Quartier mit 30 Wohneinheiten

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich startete am Dienstag die Erschliessung des neuen Quartiers Egg-Oberwies am südwestlichen Ortsrand von Niederhelfenschwil. Geplant sind 30 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Ernst Inauen
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Eigentümer, Kaufinteressenten, Planer und der Gemeindepräsident beim ersten Spatenstich für die Erschliessung des neuen Quartiers. (Bild: Ernst Inauen)

Eigentümer, Kaufinteressenten, Planer und der Gemeindepräsident beim ersten Spatenstich für die Erschliessung des neuen Quartiers. (Bild: Ernst Inauen)

NIEDERHELFENSCHWIL. In Niederhelfenschwil entsteht ein neues Wohnquartier. Mit der Erschliessung des Gebiets Egg-Oberwies durch die Politische Gemeinde werden die Voraussetzungen für eine Wohnüberbauung geschaffen, die zu einem Bevölkerungsanstieg von 0,8 Prozent innert rund sieben Jahren führen dürfte, wie Gemeindepräsident Simon Thalmann anlässlich des ersten Spatenstichs vom Dienstag ausführte.

Hohe Bebauungsdichte verlangt

Der Grundstein für die Arealüberbauung wurde an der öffentlichen Versammlung vom 2. März 2011 gelegt. Damals trug der Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinfo (Areg) klare Forderungen an die Gemeinde Niederhelfenschwil heran. Die Erwartungen zielten auf Massnahmen gegen die Baulandhortung und gegen unzureichende Bebauungsdichte ab. Unter diesen Gesichtspunkten erfolgte Ende Juli 2012 die Vorprüfung der geplanten Bauzone Egg-Oberwies durch das Baudepartement. Der vom Gemeinderat am 11. Oktober genehmigte Teilzonenplan überstand die öffentliche Auflage ohne Einsprache. Auch das fakultative Referendum wurde nicht benutzt.

Satteldächer verlangt

Am 28. März 2013 unterzeichneten die Gemeinde und die Grundeigentümer Ferdi Kappeler und Guido Gubser eine Erschliessungsvereinbarung. Am 30. April 2013 genehmigte das Baudepartement des Kantons St. Gallen den Teilzonen- und Überbauungsplan Egg-Oberwies. Um den Auflagen der Raumplanung gerecht zu werden, erliess der Gemeinderat für die Überbauung spezielle Vorschriften. So verpflichten sich die Grundeigentümer, die Parzellen innerhalb von zehn Jahren zu veräussern. Nichteinhaltung würde eine Konventionalstrafe bewirken. Die zukünftigen Eigentümer erhalten die Auflage, die Ausnützungsziffer von 0,5 Prozent zu mindestens 80 Prozent auszunützen. Jedes unterschrittene Promille wird mit 5000 Franken belastet. Die Häuser müssen zudem mit Satteldächern erstellt werden.

16 000 Quadratmeter Land

Gemeindepräsident Simon Thalmann gab beim Spatenstich bekannt, dass die Erschliessung des neuen Quartiers durch die Gemeinde realisiert werde. «Diese neue Besiedelung ist ein Meilenstein in der Geschichte von Niederhelfenschwil», sagte er und verwies auf das aufgrund der Überbauung zu erwartende Bevölkerungswachstum.

Das Baugelände umfasst total etwa 16 000 Quadratmeter. Das Grundstück Nr. 752 des Eigentümers Ferdi Kappeler wird in 18 Einfamilienhaus-Parzellen aufgeteilt. Auf dem Grundstück Nr. 1537 von Guido Gubser sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Die 4,5 Meter breite Erschliessungsstrasse und ein Verbindungsweg zur Eggstrasse gehen nach der Fertigstellung in das Eigentum der Gemeinde über. Die kurzen Stichstrassen werden den Grundstücken zugeschlagen.

Nach erfolgter Ausschreibung werden die Tiefbau- und Strassenarbeiten ausgeführt. Die beiden Grundeigentümer übernehmen die Kosten von rund 1,7 Mio. Franken für die gesamte Erschliessung. Geplant ist übrigens auch der Bau einer Unterflur-Abfallsammelstelle.