger bereits kennen lernen durften, steht er am kommenden Wochenende in den restlichen drei Pfarreien Red und Antwort.

Beatrice Bollhalder

redaktion@wilerzeitung.ch

In Ganterschwil wird Rolf Dittli am Samstag, 26. August, um 18.30 Uhr, in Lütisburg am Sonntag, 27. August, um 9 Uhr und in Bütschwil um 10.30 Uhr im Gottesdienst begrüsst.

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