Regierung missachtet Forderungen

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Die Regierung dankt für die Entflechtung der Flugrouten aus Sicherheitsgründen und verlangt aus Fluglärmgründen eine Optimierung der Flugrouten im Raum Wil und St. Gallen. Damit akzeptiert die Regierung die einseitige Ostausrichtung des Flugbetriebs und widersetzt sich der Debatte im Kantonsrat. Die Forderungen der Region Fürstenland werden missachtet. In der Stellungnahme der Regierung fehlt ein kämpferischer Kommentar zu den Hauptforderungen der Region und früheren Bekenntnissen: Kein Pistenausbau 28/10, keine einseitige Ostausrichtung des Flugverkehrs.

Die Regierung nimmt in ihrer Stellungnahme Bezug auf Anpassungen aufgrund des hängigen Staatsvertrags mit Deutschland. Es ist wohl klar, dass wir mit Inkrafttreten des Vertrags in unserer Region ab 18 Uhr bis Mitternacht statt heute 18 000 neu 45 000 Anflüge auf Kloten übernehmen müssen. Auch der Pistenausbau 10/28 steht im Raum. Kaum jemand wird behaupten können, dass dies keine einseitige Verlagerung des Flugbetriebs sei. Ich bin sehr enttäuscht, dass die Regierung kein Wort zu den Hauptforderungen unserer Region verliert.

Der Kanton Thurgau lehnt das Betriebsreglement ab. Mit diesem würde die längste Piste kaum noch von und nach Süden benützt. Dafür soll durch Verlängerung der Ost-West-Piste 10/28 der Fluglärm in den Osten verlagert werden. Die Befürchtungen bewahrheiten sich: Der Osten verkommt zum «Fluglärm-Abfallkübel».

Ernst Burgermeister

Im Weingarten 17, 9242 Oberuzwil