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RAD: Nach der Tour ist vor der Tour

Sie stecken mittendrin in der Saison, die drei Thurgauer Radrennfahrer aus der Region Wil. Michael Albasini und Stefan Küng werden die Tour de France bestreiten, bei Reto Hollenstein ist die Selektion noch offen.
Urs Huwyler
Reto Hollenstein, Michael Albasini und Stefan Küng (von Links) wurden während der Tour von ihrer Micarna-Teamkollegin Nicola Spirig besucht. (Bild: Urs Huwyler)

Reto Hollenstein, Michael Albasini und Stefan Küng (von Links) wurden während der Tour von ihrer Micarna-Teamkollegin Nicola Spirig besucht. (Bild: Urs Huwyler)

Urs Huwyler

sport@wilerzeitung.ch

Für die Thurgauer Radprofis Michael Albasini (Lanterswil), Reto Hollenstein (Sirnach) und Stefan Küng (Wilen) verlief die Tour de Suisse insgesamt erfolgreich. Zwei zweite Zeitfahren-Etappenränge, das Leadertrikot und jenes des besten Schweizers durch Küng; die Ränge drei, vier und fünf sowie das Bester-Schweizer-Leibchen von Albasini waren die herausragenden Resultate.

Küng/Albasini stehen bei BMC und Orica-Scott im Aufgebot für die Tour de France. Für beide gilt: Angestrebt wird der erste Etappensieg beim grössten Radrennen der Welt. An der in Schaffhausen zu Ende gegangenen Schweizer Landesrundfahrt haben sie ihre Kräfte eingeteilt. Der Hintergrund: In den letzten Jahren haben in Frankreich jene Fahrer dominiert, welche das früher beendete Critérium du Dauphiné bestritten haben.

Helferdienste für Gesamtsieger Spilak

«Ich habe bisher weder eine Zu- noch Absage für die Tour», sagte Reto Hollenstein nach Ende der Tour de Suisse. «Werde ich aufgeboten, freue ich mich, zum dritten Mal dabei zu sein. Wenn nicht, gibt es andere Rennen.» Hollenstein leistete täglich wichtige Helferdienste für den Gesamtsieger Simon Spilak, musste in der zweitletzten Etappe das Tempo an der Spitze drosseln, weil ein Loch entstand. «Ich bin nach der Verletzungspause immer besser in Form gekommen», kann er ein positives Fazit ziehen.

Zuerst stehen für das Trio die Schweizer Meisterschaften auf dem Programm. Am Donnerstag starten Stefan Küng und Reto Hollenstein in Lüterkofen-Ichertswil als Mitfavoriten im Zeitfahren, am Sonntag fährt ihr Micarna-Teamkollege Michael Albasini das Strassenrennen in Affoltern am Albis. Das Meistertrikot fehlt dem zweifachen Saisonsieger bisher in der Sammlung. Albasini/Hollenstein als Einzelkämpfer ihrer Sportgruppen gemeinsam gegen die BMC-Übermacht? Ein denkbares Szenario.

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