REAKTION: Reaktion auf wettergöttliche Launen

Der Skiclub Degersheim will für die Durchführung der Tegerschen Snowgames mehr terminliche Flexibilität. Hierfür sind Anschaffungen, aber auch Massnahmen im Bereich der personellen Ressourcen nötig.

Andrea Häusler
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Markus und Anja, die späteren Drittplazierten, beim Lösen ihrer Foto-OL-Karte im Foyer der Mehrzweckanlage Steinegg. (Bild: Andrea Häusler)

Markus und Anja, die späteren Drittplazierten, beim Lösen ihrer Foto-OL-Karte im Foyer der Mehrzweckanlage Steinegg. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Der Schnee ist ein unberechenbarer Partner. Er kündigt sich kurzfristig an, und wenn er da ist, weiss keiner, wie lange er bleibt. Eine verbindliche Planung schneesportlicher Anlässe ist unter solchen Voraussetzungen kaum möglich. Der Skiclub Degersheim, Veranstalter der Tegerscher Snowgames, ist seit Einführung des dorfinternen Rennanlasses am Fuchsacker im Jahre 2013 mit diesem Unsicherheitsfaktor konfrontiert. Das Ergebnis: Durchschnittlich muss jedes zweite Jahr auf ein Alternativprogramm zurückgegriffen werden.Denn die Organisationsstrukturen stünden kurzfristigen Verschiebungen des Durchführungsdatums entgegen, wie Skiclub-Präsident Bruno Schneider sagt. «Die Torflaggen – von Swisscom zur Verfügung gestellt – müssen frühzeitig reserviert werden. Ausserdem gilt es, die personellen Ressourcen für die nicht ganz einfache Installation und Bedienung der Zeitmessung sicherzustellen.»

Vorstand schulen – Torflaggen kaufen

Ziel sei es, dass künftig alle Vorstandsmitglieder über das für den Betrieb der Zeitmessanlage nötige Wissen verfügen, sagt Bruno Schneider. So liessen sich ferienbedingte Abwesenheiten kompensieren. Eine der Voraussetzungen für eine flexible terminliche Anpassung der Snowgames an die herrschenden Schneeverhältnisse. Um Programmänderungen kurzfristig vornehmen zu können, erwägt er zudem die Beschaffung von clubeigenen Torflaggen.

Schneider ist sich bewusst, dass mit den geplanten Anpassungen die bisher üblichen Terminabsprachen mit den übrigen Dorfvereinen der Vergangenheit angehören. Und er weiss auch, dass die Bewerbung der Tegerscher Snowgames bei spontanen Programmumstellungen kostspieliger sein wird. Dennoch bleibt er überzeugt, dass in dieser Richtung die Zukunft des Wintersportanlasses im und fürs Dorf liegen wird.

16 Teams am Fox-Trail

Auch das Jahr 2017 zählt zu jenen Jahren, in denen sich die Snow­games abseits der Piste auf dem aperen Asphalt abspielten. Statt durch den Stangenwald am Hang schlängelten sich die Fox-Trail-Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Strassen und Gassen des Dorfes, um möglichst viele Posten ausfindig zu machen. Je nach Alter und Kondition konnten Posten in der unmittelbaren, der grösseren oder weiteren Umgebung ausfindig gemacht werden. Egal welcher Rayon gewählt wurde, ging es nach jedem entdeckten Posten zurück zur Mehrzweckanlage Steinegg: ein Stern-OL oder eben Foto-OL.

Mit 16 gemeldeten Teams oder knapp 40 Erwachsenen und Kindern unterschiedlichsten Alters sei die Beteiligung erfreulich gewesen – grösser noch als beim letzten Mal, sagt Bruno Schneider, der gleichwohl keinen Zweifel aufkommen lässt, dass ihm die Durchführung des Rennanlasses lieber gewesen wäre: trotz der positiven Bilanz und trotz seines gebrochenen Arms.

Zuoberst auf das Siegerpodest liefen am Samstag Norena und Fiona (Gruppe 5). Sie vereinten die höchste Punktezahl auf sich. Rang zwei belegten Laurin und Nico (Gruppe 6) und auf dem dritten Platz rangierten Anja und Markus (Gruppe 3).

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