RCU-Fahrer an heissem Rennwochenende

Die Rennen in Oberhallau brachten die erwarteten spannenden Rennen, zu denen auch Mitglieder des Rennclubs Untertoggenburg (RCU) ihren Beitrag leisteten. Erfolgreichster RCU-Fahrer war Roger Schnellmann, der in seiner Kategorie Zweiter wurde.

Stephan Körnli
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Jürg Ochsner verschenkt auf seiner Heimstrecke keinen Millimeter. (Bild: Stephan Körnli)

Jürg Ochsner verschenkt auf seiner Heimstrecke keinen Millimeter. (Bild: Stephan Körnli)

AUTOMOBIL. Rund 15 000 Zuschauer konnten bei wolkenlosem Himmel und heissen Temperaturen in den Rebbergen am Oberhallauer Berg Motorsport pur erleben. Der Tagessieg ging ins Wallis zu Joël Volluz auf seinem Osella FA30. In der Scratch-Wertung der Tourenwagen sah es bis vor dem dritten Rennlauf nach einem RCU-Sieg aus, denn in der Klasse E1 3001 bis 3500 cm3 führte der Les-Rangiers-Sieger und RCU-Pilot Roger Schnellmann vor Bruno Ianniello. Doch im dritten Rennlauf zündete «Raketen-Bruno» seine Rakete im Lancia Delta S4. Mit einer Laufbestzeit von 1:21:02 entriss er Schnellmann, der im dritten Rennlauf genau gleich schnell fuhr wie im zweiten, den Sieg mit 0,16 Sekunden Vorsprung. Roger Schnellmann war dennoch mit seiner Leistung sehr zufrieden. Denn auf der Rückführung nach dem ersten Rennlauf brach das Schaltgestänge an seinem Mitsubishi Lancer Evo 8, und der Fahrer glaubte schon, aufgeben zu müssen. Aber dank der Mithilfe von Clubkollegen konnte sein Mechaniker Andreas Ziegler die Schaltung auf den zweiten Rennlauf hin reparieren.

Weniger gut lief es dem Seat-Fahrer Bruno Sawatzki. An seinem bei Wolf-Power gemieteten Seat Leon brach am Vorstart die Antriebswelle. Wahrscheinlich als Folgeschaden einer leichten Leitplankenberührung im letzten Trainingslauf im Bereich des Reservoirs.

Der Subaru- und RCU-Pilot Sascha Tanner aus Bichelsee war im ersten Rennlauf in der zweiten Kurve etwas zu schnell, verpasste den Scheitelpunkt und rutschte von der Strasse. Mit viel Glück konnte Tanner einen Überschlag vermeiden. Aber sein Auto begann nach dem Unfall zu brennen. Zum Glück konnte er das Auto rechtzeitig und unverletzt verlassen.

Streckenrekord

Doppelt gewonnen hat der Deutsche Jörg Weidinger. Mit seinem BMW 318i fuhr er mit 1:23:54 einen neuen Streckenrekord, siegte in der E1 1601 bis 2000 cm3 und im KW Berg-Cup. Zweiter wurde Patrik Nikel. RCU-Fahrer Peter Niederer auf Opel Kadett wurde Sechster.

Heimsieg für Jürg Ochsner

In der IS 1601 bis 2000 cm3 konnte sich der RCU-Fahrer Jürg Ochsner auf Opel Kadett 16 V mit 3,7 Sekunden Vorsprung gegen Peter Zysset mit dessen VW Golf durchsetzen, wobei dieser stark von einem weiteren RCU-Fahrer, Thomas Frei, Opel Kadett 8 V, unter Druck gesetzt wurde. Am Schluss hatte aber Zysset dank eines schnellen ersten Laufes noch 0,4 Sekunden Vorsprung. Vom RCU liessen sich auch Michael Widmer aus Mühlrüti auf Mitsubishi Lancer Evo und Thomas Hungerbühler auf Opel Astra als Sieger feiern.