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Raiffeisenbank Wil und Umgebung ist bereit für weiteres Wachstum

Die Raiffeisenbank kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Sowohl im Hypothekargeschäft als auch bei den Kundeneinlagen verzeichnete sie ein Wachstum. Der Gewinn fällt mit 1,99 Millionen Franken trotzdem kleiner aus als im Vorjahr.
Gianni Amstutz
Beat Bollinger, Vorsitzender der Bankleitung, und Erwin Scherrer, Verwaltungsratspräsident, sind mit dem Jahresabschluss 2018 zufrieden. Die Raiffeisenbank Wil und Umgebung konnte ihr Wachstum fortsetzen. (Bild: Gianni Amstutz)

Beat Bollinger, Vorsitzender der Bankleitung, und Erwin Scherrer, Verwaltungsratspräsident, sind mit dem Jahresabschluss 2018 zufrieden. Die Raiffeisenbank Wil und Umgebung konnte ihr Wachstum fortsetzen. (Bild: Gianni Amstutz)

Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Wil und Umgebung kennt seit zehn Jahren nur eine Richtung: nach oben. Seit 2008 hat sie sich von 842 Millionen auf 1,56 Milliarden Franken erhöht, sich also beinahe verdoppelt. Das Jahr 2018 bildet in dieser Entwicklung keine Ausnahme. Erneut stieg die Bilanzsumme um 125 Millionen Franken.

Dazu beigetragen haben insbesondere die Zunahmen im Hypothekargeschäft sowie bei den Kundeneinlagen. Dass man bei Ersterem um 10 Prozent zulegen konnte, bezeichnet Beat Bollinger, Vorsitzender der Bankleitung, als «äusserst erfreulich». Zumal der Markt umkämpft sei. Ein Konkurrenzkampf, der noch stärker werden dürfte, eröffnet doch mit der Valiant Bank in diesem Jahr das siebte Finanzinstitut eine Niederlassung in Wil.

Zunahme bei Spargeldern trotz tiefem Zinsniveau

Ungeachtet dessen ist Bollinger zuversichtlich, dass die Raiffeisenbank auch in Zukunft gute Zahlen schreibt, denn: «Wir geniessen in Wil grosses Vertrauen vonseiten der Kunden.» Dies sieht er darin bestätigt, dass die Raiffeisenbank auch bei den Kundengeldern um 7 Prozent auf neu 1,12 Milliarden Franken zulegen konnte.

Bei den Spargeldern und den übrigen Kundengeldern verzeichnete die Bank einen Zuwachs von rund 80 Millionen Franken. Und dies trotz der Negativzinspolitik der Nationalbank, in deren Folge die Zinsmarge für die Banken immer kleiner wird. Das zeigt sich schliesslich auch mit tieferen Zinsen auf den Sparkonten der Kunden. Dass das Wachstum bei den Kundeneinlagen zu grossen Teilen mit demjenigen im Hypothekargeschäft mithalten konnte, ist für die Raiffeisenbank aber entscheidend. Denn so liess sich das Hypothekarwachstum weitgehend refinanzieren. «Eine gute Balance ist wichtig», sagt Beat Bollinger.

Zu spüren bekam die Bank das tiefe Zinsniveau bei den Kassenobligationen. Diese seien in der Regel nicht mehr verlängert worden, da sich dies für die Kunden kaum lohne. Weil auch der Aktienmarkt schwächelte – der Swiss Market Index verlor rund 10 Prozent – musste die Bank bei den Depotwerten ein Minus hinnehmen. Bollinger relativiert diese Einbusse von 3,1 Prozent aber, da die Raiffeisenbank Wil und Umgebung «im schwierigen Marktumfeld vergleichsweise nur wenig eingebüsst hat».

Zinsgeschäft sorgt für Grossteil des Ertrags

So kann die Bank auf eine erfolgreiche Entwicklung auf der Ertragsseite blicken. Beim Zinsdifferenzgeschäft, das für die Raiffeisenbank Wil und Umgebung rund Dreiviertel ihres Ertrags ausmacht, resultiert ein Brutto-Erfolg von 15,3 Millionen Franken. Dies entspricht zwar einem Plus von 1,6 Prozent, angesichts des starken Zuwachses bei den Ausleihungen ist das ein bescheidenes Ergebnis. Verantwortlich dafür sei die tiefe Zinsmarge von nur 1,02 Prozent, die ein besseres Ergebnis verhinderte.

Den eingeschlagenen Weg weitergehen

Von links: Raphael Haag, Monika Fuchs, Angela Eberhart und Michael Schmid wurden zu Mitgliedern des Kaders befördert. (Bild: PD)

Von links: Raphael Haag, Monika Fuchs, Angela Eberhart und Michael Schmid wurden zu Mitgliedern des Kaders befördert. (Bild: PD)

In der Endabrechnung resultiert schliesslich – auch dank einer Zunahme bei den Kommissions- und Handelsgeschäften – ein Gewinn von 1,99 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Minus von 6,1 Prozent. Nicht zuletzt hänge dies mit den Investitionen zusammen, die gut eine Million höher ausfielen als 2017. Einerseits hat die Bank in den Umbau der Büroräume im 3. Stock und die IT-Infrastruktur investiert, anderseits fielen auch die Personalkosten höher aus, da insgesamt fünf neue Stellen geschaffen wurden.

1,64 Millionen Franken des Gewinns sollen dem Eigenkapital zugewiesen werden. Weitere 348000 Franken sollen für die Verzinsung der Anteilsscheine der Genossenschafter mit den maximal möglichen sechs Prozent verwendet werden. Dies hat der Verwaltungsrat beantragt. An der Generalversammlung vom Montag, 1. April, wird darüber befunden. Die GV findet ebenso wie die beiden Mitgliederversammlungen am 2. und 3. April im Circus Knie statt.

«Mit dem eingeschlagenen Weg sind wir bereit für die Herausforderungen der Zukunft», ist Beat Bollinger überzeugt. Es gelte jetzt, die mittel- und langfristigen Investitionen in weiteres Wachstum umzuwandeln.

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