Randgeschehen

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Vor dem Spiel wurde natürlich darüber diskutiert, warum der EHC Uzwil Trainer Kevin Schüepp entlassen hat. Ganz grundsätzlich wurde ausgeschlossen, dass der Entscheid sportliche Gründe gehabt haben könnte. Immerhin hätten die Uzwiler Spieler bewiesen, dass sie in der 1. Liga mithalten könnten. Also waren zwischenmenschliche Aspekte der Grund? Ein Szenenkenner verneinte ganz klar. So muss also den Aussagen des Präsidenten geglaubt werden, der auf Anfrage erklärte, dass der Trainer die Spieler nicht mehr erreicht habe. Ob jedoch alle Spieler oder nur jene, die zu wenig Eiszeit bekamen, wird man kaum je erfahren.

Die Zuschauerkulisse im Bergholz war beeindruckend. Und es kamen viele ein erstes Mal seit langem wieder an ein Eishockey-Spiel des EC Wil. Christian Herzog, der ehemalige EC-Wil-Sportchef, fasste es in einem Satz zusammen. «Jetzt habe ich in kurzer Zeit so viele alte Bekannte ge­troffen wie schon lange nicht mehr.» Dass schliesslich nur 365 Zuschauer vermeldet wurden, glaubte kaum jemand. Und einer wusste auch den Grund: «Der EC Wil muss Billettsteuern bezahlen. Deshalb hat er wohl ­extra weniger mitgeteilt.»

Wer in den Pausen etwas trinken oder essen wollte, musste trotz vieler Matchbesucher nicht lange anstehen. Im VIP-Raum und an der Buvette waren genügend Helfer, die schnell und unkompliziert bedienten. Einzig an den Bratwürsten hatten einige Besucher keine allzu grosse Freude. Sie waren innen noch kalt.

Der neue Sportchef Daniel Zeber übernahm die traditionelle Aufgabe, die besten Spieler jedes Teams zu ehren und ihnen einen Wiler Mandelfisch zu übergeben. Zeber machte sich fünf Minuten vor Ablauf der regulären Zeit dafür bereit. Bis er seine Mandelfische aber «los wurde», verging noch eine ganze Weile. Das Spiel ging in die Verlängerung und dann sogar noch ins Penaltyschiessen. Urs Nobel