Red und Antwort zum Geren

Das Bauvorhaben der Gebr. Eisenring AG im Gebiet Geren in Lenggenwil stösst nach wie vor auf Kritik. Am Montagabend findet dazu eine Informationsveranstaltung statt.

Ursula Ammann
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Die Gebr. Eisenring AG plant ihre Zukunft in Lenggenwil und möchte im Gebiet Geren/Oberwiesen ein neues Betriebsgebäude erstellen. (Bild: Andrea Häusler)

Die Gebr. Eisenring AG plant ihre Zukunft in Lenggenwil und möchte im Gebiet Geren/Oberwiesen ein neues Betriebsgebäude erstellen. (Bild: Andrea Häusler)

LENGGENWIL. Die Gebr. Eisenring AG möchte ihr Firmendomizil nach Lenggenwil verlegen. Am jetzigen Standort mitten in Gossau stösst der Holzveredlungsbetrieb an seine Kapazitätsgrenzen. Im Gebiet Geren/Oberwiesen in Lenggenwil konnte das Unternehmen ein geeignetes Areal mit drei Parzellen kaufen, respektive im Kaufrecht sichern. Für die optimale Gestaltung ihres neuen Betriebsgebäudes auf diesem Areal war die Umzonung einer Parzelle von «Übriges Gemeindegebiet» in eine Gewerbe-/Industriezone erforderlich. Eine Gruppe ergriff gegen den Teilzonenplan das Referendum. An einer Volksabstimmung im September 2014 hiess die Bevölkerung die Umzonung jedoch mit 664 Ja- zu 450-Nein Stimmen gut.

IG überreichte sieben Fragen

Nach Annahme der heftig umstrittenen Vorlage ist die Kritik gegenüber dem Bauvorhaben keineswegs verstummt. Es formierte sich die Interessengemeinschaft Lebensqualität NLZ. An einer Informationsveranstaltung im Frühjahr überreichte sie dem Gemeinderat sieben Fragen im Zusammenhang mit der Umzonung im Gebiet Geren. Unter anderem wollte die IG wissen, welche Massnahmen der Gemeinderat ergreifen will, um die Schulwegsicherheit und den Ortsbildschutz zu gewährleisten. Der Gemeinderat hat die Fragen schriftlich beantwortet. Für die IG bestand allerdings noch Erklärungsbedarf, weshalb zwischen ihren Vertretern und jenen des Gemeinderats ein Treffen stattfand.

Vorwürfe an Gemeinderat

In einer Medienmitteilung äusserte sich die IG Lebensqualität vergangene Woche erneut kritisch zum Bauvorhaben im Gebiet Geren. So wirft sie darin die Frage auf, ob der Gemeinderat «vorrangig die Interessen der Bauwilligen schützt». In den Augen der Bevölkerung geniesse das Bauprojekt alle Freiheiten. Dem Bauwilligen würden beim Erarbeiten des Überbauungsplans nur wenige Vorschriften gemacht. Gemäss IG ist zudem mit mehr Fahrten zu rechnen, als von der Gebr. Eisenring AG angegeben.

Die Geschäftsleitung der Gebr. Eisenring AG und der Gemeinderat Niederhelfenschwils wollten auf Anfrage unserer Zeitung noch keine Stellung zu den Kritikpunkten der IG Lebensqualität nehmen. Sie werden am Informationsabend von Montagabend der Bevölkerung Red und Antwort stehen.

Die öffentliche Informationsveranstaltung findet um 20 Uhr in der Sproochbrugg statt.