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Quartierverein Wil West bewirbt sich für Integrationspreis «Goldener Enzian»

Am Montag wird der St. Galler Integrationspreis verliehen. Unter den Bewerbern ist der Quartierverein Wil West. Dieser versucht mit Aktivitäten für Kinder, auch die Eltern im Multi-Kulti-Quartier zusammenzubringen.
Gianni Amstutz
Eine der Aktivitäten zur Integration ist der Spieltreff im Wiler Westquartier, an dem auch viele Eltern teilnehmen. (Bild: PD)

Eine der Aktivitäten zur Integration ist der Spieltreff im Wiler Westquartier, an dem auch viele Eltern teilnehmen. (Bild: PD)

«Im Vergleich mit anderen Quartieren der Stadt sind wir ein sehr vielfältig zusammengesetztes Quartier», sagt Guido Bünzli, Präsident des Quartiervereins Wil West (QVWW). Tatsächlich ist der Ausländeranteil relativ hoch. Das sei zwar nichts Negatives, stelle aber eine besondere Herausforderung dar. Besonders in einer Stadt könne man anonymer leben und müsse nicht zwingend den Austausch mit anderen Personen und deren Kulturen und Lebensweisen suchen.

Doch genau das will der QVWW erreichen. «Jeder, egal ob alteingesessen oder zugezogen, ob Schweizer oder Ausländer, soll unser Quartier als Heimat und nicht bloss als Wohnort wahrnehmen», sagt Bünzli. Da die Bevölkerung des Wiler Westens sich aus zahlreichen unterschiedlichen Nationen zusammensetzt, «braucht es dazu umso mehr Anstrengungen». Die Voraussetzungen seien anders als in Gemeinden oder Quartieren, in denen man sich aus dem Vereinsleben kenne oder viele Personen bereits mehrere Generationen am selben Ort wohnten.

Enge Zusammenarbeit mit dem Alleeschulhaus

Bei der Reorganisation des QVWW habe sich der Vorstand die Frage gestellt, wie man die Leute am besten erreichen könne. «Seither arbeiten wir sehr eng mit dem Alleeschulhaus zusammen. Denn über die Kinder gelangen wir auch an die Eltern», sagt Bünzli. So erstaunt es denn auch wenig, dass sich viele der vom QVWW organisierten Anlässe und Aktivitäten an Kinder richten. Als Beispiel nennt Bünzli das Basteln der Silvesterlaternen für den traditionellen Umzug in der Stadt. Dabei würden die Kinder alleine schon wegen der technischen Anforderungen in der Regel von ihren Eltern begleitet. Dadurch entstünden letztlich Kontakte, die es ohne Engagement des QVWW nicht gegeben hätte, ist er überzeugt.

Spielgruppe, Frauentreff und Holzwerkstatt

Ein weiterer Meilenstein im Bestreben, die Integration im Quartier zu fördern, war die Gründung einer Spielgruppe im vergangenen Jahr. Vorher besuchten die Kinder des West Quartiers Spielgruppen in anderen Stadtteilen oder kamen erst im Kindergarten in Kontakt mit anderen Kindern des Quartiers. Das Projekt verläuft so erfolgreich, dass das Angebot auf eine zweite Gruppe ausgeweitet werden konnte. Um auch bei der Spielgruppe die Eltern miteinander ins Gespräch zu bringen, findet parallel dazu einmal pro Monat ein Frauentreff statt. Weitere Aktivitäten, die zum Austausch und zur Integration im Quartier beitragen sollen, sind die Holzwerkstatt, wo Kinder unter Anleitung eigene Projekte verwirklichen können sowie das Schul- und Quartierfest.

Quartierverein hofft auf Auszeichnung

Guido Bünzli betont, wie wichtig es ist, den Austausch der Bewohner im Quartier zu fördern. «Integration beginnt im Quartier.» Dort würden erste Kontakte stattfinden, ohne dass die Hürde dafür allzu hoch sei. Deshalb versucht der QVWW, seine Angebote möglichst niederschwellig zu gestalten, um so auch möglichst viele Personen zu erreichen. Nun hofft der Vorstand des Quartiervereins auf eine besondere Würdigung der geleisteten Arbeit.

Als eines von 38 Projekten hat der QVWW eine Bewerbung für den «Goldenen Enzian» eingereicht. Der Preis wird an Projekte vergeben, die einen Beitrag zu Integration, Partizipation und das friedliche Zusammenleben leisten. Er wird am Montag, 19. November, zum fünften Mal verliehen. Seit Jahren engagiere sich der QVWW erfolgreich für die Integration, Partizipation und friedliches Zusammenleben im Quartier. Dazu gehörten Massnahmen und Aktionen, die aus Sicht des QVWW in hohem Masse den Kriterien des Integrationspreises entsprächen, sagt Guido Bünzli. «Es bleibt spannend, ob das am nächsten Montag auch die Jury so beurteilt.»

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