Radweglücke in Flawil wird geschlossen – nach langen Diskussionen


Die Hürden sind beseitigt, der Weg für den Bau des Teilstücks Schändrich-Burgau des Fürstenlandradwegs geebnet. Im Frühjahr soll das Projekt umgesetzt werden.

Andrea Häusler
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Der neue Radwegabschnitt zwischen dem Ortsteil Schändrich und dem Weiler Burgau schliesst eine wichtige Lücke des regionalen Fürstenlandradwegs. Der Flawiler Gemeinderat hat am 8. Juli 2014 den Teilstrassenplan Fürstenlandradweg und das Bauprojekt genehmigt. Die Anpassungen des Gemeindestrassenplans und das Strassenbauprojekt lagen danach öffentlich auf.

Während der öffentlichen Auflage gingen Einsprachen ein, deren Behandlung sich hinzog. Die letzten Einsprachen konnten erst im Sommer 2018 erledigt werden. Daraufhin hat das Baudepartement des Kantons St. Gallen das Gesamtprojekt genehmigt.

Mit der kantonalen Genehmigung ist auch der Weg geebnet für eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund, im Rahmen des Agglomerationsprogramms der zweiten Generation, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. Der Baubeginn ist im Frühling 2019 geplant.

Lange Vorgeschichte

Mit dem Start der Bauarbeiten findet eine scheinbar nicht enden wollende Geschichte ihren Abschluss. Denn der Wunsch nach einer sicheren Radwegverbindung zwischen Flawil und Burgau ist bereits über zehn Jahre alt. Rund 500 Unterschriften waren dereinst von den Burgauerinnen und Burgauern gesammelt worden, um beim Gemeinderat den Bau eines Radweges zu erwirken.

Dieser hatte das Anliegen aufgenommen und prompt reagiert. 2007 erwarb die Gemeinde einen Teil des Grundstückes der Firma Marton AG an der Burgauerstrasse – breit genug für einen Veloweg.
Weiterhin blieb man sich einig darin, dass der Radweg (endlich) gebaut werden sollte. An der Wegführung allerdings schieden sich die Geister, derweil die Zeit verstrich. Erst gegen Ende 2014 konnte schliesslich das Bauprojekt aufgelegt werden. Trotz dreier Einsprachen zeigte sich der Flawiler Geschäftsleiter Bau und Infrastruktur, René Bruderer, damals noch zuversichtlich, im Frühjahr 2016 mit den Bauarbeiten starten zu können. Jedoch sollte sich deren Beginn drei weitere Jahre verzögern.