Regio Wil: Lucas Keel übernimmt das Präsidium

Die Delegierten von Regio Wil wählten den Uzwiler Gemeindepräsidenten zum Nachfolger von Guido Grütter.

Christof Lampart
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Der neugewählte Präsident Lucas Keel verabschiedet seinen Vorgänger Guido Grütter mit einem Präsent. Bild: Christof Lampart

Der neugewählte Präsident Lucas Keel verabschiedet seinen Vorgänger Guido Grütter mit einem Präsent. Bild: Christof Lampart

Die Wahl von Lucas Keel war unbestritten; eine Diskussion über den Kandidaten wurde von den 29 Delegierten am Donnerstagabend im «Toggenburgerhof» in Kirchberg nicht geführt – was auch nicht überraschte, war doch Keel bereits Vizepräsident der Regio Wil. Im Anschluss an die einstimmig erfolgte Wahl zeigte sich Keel zuversichtlich, was die Leitung der Geschicke der Regio Wil anbelangt. «Wir arbeiten im Vorstand und auf der Geschäftsstelle sehr zielorientiert und sind, was die verschiedenen Projekte betrifft, mit der Planung gut in der Zeit. Wir wissen also, was in der nächsten Zeit auf uns zukommt und werden die Aufgaben kraftvoll angehen.»

Gleichwohl erwarte ihn wohl als Präsident der Regio Wil ab dem nächsten Juni ein gerütteltes Mass an Arbeit, weshalb er andere, kleinere Posten aufgeben werde, wie zum Beispiel die Leitung der Regio Wil-Fachgruppe Mobilität. Lucas Keel ist vorläufig nur für ein Jahr gewählt, da 2021 die ordentlichen Erneuerungswahlen für den gesamten Vorstand anstehen.

Viele Massnahmen sind bereits umgesetzt

In seiner letzten Delegiertenversammlung als Regio-Wil-Präsident hob Guido Grütter die grosse zeitliche Beanspruchung durch die Agglomerationsprogramme der zweiten und dritten Generation hervor, und zog eine erste Bilanz: «Bis anhin haben wir 358 (Kleinst-)Massnahmen umgesetzt. 139 weitere sind in Bearbeitung, 67 bereits abgeschlossen und 30 verworfen oder sistiert worden», führte Grütter aus. Derweil steht der Regio Wil im nächsten Jahr auch schon die Beschäftigung mit dem Agglomerationsprogramm der vierten Generation ins Haus und auch die Standortentwicklung Wil West gehe, ebenso wie die politische Diskussion in den Kantonen Thurgau und St.Gallen, im nächsten Jahr unvermindert weiter.

Zu reden gab die Finanzierung der neuen Unternehmer- und Politplattform Wirtschaftsportal Ost (WPO), welche massiv von der Regio Wil in der Startphase finanziell unterstützt wird. Grütter legte dar, dass sich die Anschubfinanzierung in diesem Jahr auf 238000 Franken belaufe, was für 2019 nicht nur zu einem negativen Betriebsergebnis der Regio Wil von 407000 Franken führe, sondern auch ein bewusst eingegangenes, finanzielles Risiko darstelle. Und das Budget 2020 sieht mit einem Minus von 454700 Franken noch eine Spur «tiefroter» aus.

167 Firmen sind schon WPO-Mitglied

Standortförderer Robert Stadler, der bis anhin 167 Unternehmen – vom Ein-Mann-Betrieb bis hin zum internationalen Multi – für eine Mitgliedschaft beim WPO gewinnen konnte, gab sich zuversichtlich. «Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind», erklärte er hinsichtlich des Ziels, dass zeitnah rund 15 Prozent aller Firmen in der Regio Wil dem WPO angehören sollten. So viele seien nötig, um ab 2021 ohne die finanzielle Unterstützung der Regio Wil auskommen zu können, sagte Stadler. Gelinge dies nicht, so müsse man, wolle man die WPO nicht sistieren, wohl die Mitgliederbeiträge der Regio Wil von heute 5 auf rund 7.50 Franken je Einwohner erhöhen, gab Grütter zu bedenken.