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Quereinsteiger übernehmen den «Sonnenhof» in Oberbüren

Ernst und Marjorie Bleiker sind das neue Gerantenpaar auf dem «Sonnenhof» in Oberbüren. Sie treten die Nachfolge von Irmgard Eugster an, die hier während 32 Jahren gewirtet und das Restaurant geprägt hat.
Philipp Stutz
Sind um das Wohl der Gäste besorgt: Serviceangestellten Anni Meile mit Ernst und Marjorie Bleiker (von links). Bild: Philipp Stutz

Sind um das Wohl der Gäste besorgt: Serviceangestellten Anni Meile mit Ernst und Marjorie Bleiker (von links). Bild: Philipp Stutz

Es war ein nahtloser Übergang: Nachdem Irmgard Eugster zum letzten Mal in der Küche mit Pfannen und Töpfen hantiert und ihre Gäste kulinarisch verwöhnt hat, sind Ernst und Marjorie Bleiker Anfang dieses Monats als Gerantenpaar in ihre Fussstapfen getreten. Ernst Bleiker steht an der «Front», wie er sagt, seine Gattin kümmert sich in der Küche ums leibliche Wohl der Gäste. Beide sind Quereinsteiger. Ihre Ausbildung haben sie bei Qaisar Butt im «Hirschen» in Wittenbach absolviert. Butt, gelernter Hotelier, bildet dort Nachfolgerinnen und Nachfolger zu Beizern aus. Quereinsteigern werden Praktika und eine Ausbildung an der Ostschweizer Gastronomiefachschule ermöglicht. Der gebürtige Pakistani tritt ebenso wie im «Hirschen» auch im «Sonnenhof» als Geschäftsführer auf. Der umtriebige Gastronom hat zudem vor kurzem ein Restaurant in einem Einkaufszentrum im aargauischen Bremgarten gepachtet.

Gutbürgerliche Schweizer Küche und Mittagsmenüs

Genau wie im «Hirschen» in Wittenbach setzt Qaisar Butt auch in Oberbüren auf gutbürgerliche Schweizer Kost. Mittags bietet das Gerantenpaar Bleiker ein Tagesmenü und einen Alternativvorschlag an, abends kann der Gast aus der Speisekarte auswählen. Zusammen haben sie auf den Philippinen, wo Marjorie Bleiker aufgewachsen ist, einen Laden und eine Trinkstube geführt. «Es gefällt mir in der Schweiz», sagt Marjorie Bleiker, die in ihrem Heimatland an einer Hotelfachschule gelernt hat. Sie bemüht sich um ihre Integration. Das heisst, sie möchte sich in Kursen gute Kenntnisse der deutschen Sprache aneignen. Zum Start im «Sonnenhof» sagt Ernst Bleiker: «Er verlief zufriedenstellend.» Stammgäste hielten dem Restaurant ihre Treue und auch Vereine seien stets willkommen. Zum Team zählt die Serviceangestellte Anni Meile, die zuvor schon während annähernd vier Jahren im «Sonnenhof» gearbeitet hat und über langjährige Erfahrung im Service verfügt. Die Öffnungszeiten sollen den Bedürfnissen der Gäste angepasst werden. Neu wird das Restaurant auch sonntags offenhalten.

Liegenschaft mit Restaurant wird 2019 verkauft

Der «Sonnenhof» befindet sich in jener Liegenschaft im Zentrum Oberbürens, wo einst die Landi ihren Geschäftssitz hatte. Diese ist seit sechs Jahren in einem Gebäude an der Sandackerstrasse eingemietet, das dem LV St. Gallen gehört. Die Mietkosten waren und sind bei den Landi-Aktionären von jeher ein Thema. Der Verwaltungsrat der Landi Oberbüren AG hat deshalb beim LV St. Gallen angefragt, ob ein Kauf im Stockwerkeigentum möglich wäre. Die Antwort soll bis Mitte Jahr eintreffen. An der letztjährigen Generalversammlung wurde das Traktandum «Verkauf der alten Landi» zurückgestellt und an einer ausserordentlichen Generalversammlung nochmals diskutiert. Dem Verkauf an die Thomas Brühwiler AG zum Preis von rund 1,05 Millionen Franken stimmten die Aktionäre schliesslich zu. Der Verkaufstermin ist auf den 3. Januar 2019 festgelegt worden. Zur Liegenschaft gehören nebst dem Restaurant eine Tankstelle, eine Brückenwaage und eine Kundenmosterei mit Obstverlad. Hinzu kommen Lagerräume. Das Restaurant ist vor rund 20 Jahren erneuert worden – das übrige Gebäude befindet sich mehr oder weniger im Urzustand. Ein Teil ist an die Gehrig Küchen AG vermietet. Wie Jürg Labhart, Verwaltungsratspräsident der Landi Oberbüren AG, beim Verkauf der Liegenschaft betont hat, soll die Nutzung noch mindestens fünf Jahre gleich bleiben wie bis anhin. Längerfristig ist aber eine Neuüberbauung im Dorfzentrum nicht auszuschliessen.

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