Raiffeisenbank Sirnach legt zu

Die Raiffeisenbank Sirnach machte letztes Jahr 1,35 Millionen Franken Bruttogewinn. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Raoul Bigler
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sirnach. Ein Prozent mehr Bruttogewinn tönt nicht nach viel. «Unter den gegebenen Umständen hätten wir aber auch mit schlechteren Zahlen zufrieden sein müssen», sagt Martin Scheiwiller, Bankleitungsvorsitzender der Raiffeisenbank Sirnach. Unter den gegebenen Umständen – damit meint Scheiwiller die historisch tiefen Zinssätze, die einerseits auf die Zinsmarge der Kredite drücken und andererseits das Sparen wenig attraktiv machen.

127 neue Mitglieder

Dass sich die Summe der Kundengelder nochmals um 7,7 Millionen Franken erhöhte, ist für Scheiwiller ein weiterer erfreulicher Punkt. Ein Teil komme nach wie vor von Neukunden – 127 neue Genossenschafter konnten im vergangenen Jahr gewonnen werden.

Positiv überrascht

Zwar hat der prozentuale Zuwachs an neuen Kunden von rund acht Prozent vor zwei Jahren – bedingt durch die Finanzkrise und den damit verbundenen Vertrauensverlust in die Grossbanken – wieder auf 4,2 Prozent abgenommen. Langfristig gesehen sei das aber nach wie vor ein sehr guter Wert, sagt Scheiwiller. «Wir sind positiv überrascht.»

Der andere Teil der Summe stammt von bestehenden Kunden. Die Raiffeisenbank sei für viele noch nicht die Hauptbank. «Doch die Zahl derer, die ihre Mittel bei uns konzentrieren, nimmt stetig zu.»

Jugendförderung als Anliegen

Im Vergleich zum letzten Jahr stieg auch der Geschäftsaufwand etwas an. Dies habe damit zu tun, dass die Raiffeisenbank Sirnach im letzten Jahr grössere einmalige Sponsoringbeträge zahlte. So ermöglichte sie beispielsweise gemeinsam mit der politischen Gemeinde und der Bürgergemeinde, dass der Turm der Jungwacht Blauring auf der Hochwacht seinen definitiven Platz gefunden hat. Zudem habe man verschiedenen Vereinen neue Trikots ermöglicht. «Es ist uns ein Anliegen, jugendfördernde und nachhaltige Projekte grosszügig zu unterstützen», sagt Scheiwiller.