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REGION: Die Region entwickelt sich gemeinsam

In den 22 Mitgliedgemeinden der Regio Wil wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Massnahmen umgesetzt, die in einem grösseren Zusammenhang stehen. Wichtige Stichworte sind Innenentwicklung, Aufwertung der Ortskerne und Tempo-30-Zonen.
Hans Suter
Wil: Die Überbauung Klosterwiese ist ein wichtiges Kernstück in der Innenentwicklung und wird dieses Jahr abgeschlossen. (Bilder: Hans Suter)

Wil: Die Überbauung Klosterwiese ist ein wichtiges Kernstück in der Innenentwicklung und wird dieses Jahr abgeschlossen. (Bilder: Hans Suter)

Der Begriff «Agglomerationsprogramm» (kurz AP) wirkt alles anderes als sexy. Was daraus für das reale Alltagsleben entsteht, hat es aber in sich. Denn hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich nicht einfach ein Papiertiger, sondern ein wichtiges Instrument, um Verkehrs- und Siedlungsprobleme in Agglomerationen koordiniert anzugehen. In der Region Wil zählen die Realisierung des Entwicklungsschwerpunkts Wil West und die Verkehrsentlastung der Stadt Wil zu den bekanntesten Infrastrukturmassnahmen im Aggloprogramm der 3. Generation. Es gibt aber noch eine ganze Reihe weiterer Massnahmen, und eine noch viel längere Liste an sogenannten nicht infrastrukturellen Massnahmen. Diese werden nicht über die Aggloprogramme subventioniert, weshalb sie in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen werden. Sie stehen aber in direktem Zusammenhang mit den übergeordneten Zielen der AP. Die nachstehenden Beispiele mögen dies verdeutlichen.

Innenentwicklung: Wichtige Potenziale nutzen

Die Zersiedelung gilt heute als raumplanerischer Sündenfall. Dem lässt sich wirkungsvoll begegnen, indem bestehende Bausubstanz ersetzt oder erneuert wird und vorhandene Freiflächen in verdichteter Bauweise genutzt werden. Beispiele dafür sind die Überbauung Klosterwiese in Wil, die in diesem Frühjahr abgeschlossen wird, die Umnutzung des Gerbeareals in Oberuzwil (u. a. Bankneubau) und die mittlerweile zu 50 Prozent realisierte Wohnüberbauung Mühleweiher-Weingarten in Rickenbach. Zudem werden in verschiedenen Gemeinden im Rahmen ihrer Ortsplanrevisionen Innenentwicklungspotenziale geprüft. Ein weiteres Instrument zur besseren Ausnutzung vorhandener Bauzonen ist die «Aufzonung» gut erschlossener zweigeschossiger Wohnzonen (W2) auf drei oder gar vier Geschosse. Für das Benninger-Areal ist eine Umzonung in eine viergeschossige Wohn- und Gewerbezone (WG4) in Diskussion. Auch in anderen Gemeinden werden solche Potenziale geprüft.

In vielen Fällen geht damit eine Aufwertung der Ortskerne einher. In Aadorf wurde der Ortskern durch eine Neugestaltung deutlich aufgewertet, ebenso in Zuzwil. In Kirchberg wurde ein Masterplan zur Umnutzung von Laden- und Lagergebäude im Ortskern erarbeitet, in Eschlikon ist die Arealentwicklung Dorfkern in Bearbeitung und in Niederwil werden die Ortsdurchfahrt und der Dorfkern in Etappen neu gestaltet.

Langsamer fahren und Parkplätze bewirtschaften

Eine ganze Reihe an Massnahmen betrifft den motorisierten Individualverkehr (MIV), namentlich die Parkplatzbewirtschaftung und die Einführung von Tempo-30-Zonen. Diese sind nicht überall gleichermassen willkommen, zuweilen gar heftig umstritten. So hat Uzwil seit 2013/14 verschiedene Parkplatzbewirtschaftungen realisiert (z. B. Töbeli, Marktplatz, Schulen, Gemeindesaal, Gemeindehaus). In der Stadt Wil ist die Parkplatzbewirtschaftung bereits flächendeckend umgesetzt. Die Massnahmen umfassen blaue Zonen, Laternenparkieren, Parkhäuser sowie die monetäre Bewirtschaftung aller öffentlichen Parkplätze. In Sirnach dagegen wurde die Einführung einer blauen Zone abgelehnt.

Die Umsetzung von Tempo-30-Zonen kommt unterschiedlich voran. In Wil sind sie in den Wohnquartieren bereits zu 95 Prozent realisiert.

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