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«Radweg Maestrani»: Nächste Etappe auf dem langem Weg

Das Baugesuch für den Rad- und Gehweg «Maestrani» liegt öffentlich auf. Ursprünglich war von einem Baubeginn in diesem Frühjahr die Rede gewesen. Der Termin für den Baubeginn ist jedoch in weite Ferne gerückt.
Andrea Häusler
In einer ersten Etappe wird der Rad- und Gehweg entlang der Toggenburgerstrasse ab dem Einlenker Bogenstrasse dorfauswärts bis zur Botsbergerrietstrasse gebaut.

In einer ersten Etappe wird der Rad- und Gehweg entlang der Toggenburgerstrasse ab dem Einlenker Bogenstrasse dorfauswärts bis zur Botsbergerrietstrasse gebaut.

Eine Geh- und Radwegverbindung entlang der Toggenburgerstrasse in Richtung Oberrindal ist ein altes Begehren. Bereits im kantonalen Strassenbauprogramm 2004–2008 waren sowohl ein «Radweg Flawil-Oberrindal» als auch der «Umbau des Knotens Scheidweg» enthalten. Lange bevor der Neubau des im April 2017 eröffneten Maestrani-Chocolariums überhaupt Thema war. Im 15. und schliesslich 16. Strassenbauprogramm (2014–2018) tauchte das Bauvorhaben neuerlich auf, allerdings in der Kategorie B, also ohne Priorität.

Letzteres änderte, als der Flawiler Schokoladenproduzent im Sommer 2015 den geplanten Erweiterungsbau mit Besucherzentrum vorstellte. Die angedachten Vorkehrungen zur Verbesserung der Sicherheit des Langsamverkehrs rückten in der Prioritätenliste nach oben. Das Gesamtprojekt, welches sich ostseitig über den Streckenabschnitt Scheidwegkreisel (Maestrani-Kreisel) bis Gemeindegrenze erstreckt, wurde im Verlauf der Planung in zwei eigenständige Bauvorhaben aufgeteilt: Eines umfasst den Rad- und Fussweg ab dem Einlenker Bogenstrasse bis zur Botsbergerrietstrasse, das zweite jenen zwischen dem Scheidewegkreisel und der Bogenstrasse.

Langsam mahlende Mühlen

Das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen als Bauherrin hat jetzt das erste Teilprojekt öffentlich aufgelegt. Dieses war von der Regierung im Juni vergangenen Jahres verabschiedet worden und kann derzeit und bis zum 11. April im Gemeindehaus eingesehen werden. In diesem Frühjahr hätten eigentlich die Bagger auffahren sollen. So sah dies der Terminplan vor, nachdem der Flawiler Gemeinderat den Kostenbeitrag der Gemeinde im Herbst 2017 genehmigt hatte. Als Voraussetzung für die Genehmigung des Bauprojekts durch die Regierung, welche schliesslich im Juni 2018 erteilt wurde.

Hernach dauerte es wiederum fast ein Jahr bis zur öffentlichen Auflage. Warum? Für den Zeitverlust sei nicht der Kanton verantwortlich, macht Georges-André Apothéloz, Projektleiter im kantonalen Tiefbauamt klar. Vielmehr hätten erforderliche Anpassungen an den Plänen die öffentliche Auflage verzögert. Tatsache ist, dass der ursprünglich vorgesehene Baubeginn in weite Ferne gerückt ist. Das bestätigt auch Apothéloz, ohne sich auf einen neuen Termin festlegen zu wollen: «Je nachdem wie viel Zeit die Einspracheverhandlungen beanspruchen und wie die anschliessenden Landverhandlungen verlaufen, kann der Start in einem oder in zwei Jahren erfolgen.»

Keine Lärm- und Sichtschutzmassnahmen

Gegenstand des Auflageverfahrens ist, wie erwähnt, das Teilprojekt eins. «Dieses kann eigenständig realisiert und verkehrswirksam werden», heisst es im Bericht des Ingenieurbüros. Denn Fussgänger und Radfahrer haben die Möglichkeit, das Dorf Flawil, beziehungsweise das «Chocolarium», via die Bogenstrasse zu erreichen. Der (noch) ungesicherte Strassenabschnitt zwischen Bogenstrasse und Kreisel kann so umgangen werden. Das zweite Teilprojekt soll dann realisiert werden, wenn die Fortführung des Fuss- und Veloverkehrs in Richtung Oberuzwil im Bereich des Scheidwegkreisels abschliessend geklärt ist.

Der geplante Geh- und Radweg hat eine Breite von drei Metern und wird im Gegenverkehr begangen/befahren. Zwischen der Botsbergerrietstrasse und dem «Chocolarium» ist eine sogenannte Torsituation geplant, welche die schwächeren Verkehrsteilnehmer bis zum Bau des durchgehenden Geh- und Radwegs eine sichere Querungsmöglichkeit gibt. Auf Wunsch der Gemeinde wird die Querungshilfe als Baumtor ausgebildet. Die Kosten für die Baumpflanzung gehen zu Lasten der Gemeinde.

Unberücksichtigt geblieben ist hingegen das Ersuchen der Gemeinde um adäquate Sicht- und Lärmschutzmassnahmen für die betroffenen Grundstücke. Laut Georges-André Apothéloz sei die «Fachstelle Immissionen» zum Schluss gekommen, dass hierfür keine Notwendigkeit bestehe. Ebenfalls Bestandteil des Projekts ist die Neugestaltung der Postautohaltestellen.

Kosten von 2,294 Millionen Franken

Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 2,294 Millionen Franken. Nicht enthalten sind die Anpassungen am Bubentalerbach, das Buswartehäschen und die kommunalen Begrünungen. Das Projekt ist im Agglomerationsprogramm enthalten und dort angemeldet. Laut Kostenteiler gehen 65 Prozent zu Lasten des Kantons und 35 Prozent (802795 Franken) zu Lasten der Gemeinde Flawil. Der Gemeinderat hat den Gemeindeanteil, wie erwähnt, im Herbst 2017 genehmigt und 800000 Franken ins Budget 2019 eingestellt. Nach dem zu erwartenden Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm verbleiben netto rund 562000 Franken.

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