RADSPORT: Bergpreis als zusätzliche Herausforderung

Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen bei der zweiten Ausgabe von «Rund um Uzwil» an den Start. Die Rennen fanden erneut bei idealen Bedingungen statt und hielten, mit der Bergpreiswertung in Bichwil, eine neue, attraktive Besonderheit bereit.

Thomas Riesen
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Der Anstieg zum Bergpreis in Bichwil erforderte viel Kraft und war schweisstreibend. (Bilder: Marlies Scarpino)

Der Anstieg zum Bergpreis in Bichwil erforderte viel Kraft und war schweisstreibend. (Bilder: Marlies Scarpino)

Thomas Riesen

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Warum etwas Bewährtes ändern, sagten sich die Organisatoren des RMV Uzwil und setzten auf das Konzept von 2015. Eine Neuerung war: Alle Rennvelos wurden mit einem Transponder ausgestattet, der eine genaue Zeitmessung ermöglichte und Fehler in der Rangliste wegen Überrundungen verhinderte. Damit war der Weg frei für eine Bergpreiswertung in Bichwil. Die Rundstrecke war aber immer noch acht Kilometer lang, Start und Ziel befanden sich beim MZA Breite in Oberuzwil, die Höhendifferenz betrug pro 128 Meter, und die steile Zielgerade forderte den Teilnehmern alles ab. Eine Verschiebung gab es bei den Teilnehmenden. Zwar waren es immer noch rund 300, doch mehr Schüler und Hobbyfahrer als 2015.

Ziel erreicht – trotz weniger regionaler Teilnehmer

Enttäuscht zeigte sich OK-Präsident Philipp Buschor ob der geringen Anzahl regionaler Teilnehmer. «Dabei hätten wir das Potenzial», zeigte er sich überzeugt und betonte: «Die Zeit steht doch nicht im Vordergrund.» Im Laufsport oder beim Engadiner funktioniere dieses Prinzip. Aus regionaler Sicht war die Teilnahme des 13-jährigen Pascal Tappeiser interessant. Die Begeisterung für den Radsport hat er vom seinem Vater Stephan und seinem Onkel Philipp Bu­schor geerbt – der auch sein Vorbild ist. Nach dem vierten Rang von 2015 nahm er sich vor, unter die besten fünf zu fahren. «Die Strecke gefällt mir, ich bin ein Bergfahrer», sagte er und betonte, dass dieses Heimrennen eine besondere Motivation sei. Doch sein Vorbild mahnte ihn: «Setz dich nicht zu sehr unter Druck, fahre locker.» Der Junior hörte auf den Senior: Pascal Tappeiser belegte den fünften Rang.

Ein solches Rennen zu organisieren bedeutet viel Aufwand. Neben einer langen Planungsphase kommen rund 100 Helfer zum Einsatz. «Als kleiner Verein sind wir auf externe Leute angewiesen», sagte der OK-Präsident. Finanziell ist «Rund um Uzwil» keine Kleinveranstaltung. Das Budget beträgt rund 35000 Franken. Die Verpflichtung eines sportlichen Zugpferdes wie etwa Michael Albasini oder Stefan Küng sei damit kein Thema. Lieber setze man auf den Nachwuchs und biete allen Kategorien eine Startgelegenheit – von der U11 bis zur U19. Sie legten die Rundstrecke zwischen einmal und zwölfmal zurück. Auch für die Hobbyfahrer war das Rennen eine Gelegenheit, sich zu messen.