Punkte am See liegen gelassen

In einem trostlosen Spiel trennen sich Rorschach und Uzwil mit 0:0. Die dürftige Leistung kostet Uzwil zwei wichtige Punkte und die Tabellenspitze. Schwarzmalen will Trainer René Benz deswegen aber nicht.

Dan Hertach
Drucken
Teilen
David Levi (weiss) kann sich nicht entscheidend durchsetzen. (Bild: Michel Canonica)

David Levi (weiss) kann sich nicht entscheidend durchsetzen. (Bild: Michel Canonica)

FUSSBALL. In der Affiche Rorschach – Uzwil kam es zum Duell zweier Mannschaften, die das Startspiel der Rückrunde jeweils gewannen. Ein ausgeglichenes Spiel war vorprogrammiert, denn obwohl einige Tabellenplätze zwischen den Teams lagen, überzeugte der FC Uzwil vor einer Woche trotz 5:2-Sieg nicht in allen Belangen. Die Partie auf dem holprigen Pestalozziplatz mitten in Rorschach begann gemächlich, um nicht zu sagen langweilig.

Kaum Torchancen

Während das sechstplazierte Rorschach mit zuweilen fünf Mann tief auf einer Linie stand, versuchte Uzwil das Kommando zu übernehmen. Doch die langen Diagonalbälle auf die schnellen Flügel vermochten auch kein Raum zu erzeugen, so dass es eine halbe Stunde bis zur ersten wirklichen Torchance dauerte: Marco Di Nunzio scheiterte nach einem Eckball spektakulär an Rorschach-Torhüter Dario Leasi. So blieben stehende Bälle die einzige Gefahrenquelle für die Tore der beiden Teams.

Remis ist kein Beinbruch

Wie schon letzten Samstag kamen die Uzwiler entschlossener aus der Kabine und kamen prompt zu einer Riesenchance durch David Levi. Der normalerweise so treffsichere Stürmer drosch das Leder aus sieben Metern aber in den mittlerweile blau strahlenden Rorschacher Himmel. Eine sinnbildliche Szene für das ganze Spiel: Etwas Pech mit dem schwierigen Untergrund, etwas eigenes Unvermögen und ein Gegner, der sich nach Kräften wehrt und dem Favoriten wo es nur geht einen ungemütlichen Nachmittag bereitet. Dementsprechend wollte Trainer Benz das Ganze auch nicht überbewerten. Ein Unentschieden sei kein Beinbruch, immerhin habe man einige Chancen kreieren können und das Spiel nicht verloren. Tatsächlich bot die zweite Halbzeit etwas mehr Unterhaltungswert. Doch entweder Leasi oder die Latte verhinderten den Siegtreffer, und als der Ball dann doch im Netz zappelte, wurde der Treffer wegen Foulspiels annulliert.

Vom Gejagten zum Jäger

Trotz all den beschwichtigenden Worten von Staff und Spielern muss nächste Woche im kapitalen Heimspiel gegen den formstarken FC Bazenheid, der nun an Uzwil vorbeigezogen ist, eine markante Leistungssteigerung her. Eine Niederlage wäre im Aufstiegskampf wohl nur schwer auszumerzen. Obwohl der Fokus nun voll auf dem nächsten Spiel liegt, hätte es sich als Führender sicher etwas leichter angehen lassen.

Aktuelle Nachrichten